Still the Water

Japanischer Film (2014) From Wikipedia, the free encyclopedia

Still the Water (jap. 2つ目の窓, Futatsume no Mado, dt. „das zweite Fenster“, deutscher TV-Titel Immer wieder das Meer) ist ein japanischer Film von Naomi Kawase aus dem Jahr 2014. Der Film lief im Wettbewerb um die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014[2] sowie in der Sektion „Contemporary World Cinema“ des Toronto International Film Festivals.[3] In den deutschen Kinos startete der Film am 30. Juli 2015.[4]

TitelStill the Water
Originaltitel2つ目の窓
Futatsume no Mado
ProduktionslandJapan,
Frankreich,
Spanien
OriginalspracheJapanisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Still the Water
Originaltitel 2つ目の窓
Futatsume no Mado
Produktionsland Japan,
Frankreich,
Spanien
Originalsprache Japanisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Naomi Kawase
Drehbuch Naomi Kawase
Produktion Takehiko Aoki,
Masamichi Sawada,
Naomi Kawase
Musik Hasiken
Kamera Yutaka Yamazaki
Schnitt Tina Baz,
Naomi Kawase
Besetzung
  • Nijirō Murakami: Kaito
  • Jun Yoshinaga: Kyōko
  • Miyuki Matsuda: Isa
  • Tetta Sugimoto: Tetsu
  • Makiko Watanabe: Misaki
  • Jun Murakami: Atsushi
  • Fujio Tokita: Kamejiro
Schließen
Cast & Crew beim Filmfestival in Cannes 2014

Handlung

Auf der Insel Amami in Japan leben die Bewohner in Einklang mit der Natur. Als ein nackter Leichnam angeschwemmt wird, steht die Gemeinschaft vor einem Rätsel. Der junge Kaito scheint etwas zu ahnen, öffnet sich jedoch nicht, auch nicht gegenüber seiner besten Freundin Kyōko. Diese hegt Gefühle für den schweigsamen Kaito, muss sich aber auch um ihre kranke Mutter kümmern, die nur noch ein paar Tage zu leben hat.

Von seiner eigenen Mutter enttäuscht, die zahlreiche Liebhaber hat, beschließt Kaito, seinen Vater in Tokyo zu besuchen. Er gelangt mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass seine Mutter die Familie verraten hat. Zurück auf Amami stellt er sie wütend zur Rede. Als Kyōko dazustößt, offenbart er, dass er seine Mutter zusammen mit dem Toten gesehen hätte, und dass sie nach seinem Tod ohne Weiteres zum nächsten Liebhaber gewechselt wäre.

Kyōkos Mutter stirbt und wird von ihrer Familie mit einer spirituellen Zeremonie verabschiedet. Kaito und Kyōko nähern sich schließlich immer weiter an und schlafen miteinander. Sie gehen zusammen nackt schwimmen und werden somit eins mit dem Meer.

Hintergrund

Der Film wurde in Gegend um Amami, Amami-Ōshima in der Präfektur Kagoshima gedreht.[5] Die Musik zum Film erstellte Hasiken,[6] ein Singer-Songwriter aus Chichibu, Saitama.

Kritik

Der Filmdienst bezeichnete den Film als „elegant gefilmte, in traumhaft schöne Bilder gekleidete Coming-of-Age-Geschichte“, die „auf poetisch-lyrische Weise in ein vielfältiges Sittengemälde des Insel-Kosmos eingebunden“ sei. Die Rituale und Traditionen würden dabei „als Ausdruck einer lebensbestimmenden, vor allem durch die enge Verbindung mit der Natur vermittelten Spiritualität“ erscheinen.[7]

Auszeichnungen

Jun Yoshinaga, die Darstellerin der Kyōko, wurde 2014 mit dem Best Actress Award des Sakhalin International Film Festivals ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielten Naomi Kawase den Peter Brunette Award for Best Director und Yutaka Yamazaki den Preis für die beste Kamera beim RiverRun International Film Festival.[8] Im April 2015 gewann Still the Water den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund Köln.[9]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI