Strebendorf

Stadtteil von Romrod From Wikipedia, the free encyclopedia

Strebendorf ist ein Stadtteil von Romrod im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Schnelle Fakten Stadt Romrod ...
Strebendorf
Stadt Romrod
Koordinaten: 50° 41′ N,  15′ O
Höhe: 361 (359–367) m ü. NHN
Fläche: 6,1 km²[1]
Einwohner: 264[2]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36329
Vorwahl: 06636
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Geographie

Das Haufendorf liegt südlich des Hauptortes. Durch den Ort fließt die Antrift, oder auch Antreff genannt.

Ortsgeschichte

Kirche in Strebendorf

Mittelalter

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1345: „... zu Strebindorf“.[3] So ist die Entstehung des Ortes an das Ende der Rodungsperiode zu datieren. In der Gemarkung der heutigen Gemeinde finden sich die Wüstungen Merschrod und Wingerod. Am 24. Juni 1356 heißt es in einer weiteren Urkunde: „czu Strebindorff vffe das gut.“[4] Hier gibt Ludwig von Romrod seiner Ehefrau Metze Güter zum Wittum zu Hüttenrod, Billertshausen und Wingerod, zu Strebendorf und eine Mühle an der Yffe.

Der Ortsname lässt sich nicht klären.[5]

Neuzeit

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Strebendorf:

„Strebendorf (L. Bez. Alsfeld) evangel. Filialdorf; liegt an der Andreft, 11a2 St. von Alsfeld, hat 56 Häuser und 332 Einwohner, die alle evangelisch sind. Man findet hier ein Bethaus und 2 Mühlen.“[6]

Am 31. Dezember 1971 wurde Strebendorf im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit anderen Gemeinden zu neu gebildeten Stadtgemeinde Romrod zusammengeschlossen.[7]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Strebendorf angehört(e): [8][1][9]

Gerichtszugehörigkeit seit 1803

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für das Fürstentum Oberhessen (ab 1815 Provinz Oberhessen) wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Übergeordnet war das Oberappellationsgericht Darmstadt. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit für Strebendorf durch das Amt Romrod. Nach der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Landgerichte übertragen. „Landgericht Alsfeld“ war daher von 1821 bis 1879 die Bezeichnung für das erstinstanzliche Gericht in Alsfeld, das heutige Amtsgericht, das für Strebendorf zuständig war.

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in Amtsgericht Alsfeld und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.[17]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Strebendorf 255 Einwohner. Darunter waren 6 (2,5 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 54 Einwohner unter 18 Jahren, 102 zwischen 18 und 49, 57 zwischen 50 und 64 und 45 Einwohner waren älter.[18] Die Einwohner lebten in 90 Haushalten. Davon waren 18 Singlehaushalte, 18 Paare ohne Kinder und 42 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 57 Haushaltungen lebten keine Senioren.[18]

Einwohnerentwicklung

 1806:260 Einwohner, 47 Häuser[13]
 1829:332 Einwohner, 56 Häuser[6]
 1867:349 Einwohner, 61 Häuser[19]
Strebendorf: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2011
Jahr  Einwohner
1791
 
233
1800
 
239
1806
 
266
1829
 
332
1834
 
368
1840
 
323
1846
 
426
1852
 
339
1858
 
346
1864
 
353
1871
 
326
1875
 
318
1885
 
282
1895
 
305
1905
 
291
1910
 
282
1925
 
291
1939
 
279
1946
 
428
1950
 
425
1956
 
353
1961
 
315
1967
 
293
1970
 
291
1980
 
?
1993
 
286
2000
 
?
2008
 
286
2011
 
255
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1][20]; Zensus 2011[18]

Historische Religionszugehörigkeit

 1829:332 evangelische (= 100 %) Einwohner[6]
 1961:276 evangelische (= 87,62 %), 37 katholische (= 11,75 %) Einwohner[1]

Infrastruktur

Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3165. Sie verbindet Strebendorf mit Romrod und Vadenrod (Gemeinde Schwalmtal).

Im Ort gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.

Anmerkungen und Einzelnachweise

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