Stumm (Tirol)
Gemeinde im Bezirk Schwaz, Tirol
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Stumm ist eine Gemeinde mit 1916 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.
Stumm | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Schwaz | |
| Kfz-Kennzeichen: | SZ | |
| Fläche: | 4,95 km² | |
| Koordinaten: | 47° 18′ N, 11° 53′ O | |
| Höhe: | 556 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.916 (1. Jän. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 387 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6275 | |
| Vorwahl: | 05283 | |
| Gemeindekennziffer: | 7 09 31 | |
| NUTS-Region | AT335 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Dorfstraße 29 6275 Stumm | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Franz Kolb (Für Stumm) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (13 Mitglieder) |
||
| Lage von Stumm im Bezirk Schwaz | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geografie
Geografische Lage
Stumm liegt im mittleren Zillertal an der rechten Zillerseite, gegenüber von Kaltenbach, am Murkegel des Märzenbachs.
Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Ortsteile sind: das Haufendorf Stumm, sowie Acham, Ahrnbach und März.
Nachbargemeinden
Alle Nachbargemeinden liegen im Zillertal bzw. im Bezirk Schwaz.
| Hart im Zillertal | ||
| Uderns Ried im Zillertal Kaltenbach |
Stummerberg | |
| Aschau im Zillertal |
Geschichte
Hofnamen aus vorgermanischer Zeit bezeugen eine sehr alte Besiedlung. Im 8. Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo III. von Bayern dem von ihm gegründeten Stift Herrenchiemsee einige Güter in Stumm und auf dem Stummerberg. Erstmals urkundlich erwähnt ist Stumm in den Jahren 1125–1129 als „Stumme“.[1] Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte eine geschlossene Grundherrschaft, die „Hofmark Stumm“. 1556 verkaufte das Stift die Hofmark Stumm, die danach mehrmals den Besitzer wechselte. 1849 entstanden daraus die heutigen Gemeinden Stumm und Stummerberg.[2]
Bevölkerungsentwicklung




Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
- Die 1511 erbaute spätgotische Pfarrkirche zum Hl. Rupert wurde 1772 erweitert und im Inneren barockisiert.
- Das Schloss Stumm wurde anstelle des älteren Amtshauses der ehemaligen Hofmark um 1550 im Stil Tiroler Ansitze errichtet.
- Die Antoniuskapelle und
- die Ölbergkapelle gehören ebenfalls zu den denkmalgeschützten Objekten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Weiler um den Hauptort sind landwirtschaftlich geprägt, während es im Dorf eine Anzahl kleinere Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe gibt. Stumm ist auch eine zweisaisonale Tourismusgemeinde.
Bildung
Die Mittelschule Stumm ist für den Sprengel Stumm, Kaltenbach, Ried und Stummerberg zuständig. Weiters gibt es eine Erwachsenenschule in Stumm.
Verkehr
Stumm hat Anschluss an die Zillertalstraße B 169 und die Zillertalbahn mit den Haltestellen Angererbach-Ahrnbach und Kaltenbach-Stumm.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 13 Mandataren.
| Partei | 2022[3] | 2016[4] | 2010[5] | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | |
| Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – Fritz Brandner | 30,37 | 4 | 34,13 | 5 | 16,70 | 2 |
| Liste l(i)ebenswertes Stumm | 20,02 | 3 | ||||
| Gemeinsam für Stumm | 16,63 | 2 | ||||
| FÜR STUMM – Liste Franz Kolb | 32,98 | 4 | ||||
| ÖVP Stumm und Parteiunabhängige Wirtschaft Arbeiter Bauern Jugend Senioren 1) | 29,08 | 4 | 29,24 | 4 | ||
| Stumm's aktive Zukunft | 18,53 | 2 | ||||
| ÖVP Stumm | 18,26 | 2 | ||||
| Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – Die Bürgermeisterliste | 20,66 | 3 | ||||
| Namensliste Stumm Bauern, Arbeiter, Angestellte | 15,87 | 2 | ||||
| Regenbogen: Für Stumm | 7,47 | 1 | ||||
| Aktiv und jung für Stumm | 10,06 | 1 | ||||
1) Die Partei trat 2010 mit dem Namen „ÖVP-Stumm und Parteiunabhängige“ an.
Bürgermeister
Wappen

Blasonierung: „Im rechten roten Feld des gespaltenen Schildes der heilige Rupert in Silber mit goldenem Heiligenschein, in der rechten Hand den goldenen Bischofsstab und in der linken ein goldenes Salzgefäß haltend. Das linke Feld schrägrechts geteilt, oben in Gold ein steigender schwarzer Steinbock, unten in Schwarz zwei aufsteigende goldene Spitzen.“
Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb-Rot.[8]
Im Jahr 1995 bekam Stumm als letzte Gemeinde Tirols ein Gemeindewappen verliehen. Es zeigt rechts mit dem hl. Rupert den Patron der Stummer Pfarrkirche. Die linke Hälfte geht auf das Wappen der Herren von Schidenhofen zurück, die seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert über 160 Jahre lang die Hofmark Stumm besaßen.[9]
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Stephan Eberharter (* 1969), alpiner Skirennläufer, Ehrenbürger von Stumm
- Hansjörg Hofer (* 1952), Weihbischof und Generalvikar der Erzdiözese Salzburg, in Stumm geboren
- Peter Braunegger (* 1975), Naturbahnrodler
Weblinks
- 70931 – Stumm. Gemeindedaten der Statistik Austria

