Sulfolobus acidocaldarius
Art der Gattung Sulfolobus
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Sulfolobus acidocaldarius gehört zu den hyperthermophilen Archaea. Man findet die kokkenförmigen Archaeen der Gattung Sulfolobus (Familie Sulfolobaceae im Phylum Thermoproteota (früher „Crenarchaeota“)[2]) an Schwefelkristallen in heißen, hydrothermalen Quellen.
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Sulfolobus acidocaldarius | ||||||||||||
| Brock et al., 1972[1] |
Lebensweise
Sulfolobus acidocaldarius kommt in der Umgebung von Vulkanen vor. Es lebt dort in schwefelreichen Quellen, die eine Temperatur bis zu 90 °C erreichen können und einen pH-Wert von 1 bis 5 aufweisen.
Sulfolobus acidocaldarius ist aerob und sein Temperaturoptimum liegt bei 75 °C. Das Temperaturminimum (die Temperatur die diese Archaeen brauchen, um überhaupt wachsen zu können) liegt bei 55 °C. Das pH-Optimum ist bei 2–3.
Sulfolobus acidocaldarius gehört zu den eisenoxidierenden Mikroorganismen. Zur Energiegewinnung können diese Einzeller verschiedene Substrate nutzen. Sie sind fähig, sowohl chemolithotroph Schwefelwasserstoff oder elementaren Schwefel zu Schwefelsäure zu oxidieren und CO2 als Kohlenstoffquelle zu nutzen, als auch chemoorganotroph zu wachsen, indem Fe2+ zu Fe3+ oxidiert wird.[3]
Verwendung
Bei der Hochtemperaturlaugung von Kupfer- und Eisenerzen kommt Sulfolobus zum Einsatz, da er Fe2+ zu Fe3+ oxidieren kann.
Mit der Entdeckung von Sulfolobus und ähnlichen thermostabilen Archaeen (wie z. B. Acidianus) ab 1970, wurde der Grundstein für die hyperthermophile Mikrobiologie gelegt. Sulfolobus war der erste Prokaryot, bei dem Wachstum bei über 80 °C festgestellt wurde.
Gattung und Familie
Weitere Mitglieder der Gattung Sulfolobus sind Sulfolobus tengchongensis und Sulfolobus islandicus. Sulfolobus tengchongensis wird vom Sulfolobus-Virus STSV1 parasitiert. Die beiden Spezies Sulfolobus shibatae und Sulfolobus solfataricus wurden inzwischen innerhalb der Familie Sulfolobaceae in die Gattung Saccharolobus gestellt.[4][5][6]
Weblinks
- Evolutionary Insight: New Connection Discovered Between Primordial Organisms and Complex Life, auf: SciTechDaily vom 28. August 2020, Quelle: Lancaster University
- Gabriel Tarrason Risa, Fredrik Hurtig, Sian Bray, Anne E. Hafner, Lena Harker-Kirschneck, Peter Faull, Colin Davis, Dimitra Papatziamou, Delyan R. Mutavchiev, Catherine Fan, Leticia Meneguello, Andre Arashiro Pulschen, Gautam Dey, Siân Culley, Mairi Kilkenny, Diorge P. Souza, Luca Pellegrini, Robertus A. M. de Bruin, Ricardo Henriques, Ambrosius P. Snijders, Andela Šaric, Ann-Christin Lindås, Nicholas P. Robinson, Buzz Baum: The proteasome controls ESCRT-III–mediated cell division in an archaeon. In: Science. Band 369, Nr. 6504, 2020, eaaz2532, doi:10.1126/science.aaz2532 online, siehe auch Proteasom.