Sébastien Desabre

französischer Fußballtrainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Sébastien Serge Louis Desabre (* 2. August 1976 in Valence) ist ein französischer Fußballtrainer. Nach Stationen bei mehreren Vereinen in Europa und Afrika wurde er vor allem als Nationaltrainer von Uganda und der Demokratischen Republik Kongo bekannt. Seit August 2022 trainiert er die Nationalmannschaft der DR Kongo.

Schnelle Fakten Personalia, Stationen als Trainer ...
Sébastien Desabre
Sébastien Desabre (2018)
Personalia
Voller Name Sébastien Serge Louis Desabre
Geburtstag 2. August 1976 (49 Jahre)
Geburtsort Valence, Frankreich
Stationen als Trainer
Jahre Station
2004–2006 ES Cannet Rocheville (Co-Trainer)
2006–2010 ES Cannet Rocheville
2010–2012 ASEC Mimosas
2012–2013 Cotonsport Garoua
2013–2014 Espérance Tunis
2014 Espérance Tunis
2015 Recreativo do Libolo
2015–2016 Dubai CSC
2016 JS Saoura
2016–2017 Wydad Casablanca
2017 Ismaily SC
2017–2019 Uganda
2019 Pyramids FC
2020 Wydad Casablanca
2020–2022 Chamois Niort
2022– DR Kongo
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Trainerkarriere

Desabre begann seine Trainerlaufbahn in Frankreich beim ES Cannet Rocheville, wo er zunächst als Co-Trainer und anschließend als Cheftrainer tätig war. 2010 wechselte er nach Afrika und übernahm den ivorischen Verein ASEC Mimosas. Nach seiner Zeit bei ASEC Mimosas trainierte Desabre den kamerunischen Verein Cotonsport Garoua. 2013 wechselte er zu Espérance Tunis, wo er zunächst im Nachwuchsbereich arbeitete, später interimistisch die erste Mannschaft betreute und 2014 auch als Cheftrainer eingesetzt wurde.[1]

In den folgenden Jahren arbeitete Desabre bei mehreren Vereinen in Afrika und im Nahen Osten. 2015 trainierte er Recreativo do Libolo in Angola, anschließend den Dubai Cultural Sports Club in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 2016 folgten kurze Stationen bei JS Saoura in Algerien und Wydad Casablanca in Marokko. Im Juli 2017 wurde er Trainer des ägyptischen Erstligisten Ismaily SC.[1]

Ende Dezember 2017 übernahm Desabre die ugandische Nationalmannschaft. Mit Uganda qualifizierte er sich für den Afrika-Cup 2019 in Ägypten. Dort erreichte die Mannschaft die K.-o.-Runde, schied im Achtelfinale jedoch mit 0:1 gegen Senegal aus. Nach dem Turnier trennten sich der ugandische Verband und Desabre im gegenseitigen Einvernehmen.[2]

Unmittelbar nach seinem Abschied aus Uganda wurde Desabre im Juli 2019 Trainer des ägyptischen Klubs Pyramids FC. Der Verein verpflichtete ihn nach dem Afrika-Cup 2019; die Amtszeit endete jedoch bereits im Dezember desselben Jahres.[3][1] Im Januar 2020 kehrte Desabre zu Wydad Casablanca zurück, verließ den Verein aber nach wenigen Wochen wieder.[4][1]

Im Juni 2020 übernahm Desabre mit Chamois Niort erstmals einen Verein im französischen Profifußball. Mit dem Klub trat er in der Ligue 2 an und blieb dort bis August 2022 tätig.[5] Anschließend wurde er von seinem Vertrag freigestellt, um Nationaltrainer der Demokratischen Republik Kongo zu werden. Er folgte auf Héctor Cúper, der nach einem schlechten Start in die Qualifikation zum Afrika-Cup 2023 entlassen worden war.[6] Unter Desabre qualifizierte sich die Mannschaft für den Afrika-Cup 2023, der Anfang 2024 in der Elfenbeinküste ausgetragen wurde. Dort erreichte die DR Kongo das Halbfinale und belegte nach einer Niederlage gegen Südafrika im Spiel um Platz drei den vierten Rang.[7][8]

Im Mai 2024 verlängerte der kongolesische Verband Desabres Vertrag um fünf Jahre bis Mai 2029. Die Verlängerung wurde mit dem erfolgreichen Abschneiden beim Afrika-Cup und dem Neuaufbau der Nationalmannschaft begründet.[8] In der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 führte Desabre die DR Kongo über die afrikanischen Play-offs und das interkontinentale Play-off-Turnier zur ersten Weltmeisterschaftsteilnahme seit 1974.[9]

Stil und Einordnung

Desabre gilt als Trainer, der einen großen Teil seiner Laufbahn im afrikanischen Fußball verbracht hat. Die CAF beschrieb ihn 2024 als einen der profilierten Trainer des Kontinents und verwies auf seine langjährige Arbeit in Afrika. Desabre selbst erklärte, dass seine Erfahrung auf dem Kontinent für seine Arbeit mit der DR Kongo ein wichtiger Vorteil sei und dass sich der afrikanische Fußball rasant weiterentwickeln würde.[10] Laut Transfermarkt bevorzugt er häufig eine offensiv ausgerichtete 4-3-3-Grundordnung.[1]

Erfolge

ASEC Mimosas

  • Ivorischer Supercupsieger: 2012

Cotonsport Garoua

Espérance Tunis

Recreativo do Libolo

DR Kongo

Einzelnachweise

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