Senegalesische Fußballnationalmannschaft

Auswahlmannschaft aus Senegal From Wikipedia, the free encyclopedia

Die senegalesische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft des senegalesischen Fußballverbandes Fédération Sénégalaise de Football und repräsentiert diesen auf internationaler Ebene bei Länderspielen gegen Mannschaften anderer nationaler Verbände. Ihre größten Erfolge hatte sie mit dem Viertelfinaleinzug bei der WM 2002 sowie mit dem ersten großen Titelgewinn beim Afrika-Cup 2022. Der Gewinn des Afrika-Cups 2025 wurde dem Team aberkannt und dem Finalgegner Marokko zugesprochen.

Schnelle Fakten Bilanz, Statistik ...
Republik Senegal
République du Sénégal
Spitzname(n) Les Lions de la Teranga
Löwen der Teranga oder Teranga-Löwen
Verband Fédération Sénégalaise
de Football
Konföderation CAF
Technischer Sponsor Puma
Cheftrainer Pape Thiaw (seit 2024)
Kapitän Kalidou Koulibaly
Rekordspieler Idrissa Gueye (130)
Rekordtorschütze Sadio Mané (53)
Heimstadion Stade du Senegal
FIFA-Code SEN
FIFA-Rang 15. (1684,07 Punkte)
(Stand: 11. Juni 2026)[1]
Heim
Auswärts
Bilanz
524 Spiele
240 Siege
137 Unentschieden
147 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Gambia Gambia 1:2 Senegal Senegal
(Gambia; 1959)
Höchster Sieg
Senegal Senegal 10:1 Mauretanien Mauretanien
(Dakar, Senegal; 28. September 1972)
Höchste Niederlage
Guinea-a Guinea 5:0 Senegal Senegal
(Guinea; 6. März 1966)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 4 (Erste: 2002)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 2002
Afrikameisterschaften
Endrundenteilnahmen 18 (Erste: 1965)
Beste Ergebnisse Afrikameister 2022
(Stand: 2 Juli 2026 (Bilanz), 18. Januar 2026 (Rekordspieler))
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Aktueller Kader

Für den Kader bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, siehe:

Rekordspieler

Stand: 18. Januar 2026[2][3]

Fettgesetzte Spieler sind noch aktiv.
Weitere Informationen #, Spieler ...
Meiste Einsätze
# Spieler Spiele Tore Zeitraum
1Idrissa Gueye130072011–
2Sadio Mané126532012–
3Kalidou Koulibaly103 (99)012015–
4Henri Camara98291999–2008
5Cheikhou Kouyaté92 (86)042012–
6Tony Sylva84001999–2008
7Ismaïla Sarr81 (79)182016–
8Lamine Diatta72042000–2008
9El Hadji Diouf70242000–2008
Roger Mendy70031979–1995
11Moussa N’Diaye67081998–2006
12Adolphe Mendy65011986–1997
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Weitere Informationen #, Player ...
Rekordtorschützen[2]
# Player Tore Spiele Zeitraum
1 Sadio Mané531262012–
2Henri Camara29981999–2008
3El Hadji Diouf24702000–2008
4Mamadou Niang20582002–2012
5Ismaïla Sarr1881 (79)2016–
6Papiss Demba Cissé17342009–2015
7Moussa Sow16472009–2018
8Mamadou Diallo15371990–1999
9Famara Diédhiou11272014–2022
Papa Bouba Diop11632001–2008
Yatma Diouck11241963–1970
Souleymane Sané11251989–1997
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Weitere bekannte Spieler

Turniere

Weltmeisterschaften

Weitere Informationen Jahr, Gastgeberland ...
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[4] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930Uruguaynicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1934Italiennicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1938Frankreichnicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1950Brasiliennicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1954Schweiznicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1958Schwedennicht teilgenommenKein selbständiger Staat
1962Chilenicht teilgenommen1. Spiel erst nach Beginn der Qualifikation
1966EnglandzurückgezogenAlle 15 afrikanischen Mannschaften zogen sich aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand.
1970Mexikonicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 1. Runde nach Entscheidungsspiel an Marokko gescheitert.
1974Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte.
1978Argentiniennicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 1. Runde an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte.
1982Spaniennicht qualifiziertIn der Qualifikation wieder in der 1. Runde an Marokko gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte.
1986Mexikonicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 1. Runde an Angola im Elfmeterschießen gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte.
1990Italiennicht teilgenommen
1994USAnicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Marokko gescheitert.
1998Frankreichnicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 1. Runde erneut an Togo gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizierte.
2002Südkorea/JapanViertelfinaleTürkei7. PlatzBruno MetsuNiederlage nach Verlängerung durch Golden Goal. Sieg im Eröffnungsspiel gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich.
2006Deutschlandnicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 2. Runde erneut an Togo gescheitert.
2010Südafrikanicht qualifiziertIn der Qualifikation in der 2. Runde an Algerien gescheitert.
2014Brasiliennicht qualifiziertIn der Qualifikation in der Playoff-Runde an der Elfenbeinküste gescheitert.
2018RusslandVorrundePolen, Japan, Kolumbien17. PlatzAliou CisséNach einem Sieg gegen Polen, einem Unentschieden gegen Japan und einer Niederlage gegen Kolumbien als Gruppendritter ausgeschieden.
2022KatarAchtelfinaleEngland10. PlatzAliou CisséIn der Afrika-Qualifikation setzte sich die Mannschaft gegen die Republik Kongo, Namibia und Togo und schließlich gegen Ägypten durch. In der WM-Vorrunde mit zwei Siegen gegen Gastgeber Katar und Ecuador sowie einer Niederlage gegen die Niederlande als Gruppenzweiter für das Achtelfinale qualifiziert, welches 0:3 gegen England verloren wurde.
2026Kanada/Mexiko/USA
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Weltmeisterschaft 2002
Bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea sorgte die senegalesische Nationalelf im ersten Spiel für eine nicht für möglich gehaltene Sensation, als sie den Titelverteidiger und Turnierfavoriten Frankreich 1:0 bezwang. In der Euphorie erkämpfte sich die Mannschaft zwei Unentschieden gegen Dänemark (1:1) und Uruguay (3:3) und stand damit im Achtelfinale. Dort wurde Schweden mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen; beide Tore schoss Henri Camara. Erst im Viertelfinale unterlag der Senegal einer anderen WM-Überraschungsmannschaft, der Türkei, mit 0:1 nach Verlängerung. Der Siegeszug machte den Senegal zu einem der erfolgreichsten WM-Debütanten seit 1950.

Afrika-Cup

Zum ersten Mal war Senegal 1965 für den Afrika-Cup qualifiziert. Die Mannschaft schied nach einem Losentscheid zugunsten Tunesiens ungeschlagen in der Vorrunde aus. Bei der zweiten Teilnahme 1968 gelang es Senegal in der Vorrunde nicht, sich gegen Ghana und die DR Kongo durchzusetzen und schied erneut aus.

Erst 18 Jahre später, 1986, qualifizierte sich Senegal wieder. In der Vorrunde schlug man neben Mosambik auch überraschend den späteren Sieger Ägypten, verlor aber gegen Elfenbeinküste und scheiterte abermals in der ersten Runde.

1990 schließlich spielte sich Senegal bis ins Halbfinale, mit nur einem einzigen Sieg, da lediglich acht Mannschaften am Turnier teilnahmen. Am Ende wurde die Mannschaft Vierter, der bis dahin größte Erfolg im senegalesischen Fußball außerhalb Westafrikas.

1992 durfte Senegal dann sogar das Turnier austragen. Die hohen Erwartungen konnte die Mannschaft aber nicht ganz erfüllen, im Viertelfinale verlor sie gegen Kamerun.

1994 und 2000 scheiterten die Senegalesen erneut im Viertelfinale. Der große Durchbruch gelang 2002, als man sich bis ins Turnierfinale spielte und dort erst im Elfmeterschießen gegen Kamerun unterlag.

2004 unterlag Senegal dem späteren Meister Tunesien im Viertelfinale. 2006 wurde man Vierter. Bei der Afrikameisterschaft 2008 schied man in der Vorrunde aus. Seither genügen die Leistungen der Senegalesen nicht den Erwartungen. In der Qualifikation für die WM 2010 scheiterte man vorzeitig und qualifizierte sich nicht für die Afrika-Meisterschaft 2010.

Für die Fußball-Afrikameisterschaft 2012 qualifizierte sich der Senegal mit fünf Siegen und einem Remis und galt vor Turnierbeginn – auch weil einige andere starke Mannschaften sich nicht qualifizierten – als einer der Turnierfavoriten. Nach drei Niederlagen gegen in der FIFA-Weltrangliste schlechter platzierte Mannschaften schied der Senegal aber bereits in der Vorrunde aus. Aufgrund des Ausscheidens wurde Trainer Amara Traoré am 8. Februar 2012 entlassen.[5]

Bei der Afrikameisterschaft 2019 in Ägypten erreichte das Team nach 2002 zum zweiten Mal das Finale, musste sich aber der Algerischen Mannschaft geschlagen geben.

Bei der Afrikameisterschaft 2022 in Kamerun erlangte die senegalesische Nationalmannschaft zum ersten Mal den Titel des Afrikameisters. Im Finale am 6. Februar 2022 schlug man Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2, nachdem es nach 90 Minuten regulärer Spielzeit und weiteren 30 Minuten Verlängerung noch 0:0 stand.

1957 bis 1963nicht teilgenommen
1965 in Tunesien4. Platz
1968 in ÄthiopienVorrunde
1970 in Sudannicht qualifiziert
1972 in Kamerunnicht qualifiziert
1974 in Ägyptennicht qualifiziert
1976 in Äthiopiennicht qualifiziert
1978 in Ghananicht qualifiziert
1980 in Nigerianicht teilgenommen
1982 in Libyennicht qualifiziert
1984 in der Elfenbeinküstenicht qualifiziert
1986 in ÄgyptenVorrunde
1988 in Marokkonicht qualifiziert
1990 in Algerien4. Platz
1992 im SenegalViertelfinale
1994 in TunesienViertelfinale
1996 in Südafrikanicht qualifiziert
1998 in Burkina Fasonicht qualifiziert
2000 in Ghana und NigeriaViertelfinale
2002 in Mali2. Platz
2004 in TunesienViertelfinale
2006 in Ägypten4. Platz
2008 in GhanaVorrunde
2010 in Angolanicht qualifiziert
2012 in Gabun und ÄquatorialguineaVorrunde
2013 in Südafrikanicht qualifiziert
2015 in ÄquatorialguineaVorrunde
2017 in GabunViertelfinale
2019 in Ägypten2. Platz
2022 in KamerunAfrikameister
2024 in der ElfenbeinküsteAchtelfinale
2025 in Marokko2. Platz

Afrikanische Nationenmeisterschaft

  • 2009 – 4. Platz
  • 2011 – Vorrunde
  • 2014 – nicht qualifiziert
  • 2016 – nicht qualifiziert
  • 2018 – nicht qualifiziert
  • 2021 – nicht qualifiziert
  • 2023 – 1. Platz
  • 2025 – 3. Platz

Westafrikameisterschaft

Fußballmeisterschaft des südlichen Afrika

  • 2021: 2. Platz (Gastmannschaft)
  • 2022: 3. Platz (Gastmannschaft)
  • CEDEAO-Cup
    • 1977 & 1983 – nicht teilgenommen
    • 1985 – 1. Platz
    • 1987 – 3. Platz
    • 1990 – 2. Platz
    • 1991 – 2. Platz

Copa Amilcar

An dem Amílcar-Cabral-Cup, dem Turnier für westafrikanische Nationalmannschaften, nahm Senegal immer teil, seitdem sie 1979 das erste Mal ausgetragen wurde. Eine Ausnahme bildet hier 2001, als die U23 des Landes das Turnier in Kap Verde spielte und gewann.

Der Senegal konnte die Amílcar-Cabral-Cup bereits 8-mal gewinnen (1979, 1980, 1983, 1984, 1985, 1986, 1991, 2001), häufiger als jedes andere Team Westafrikas.

Sonstige Turniere

  • African Games
    • African Games 1987 – Vorrunde

Seit 1991 sind die African Games ein U23-Turnier; die senegalesische Mannschaft nahm bisher nur 2003 daran teil und schied in der Vorrunde aus.

Bilanz gegen deutschsprachige Länder

Weitere Informationen Datum, Ort ...
DatumOrtHeimmannschaftResultatGastmannschaft
1.31. Mai 2018LuxemburgLuxemburg Luxemburg0:0Senegal Senegal
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Gegen Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz gab es bisher keine Begegnungen.

Trainer

Nach der Unabhängigkeit des Senegal (1960) baute Raoul Diagne, der dort als „Vater des nationalen Fußballs“ angesehen wird, die Nationalelf auf und führte sie bis mindestens 1963.[7]

Spätere Nationaltrainer waren:

Siehe auch

Einzelnachweise

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