Tage, die es nicht gab
österreichische Fernsehserie (2022)
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Tage, die es nicht gab ist eine österreichische Fernsehserie mit Franziska Weisz, Diana Amft, Jasmin Gerat und Franziska Hackl. Regie führten Anna-Katharina Maier und Mirjam Unger, das Drehbuch schrieb Mischa Zickler.
| Fernsehserie | |
| Titel | Tage, die es nicht gab |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Genre | Drama |
| Länge | 48 Minuten |
| Episoden | 16 in 2 Staffeln |
| Produktionsunternehmen | MR Film |
| Regie | |
| Drehbuch | Mischa Zickler |
| Produktion | |
| Musik | David Reichelt |
| Kamera |
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| Schnitt | Manuel Reidinger, Benedikt Rubey |
| Erstausstrahlung | 10. Okt. 2022 auf ORF 1 |
| Besetzung | |
1. Staffel:
2. Staffel:
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Im Mittelpunkt beider Staffeln stehen die vier Freundinnen Miriam, Doris, Inès und Christiane, die sich seit ihrer Kindheit kennen und zusammen eine Eliteschule besucht haben. Ausgangspunkt jeder Staffel ist der Tod eines Mitglieds der Eliteschule, es werden aber auch die Familienverhältnisse der vier Freundinnen und deren weitere Entwicklung beleuchtet.
Handlung
Staffel 1
Folge 1 und 2
Miriam, Doris, Inès und Christiane sind seit ihrer gemeinsamen Schulzeit an der Eliteschule Sophianum miteinander befreundet.
Miriam Hintz ist Staatsanwältin und Mutter dreier Kinder. Sie hat eine Affäre und möchte sich von ihrem Mann, dem Gerichtspräsidenten Joachim Hintz, trennen. Speditionsleiterin Doris Hauke, die mit Sebastian, einem Fernsehkoch, eine Tochter, Sarah, hat, wird von ihrer Mutter Berta Hauke beherrscht. Inès Lemarchal ist nach einigen Jahren in Paris wieder in den Nobelort Zollberg zurückgekehrt und hofft, dass sich ihr Sohn Olivier, der ein Drogenproblem hat, dort wohlfühlt. Christiane Boj ist Schriftstellerin und hat mit ihrem Mann Filip den Verlust ihres Sohnes Balthasar zu verarbeiten.
Der Direktor des Sophianums war Paul Paulitz. Er drangsalierte seine Schüler, um ihnen Disziplin und Corpsgeist beizubringen, und war überzeugt, damit das Richtige zu tun. Versager waren ihm ein Dorn im Auge, für sie war kein Platz an seiner Schule: „Hier am Sophianum bilden wir keine Opfer aus!“ Dabei trieb er den kleinen Balthasar Fischer, der sich nach einer Demütigung durch Paulitz aus dem Fenster stürzte, in den Selbstmord. Zwei Tage nach diesem Unglück ist Paulitz selbst tot; nach offizieller Darstellung hat er sich von einer Staumauer in den Tod gestürzt.
Drei Jahre später wird dieser Fall wieder aufgerollt, als Paulitz’ Schwester Innenministerin ist. Majorin Elfriede Grünberger und ihr Kollege Lukas Leodolter tauchen in Zollberg auf, um zu untersuchen, was damals wirklich geschah und wie und warum Paulitz tatsächlich ums Leben kam. Miriam war vor drei Jahren die zuständige Staatsanwältin, die noch vor Eintreffen der Kriminalpolizei am Tatort die Obduktion der Leiche von Paulitz angeordnet hat. An der Spedition Hauke war auch Paulitz über eine Treuhandkonstruktion beteiligt.
Auch die vier Freundinnen hatten an der Eliteschule gelitten und sich damals geschworen, ihre Kinder nie in diese Schule zu schicken. Und dennoch fahren sie jetzt ihren Nachwuchs mit ihren teuren SUVs täglich dorthin.
Folge 3 und 4
Paulitz’ Witwe sagt den Ermittlern Grünberger und Leodolter, dass ihr Mann in einem Testament vor 20 Jahren eine Million österreichische Schilling an eine Gerlinde Bauer vererbt habe, die nach der Testamentseröffnung nicht habe ausfindig gemacht werden können. Doris Hauke findet heraus, dass ihre Mutter Paulitz vor rund dreißig Jahren Anteile an der Firma übertragen hat. Außerdem erfährt Doris von Miriam, dass es sich bei Gerlinde Bauer um Miriams Mutter handelt.
Christiane Boj, ehemals Fischer, löscht ihr fast vollendetes Romanmanuskript im Computer und vernichtet damit die Arbeit von drei Jahren. Nachdem Berta in der Spedition weiterhin die Fäden zieht und sich weigert, ihre Anteile an Tochter Doris zu überschreiben, kündigt diese ihr spontan. Der Streit zwischen Miriam und Joachim um das Sorgerecht für die Kinder endet vor Gericht. Joachim findet heraus, dass sie ihn mit dem Studenten Maximilian Kögler betrogen hat. Es gelingt ihm, Miriam als psychisch labil und unzuverlässig darzustellen; die Kinder entscheiden sich dafür, bei ihrem Vater zu wohnen.
Laut dem Nachfolger von Direktor Paulitz war Balthasars Suizid nicht der einzige an der Schule; es gab einige. Darunter befand sich auch eine Martha Bauer, die sich 1997 das Leben nahm. Grünberger und Leodolter vermuten eine Verwandtschaft Marthas mit Gerlinde Bauer. Leodolter findet heraus, dass Martha Bauer Miriams Schwester und Gerlindes Tochter war.
Folge 5 und 6
Christiane beginnt wieder an ihrem Roman zu schreiben, nachdem ihr Mann eine Kopie des Entwurfs gerettet hat. Ihr Nachbar Olivier, Inès’ Sohn, sucht die Nähe zu Christiane.
Grünbergers und Leodolters Ermittlungen drohen eingestellt zu werden, nachdem sie bislang keine wesentlichen neuen Erkenntnisse geliefert haben. Martha Bauer hatte sich 1997 nach einer Auseinandersetzung mit Paulitz vom Paulsdamm gestürzt, dort, wo er selbst einige Jahre später ums Leben kam. Der letzte Eintrag in seinem Kalender war „S.“ Den Ermittlern ist unklar, wofür der Buchstabe steht. Sie vermuten, dass sich Paulitz mit einer Person namens „S.“ am Paulsdamm treffen wollte. Laut der Innenministerin kam der Auftrag, die Untersuchungen nochmals aufzunehmen, nicht von ihr.
Grünberger findet bei Olivier Drogen, die sie beschlagnahmt. Für eine Rückgabe erwartet sie von ihm, herauszufinden, welche der vier Freundinnen zum Zeitpunkt des Todes von Paulitz wo bzw. mit wem zusammen war. Miriam vermisst ihre Kinder und holt sie heimlich von deren Vater Joachim zu sich. Doris überzeugt Miriam, die Kinder wieder zurückzubringen, da dies illegal sei und zu weiteren Komplikationen führen würde. Außerdem konfrontiert sie Miriam damit, dass sie anhand der Telemetriedaten ihres Fahrzeugs herausgefunden hat, dass sie an Paulitz’ Todestag zweimal am Paulsdamm gewesen ist. Die Ermittler wiederum finden heraus, dass Miriam ein zweites Mobiltelefon hat, und können nun beweisen, dass Miriam zur Tatzeit am Tatort war. Miriam bestreitet allerdings, etwas mit dem Tod von Paulitz zu tun zu haben.
Folge 7 und 8
Laut Berta Hauke besaß Direktor Paulitz deshalb Anteile an ihrer Firma, weil Tochter Doris ohne Bestechung die Prüfungen am Sophianum nicht bestanden hätte. Doris’ frühere Lehrerin bestreitet Bertas Aussage und behauptet, Noten stets korrekt nach den Leistungen des Mädchens vergeben haben. Aufgrund des andauernden Konflikts mit ihrer Mutter sucht sich Doris ein neues Betätigungsfeld und überhäuft ihren Mann, den Fernsehkoch, zu seinem Leidwesen mit neuen Ideen. Er fordert sie genervt auf, den Konflikt mit der Mutter endlich zu klären.
Nachdem sich Olivier Lemarchal mit dem Direktor des Sophianums einen Machtkampf geliefert hat, wird er vom Schulbesuch suspendiert. Der Direktor hält die lapidare Aussage Oliviers, „... und ihr wundert euch, wenn man euch den Paulsdamm hinunterwirft“, für ein Eingeständnis des Jungen, Paulitz ermordet zu haben, und meldet dies den Ermittlern Grünberger und Leodolter. Miriam ist mittlerweile zu Joachim zurückgekehrt, da sie angesichts der Ermittlungen im Fall Paulitz nicht die Kraft aufbringt, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen. Sie zeichnet jedoch per Funkkamera heimlich eine Situation auf, in der Joachim den Kindern mit Selbstmord droht, wenn sie zu ihrer Mutter zurückkehrten. Die Kinder wären schuld, wenn ihre kranke Mutter stürbe. Miriam droht Joachim, mit den Aufnahmen zur Polizei zu gehen; im Streit fährt sie ihm mit dem Reifen ihres Pkw über den Fuß. Joachim willigt in die Scheidung ein und verzichtet auf das Sorgerecht für die Kinder; als Gegenleistung verlangt er von Miriam, das Video zu löschen, damit sie seinen Ruf nicht zerstören kann. Miriam geht auf die Forderung ein.
Christiane veröffentlicht ihren Roman, an dem sie drei Jahre gearbeitet hat. Inès und Etienne setzen Olivier zum 18. Geburtstag vor die Tür; sie haben beschlossen, dass sie für den volljährigen Sohn, der ständig zu Problemen führte, Familienglück nicht zuließ und ständig gegen sie opponierte, nicht mehr verantwortlich sind. Olivier findet daraufhin bei Sarah, Doris’ Tochter, Unterschlupf. Christiane und Sebastian machen den Eltern von Olivier deswegen Vorwürfe. Miriam wird wegen ihres Sohnes Moritz in die Schule gerufen; nach Aussage der Schulärztin hatte er wegen einer schlechten Note eine Panikattacke.
Berta wird nach einem Treppensturz ins Krankenhaus eingeliefert. Da sie glaubt, sie werde sterben, erklärt sie Doris, sie habe Paulitz vom Paulsdamm hinuntergestoßen, und möchte ihr die Firma überschreiben. Majorin Grünberger glaubt Berta nicht, dass sie Paulitz ermordet hat. Stattdessen unterstellt sie der Innenministerin, die Mörderin ihres Bruders zu sein, denn in der Liste ihrer Telefonate ist eine Kontaktaufnahme mit dem Bruder nachweisbar, der kurz vor der Tat stattgefunden haben soll; dieser Eintrag ist jedoch aus den Akten der Staatsanwaltschaft entfernt worden. Anhand alter Jahrbücher des Sophianums finden die Ermittler heraus, dass sich die Innenministerin früher Sissy Paulitz nannte; das „S.“ in Paul Paulitz’ Kalender könnte somit für „Sissy“ gestanden haben. Martha Bauer war Sissy Paulitz’ Nachhilfeschülerin, und diese hatte Marthas Suizid nicht verhindern können. Grünberger glaubt, mit der DNS-Probe vom Tatort die Innenministerin endgültig überführen zu können.
Olivier sucht in Salzburg eine Klinik für Drogenentzug auf. Um das Geld für die Behandlung bittet Sarah ihre Großmutter, die sich selbst aus dem Krankenhaus entlässt. Christiane und ihr Mann Filip beschließen, ihr Haus zu verkaufen und aus Zollberg wegzuziehen, um sich endlich von den Gedanken an den toten Sohn, zu befreien. Miriam gibt gegenüber Majorin Grünberger an, sich an die Tage des Todes von Marta, Balthasar und Paul Paulitz nicht erinnern zu können – als seien es „Tage, die es nicht gab“.
Staffel 2
Folge 1 und 2
Miriam heißt nach der Scheidung von Joachim mit Nachnamen wieder Bauer und hat einen neuen Freund, Arvid. Christiane und Filip sind Eltern einer kleinen Tochter. Nachdem Sarah Hauke in ihrem Zimmer eine blutüberströmte weibliche Leiche gefunden hat, ruft Doris ihre Freundin, die Staatanwältin Miriam, an, die Bezirksinspektor Lukas Leodolter informiert, der die Ermittlungen übernimmt. Majorin Grünberger ist zwar mittlerweile im Ruhestand, unterstützt Leodolter jedoch.
Bei der Toten handelt es sich um Emily Wagenthein, die bei Miriam und Christiane Babysitterin und seit einem Jahr Schülerin am Sophianum war. Emily hatte einen Schlüssel zur Eingangstür der Haukes bei sich. Allerdings fehlt laut Doris kein Schlüssel, nur die Mutter von Doris, Berta Hauke, die Beiratsvorsitzende am Sophianum ist, besitzt einen weiteren Schlüssel. Berta behauptet, diesen in ihrem Büro im Sophianum aufbewahrt zu haben. Als sich herausstellt, dass er dort verschwunden ist, gibt sie an, ihn Doris zurückgegeben zu haben.
Von Berta erfährt Leodolter, dass Emily und Olivier, der Sohn von Inès Lemarchal, ein Liebespaar waren. Inès hatte seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu Olivier. Olivier kann sich nicht erinnern, wo er zur Tatzeit war. Nach einem DNS-Abgleich wird Olivier vorübergehend festgenommen. Allerdings fehlt ein plausibles Motiv für seine Tat. Laut Gerichtsmedizin war Emily schwanger. Kurz vor ihrem Tod war Emily noch beim Begräbnis der Schulsekretärin Adele Branco. Emily war Initiatorin einer Bürgerinitiative gegen Zollberg Water, deren Generaldirektorin Doris ist. Doris hätte damit zwar ein Motiv, aber sie hat für die Tatzeit ein Alibi.
Doris wirft ihren Mann Sebastian aus dem Haus, als sich herausstellt, dass er im Gegensatz zu ihr kein Alibi für die Zeit hat, bevor sie Emilys Leiche fanden. Sie glaubt nicht an seine Erklärung, dass er einen Umweg gefahren sei, ehe er nach Hause kam. Grünberger erwirkt Oliviers Entlassung, um seine weitere Spur mit einer Smartphone-App verfolgen zu können. Olivier sucht bei Christiane Unterschlupf.
Folge 3 und 4
- Folge 3
Sebastian kehrt zu Doris zurück, um ihr zu gestehen, dass er auf der Veranstaltung kurz vor Emilys Ermordung Nina gesehen hat, eine Praktikantin, die ihm an seinem Arbeitsplatz im Fernsehstudio assistiert und zugleich eine Freundin Sarahs ist. Sebastian fühlt sich von Nina verfolgt. Miriam überprüft das Navigationsgerät von Sebastians Pkw, findet jedoch keine zuletzt gespeicherten Ziele.
Olivier ist weiter bei Christiane untergetaucht. Auf ihre Frage, ob er irgendetwas mit dem Tod von Emily zu tun hat, reagiert er gereizt. Er kann sich zwar an den Tag nicht erinnern, weil er damals Drogen eingenommen hatte, doch hatte er offensichtlich keinen Grund, seiner Freundin etwas anzutun. Filip, Christianes Mann, möchte, dass Olivier aus der Wohnung verschwindet. Olivier stellt darauf Christiane die Frage, ob ihr Mann eigentlich weiß, dass er nicht der Vater ihres Kindes ist. Olivier hatte eines Abends in der ersten Staffel, als Christiane sich einsam und verzweifelt fühlte, ein Döschen mit seinem Sperma auf ihren Nachttisch gestellt, nachdem es ihr und Filip nicht gelungen war, nach dem Verlust ihres Sohnes erneut ein Kind zu zeugen.
Doris vermutet, dass ihr Sarah den Ersatzschlüssel zum Haus der Haukes gestohlen hat. Leodolters Auswertung der Videoüberwachung eines Nachtclubs ergibt, dass Olivier zur Tatzeit in dem Club war und somit als Mörder nicht in Frage kommt. Die verstorbene Sekretärin Branco hatte mit Berta Hauke, der Beiratsvorsitzenden des Sophianums, ein Treffen geplant, bei dem es um das spätere Mordopfer, Emily Wagenthein, hätte gehen sollen. Christiane wirft Inès vor, den eigenen Sohn im Stich zu lassen, und meint, dass sich die Freundinnen Miriam, Christiane und Doris nunmehr nur noch zu dritt treffen sollten. Sarah gibt zu, den Hausschlüssel für Olivier vor dem Haus versteckt zu haben. Von dort ist er allerdings verschwunden.
- Folge 4
Christiane denkt darüber nach, Filip zu verlassen, weil sie sich in Arvid verliebt hat. Miriam findet heraus, dass Inès Oliviers Zeugnisse aus Paris, dem früheren Wohnort der Familie, gefälscht hatte, damit er in das Sophianum aufgenommen werden konnte. Emily hatte davon gewusst, und Inès hatte damit ein Mordmotiv. Auch Adele Branco hatte herausgefunden, dass Oliviers Zeugnisse gefälscht waren; Direktor Hammbacher jedoch wollte dies vertuschen, um Aufsehen zu vermeiden. Als Emily an das Sophianum wechseln wollte, ihr jedoch das Stipendium, das sie dafür benötigt hätte, von der Schule verwehrt wurde, erhielt sie finanzielle Unterstützung von Berta Hauke.
In der Zeitung erscheint ein Bericht, wonach Fernsehkoch Sebastian Hauke verdächtigt wird, eine Mitarbeiterin sexuell missbraucht zu haben. Gegenüber Doris bestreitet er dies – er habe Nina nicht vergewaltigt; vielmehr sei sie es gewesen, die ihn bedrängt habe, und nicht umgekehrt. Den Zeitungsartikel hatte zehn Wochen zuvor Emily geschrieben, doch hatte Nina seine Veröffentlichung später nicht mehr gewollt. Nach Emilys Ermordung wurde er trotzdem veröffentlicht. Außerdem hat sie einen weiteren Artikel zu einem anderen Thema geschrieben, der noch nicht veröffentlicht ist.
Die Ermittlungen ergeben, dass Emily nicht von Olivier schwanger war, sondern von jemand anderem. Auch Olivier stellt diesbezüglich Nachforschungen an. Inès wird im Verlag gekündigt, daraufhin versucht sie, dessen Autoren abzuwerben und einen eigenen Verlag zu gründen. Zwischen Inès und ihren drei Freundinnen kommt es wieder zu einer Annäherung.
Folge 5 und 6
- Folge 5
Inès ist weiterhin überzeugt, dass ihr schwieriger Sohn Olivier Emily umgebracht hat, obwohl er ein Alibi und kein Motiv hat. Zudem befürchtet sie, dass irgendwann die Fälschung seiner Pariser Zeugnisse auffliegt. Nina Danz, Sebastians Praktikantin, gibt an, dass er in der Zeit unmittelbar vor Emilys Ermordung bei ihr gewesen sei, und verrät Grünberger und Leodolter, dass Emily und Filip Boj eine Affäre hatten; daher könnte Emily von Filip schwanger gewesen sein. Filip bestreitet, eine sexuelle Beziehung mit Emily gehabt zu haben, doch einen DNA-Test verweigert er.
Doris beschließt, Sebastian zu glauben und mit ihm gemeinsam die mediale Schlammschlacht, in die er seit der Veröffentlichung von Emilys Artikel verwickelt ist, durchzustehen und dagegen anzukämpfen. Mit juristischer Unterstützung von Joachim will Sebastian Nina verklagen. Während Joachim weiterhin auf Versöhnung mit seiner Ex-Frau Miriam aus ist, ist diese verzweifelt, weil er bei den Kindern trotz seiner früheren Taten weit beliebter zu sein scheint als sie. Miriam hatte sich für den Posten der Oberstaatsanwältin beworben, kam jedoch nicht in den Dreiervorschlag. Später findet sie heraus, dass Joachim in der Auswahlkommission saß. Offenbar hat er gegen sie gestimmt.
- Folge 6
Als Christiane nach Hause kommt, findet sie Filip blutverschmiert mit einem Messer in der Hand. Grünberger und Leodolter ermitteln, dass die Zeugnisse Oliviers gefälscht waren, aber Direktor Hammbacher bestreitet, davon gewusst zu haben, und behauptet, seine Sekretärin Branco hätte es ihm gesagt, wenn sie es herausgefunden hätte. Filip findet in der Wohnung eine Kappe Emilys, die sie am Tag ihres Todes trug. Laut Christiane hat er die Kappe in die Wohnung mitgebracht. Filip gesteht Christiane, mit Emily geschlafen zu haben.
Etienne findet heraus, dass sein Sohn Olivier rückfällig geworden ist und Heroin konsumiert. Nach dem Tod Emilys gebe es für ihn niemanden, für den es sich lohne, noch clean zu sein, sagt Olivier. Von der Personalvertreterin erfährt Miriam, dass sich Joachim in der Auswahlkommission für befangen erklärt und somit nicht gegen sie gestimmt hat.
Folge 7 und 8
- Folge 7
Von der Krankenpflegerin Gunilla erfahren die Ermittler, dass Adele Branco Emily einen Brief hinterlassen hat. Der Brief wird später von Olivier gefunden, er bringt ihn den Ermittlern. Filip möchte von Christiane wissen, ob er der biologische Vater ihrer Tochter ist. Sie gesteht, dass das Kind von Olivier ist, weil sie mit Filip kein Kind bekommen konnte. Filip beendet darauf die Beziehung mit Christiane und verlässt sie.
Etienne geht zurück nach Paris, während Inès in Zollberg bleibt. Vor Gericht im Prozess gegen Sebastian verweigert Nina die Aussage. Nach der Verhandlung kommt Doris zu Nina, weil sie glaubt, dass es Leute gibt, die ihr helfen können. Nina erwidert, dass Sebastian einen Leberfleck am Penis habe, was beweist, dass sie mit Sebastian zusammen war. Auf die Frage, warum sie im Prozess geschwiegen habe, antwortet sie, dass ihr Joachim mit rechtlichen Schritten und einer Klage auf Unterlassung und Schadenersatz in sechsstelliger Höhe gedroht worden sei.
Emily erhielt kurz vor ihrem Tod einen Anruf von einem Wertkartentelefon aus Deutschland. Dabei sprach sie über die Veranstaltung Wasser für Afrika und wunderte sich, dass der Anrufer nicht bei der Veranstaltung war. In dem Brief an Emily schrieb Adele, dass sie damals am Paulsdamm gewesen sei, als Direktor Paul Paulitz hinuntergestoßen wurde. Außerdem habe sie dort Miriam gesehen.
- Folge 8
Olivier erzählt seiner Mutter, dass er der Vater von Christianes Kind sei. Diese jedoch behauptet gegenüber Inès, dass Olivier nicht der Vater sei; allerdings habe Olivier ihr einmal eine Samenspende auf den Nachttisch gestellt. Joachim versucht Miriam wieder zurückzugewinnen, doch zeigt sie keinerlei Interesse, weil sie nun mit Arvid liiert ist. Auch Christiane möchte Filip zurück, der sie aber nicht mehr in seinem Leben haben möchte. Derweil ist Doris an keiner Aussöhnung mit ihrem Mann Sebastian interessiert.
Nachdem sie die Anrufprotokolle ihres Telefonanbieters durchgesehen hat, beschuldigt Miriam ihren Ex-Mann Joachim, Emily Wagenthein ermordet zu haben. Er bestreitet dies und gibt an, zur Tatzeit im Theater gewesen zu sein. Grünberger vermutet, dass er sich damit ein perfektes Alibi konstruiert hat. Laut Auskunft der Taxizentrale hat ein Mann unmittelbar nach Vorstellungsbeginn eine Fahrt vom Theater nach Zollberg bar bezahlt, die Personenbeschreibung passt auf Joachim Hinz.
Die Ermittler hören ein Gespräch zwischen Miriam und Joachim ab. Emily habe, so erklärt Joachim, nur Chaos nach Zollberg gebracht, denn sie habe veröffentlichen wollen, dass Miriam seinerzeit beobachtete, wer Direktor Paulitz vom Paulsdamm stieß. Joachim habe Miriam, die dies hätte melden müssen, schützen wollen und Emily getötet, damit diese schwieg und Miriams Karriere nicht beeinträchtigt würde. Olivier wollte ihm den Brief von Adele Branco verkaufen; sie trafen sich am Fluss, doch weil Olivier den Brief gar nicht hatte, schlug Joachim mit einem Stein auf ihn ein. Später wird Olivier von der Polizei, verletzt im Fluss liegend, aufgefunden.
Veröffentlichung
Die Erstausstrahlung der ersten Staffel erfolgte im ORF vom 10. bis zum 31. Oktober 2022 wöchentlich in Doppelfolgen, auf Flimmit wurde die Serie am 3. Oktober 2022 veröffentlicht.[1] Die ARD zeigte die erste Staffel ab dem 14. Februar 2023 im Ersten und veröffentlichte sie am 12. Februar 2023 in der ARD Mediathek.[2]
Die Erstausstrahlung der zweiten Staffel Tage, die es nicht gab – Tödliche Geheimnisse mit acht Episoden erfolgte ab dem 17. November 2025 in Doppelfolgen auf ORF 1 und die Veröffentlichung auf ORF ON jeweils 24 Stunden vorher.[3] In der ARD Mediathek wurde die zweite Staffel am 16. Januar 2026 veröffentlicht, die lineare Ausstrahlung im Ersten fand am 4. Februar 2026 statt.[4][5]
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten zur ersten Staffel fanden vom 15. Juni bis zum 3. September 2021 in Wien und Umgebung (unter anderem am Stausee Dobra) statt.[6]
Produziert wurde die Serie von der österreichischen MR Film (Produzenten Oliver Auspitz und Andreas Kamm[7]), beteiligt waren der ORF, der MDR und die ARD (Degeto Film).[1][6]
Die Kamera führten Josef Anton Mittendorfer und Sebastian Thaler, den Schnitt verantworteten Manuel Reidinger und Benedikt Rubey.[6]
Das Budget für die erste Staffel betrug rund sechs Millionen Euro.[8]
Im September 2023 vereinbarte der ORF Koproduktionen mit ARD und SRF in Höhe von 140 Millionen Euro, finanziert wurde unter anderem eine zweite Staffel von Tage, die es nicht gab.[9] Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel fanden von Mai bis September 2024 statt. Diese wurde von MR Film in Zusammenarbeit mit ORF und ARD Degeto, MDR, SWR, WDR, NDR, BR und RB produziert und mit Unterstützung von FISA+ und Film in Austria (ABA) hergestellt.[10][11]
Rezeption
Die Serie wird in der im Oktober 2025 erstmals ausgestrahlten 433. Folge Einfühlungskraft der ARD-Serie In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte thematisiert.[12]
Kritiken
- 1. Staffel
Astrid Ebenführer meinte auf DerStandard.at, dass dem ORF mit dem Big Little Lies auf Österreichisch ein recht großer Serienwurf gelungen sei. Die Serie sei ebenso Krimi wie interessantes Psychogramm spannender Frauenfiguren.[13]
Auch Isabella Wallnöfer lobte die Serie in der Tageszeitung Die Presse als gelungen. Manches erinnere an Friedrich Torbergs Der Schüler Gerber, gemobbt würde heute anders. Dennoch sei die Serie alles andere als antiquiert. Geschickt spiele die Serie mit Rückblenden und Erzählsträngen und halte damit die Aufmerksamkeit des Zuschauers bis zum Schluss.[14]
Martina Kalweit vergab auf tittelbach.tv 5,5 von 6 Sternen und bezeichnete die Produktion als „sehenswerte Studie mit Krimi-Touch und ohne übertriebene Sentimentalitäten“. Elegant verwoben und visuell einfallsreich erzählt, hielten sich Drama und subtile Komik die Waage. Sissy Höfferer steche aus der durchweg interessanten Besetzung heraus.[15]
Lilian Köhler lobte das Ensemble in der Süddeutschen Zeitung, allen voran Sissy Höfferer und Harald Krassnitzer. Die Serie sei ein „fein erzähltes Drama mit optimal dosierter Spannung, skurriler Komik und klug verflochtener Beziehungsgeflechte“ [sic] mit österreichischem Witz und Charme.[16]
Oliver Armknecht bewertete die Serie auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten; sie sei eine unterhaltsame Mischung aus Familiendrama und Krimi. Die Auflösung des Falls sei ernüchternd, viele Nuancen sollte man nicht erwarten. Ansonsten mache es aber Spaß, hier bis zum Schluss dranzubleiben.[17]
- 2. Staffel
Corinna Götz schrieb zum Start der zweiten Staffel auf the-spot-mediafilm.com, dass das klassische Whodunit-Szenario gewohnt virtuos zwischen den aktuellen Untersuchungen und den Tagen rund um den Tod der Schülerin wechsle. Die subtile Komik und auch das Understatement aller Schauspieler sorgten für die Bodenhaftung.[18]
Astrid Ebenführer befand auf DerStandard.at, dass Grünberger und Leodolter als handfestes, manchmal zu humoristisches Ermittlerduo ein Gegenpol seien zu den schwer greifbaren Charakteren der vier Frauen, zu denen sich zumindest in den ersten zwei Folgen vorerst wenig Nähe einstellen wolle. Die Frauen blieben seltsam fremd.[19]
Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de fünf von zehn Punkten. Wie in der ersten Staffel gebe es dabei eine Mischung aus Drama und Krimi. Das Ergebnis sei aber deutlich schwächer, wenn es zu oft in die Seifenoperabgründe gehe und kaum etwas nachvollziehbar sei.[20]
Einschaltquote
- 1. Staffel
Die ersten beiden Folgen wurden bei ORF-Erstausstrahlung im Oktober 2022 von durchschnittlich 519.000 bzw. 549.000 Zusehern verfolgt, der Marktanteil lag bei 18 bzw. 19 Prozent.[21][22]
Durchschnittlich erreichten die acht Episoden im ORF 502.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 18 Prozent. Eine Nachnutzung sieben Tage nach Erstausstrahlung in der TVthek erfolgte durch 111.000 (Folge 1) und je rund 90.000 Seher für die Folgen 2 und 3.[23]
Bei Erstausstrahlung im Ersten im Februar 2023 erreichten die ersten beiden Folgen 3,72 und 3,37 Millionen Menschen, die Marktanteile betrugen 14,1 und 13,4 Prozent.[24] In der ARD-Mediathek kam die Serie in den ersten drei Wochen ab dem Start auf mehr als neun Millionen Abrufe.[25] Die letzten beiden Folgen erreichten 2,42 und 2,41 Millionen Zuseher bei einem Marktanteil von jeweils 8,8 Prozent.[26] Insgesamt wurden die acht Folgen 2023 in der ARD Mediathek 13,2 Millionen Mal abgerufen, damit zählte diese hinter Babylon Berlin zu den Serien mit den meisten Abrufen.[27][28]
- 2. Staffel
Die Auftakt-Doppelfolge der zweiten Staffel verfolgten bei Erstausstrahlung am 17. November 2025 auf ORF 1 bis zu 446.000 Zuseher. Die erste Episode erreichte durchschnittlich 436.000 und die zweite Folge durchschnittlich 422.000 Personen. Der Marktanteil betrug jeweils 16 Prozent.[29] Im Schnitt sahen die acht Folgen der zweiten Staffel 411.000 Personen bei 15 Prozent Marktanteil.[30]
Auszeichnungen und Nominierungen
- Nominierung in der Kategorie Entdeckung männlich (Etienne Halsdorf)[31]
- Nominierung in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe (Franziska Weisz)[32]
- Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie TV/Stream (Anna-Katharina Maier und Mirjam Unger)[33]
55. Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung
- Nominierung in der Kategorie Fernsehfilm, inklusive Serien, Fiction, Doku-Fiction, Edutainment – Mischa Zickler (Drehbuch), Anna-Katharina Maier und Mirjam Unger (Regie)[34]
Weblinks
- Tage, die es nicht gab in der ARD-Mediathek. Sendungsseite, abrufbar bis 31. Juli 2026
- Tage, die es nicht gab bei MR Film
- Tage, die es nicht gab beim ORF
- Tage, die es nicht gab bei crew united
- Tage, die es nicht gab bei IMDb