Wanja Mues

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Wanja Mues (* 27. Dezember 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben

Mues ist ein Sohn des Schauspielers Dietmar Mues und Bruder der Schauspieler Woody und Jona Mues. Er besuchte das Gymnasium Corveystraße in Hamburg und absolvierte nach dem Abitur am Actors’ Studio MFA-Program at the School for Social Research sowie dem Robert Lewis Theatre Workshop in New York eine Schauspielausbildung. Er stand als Jugendlicher erstmals 1986 in dem ZDF-Mehrteiler Jokehnen vor der Kamera. 2002 folgte eine Rolle in der ARD-Vorabendserie Absolut das Leben, durch die Mues als Fernsehschauspieler bekannt wurde.

Mues übernahm im Fernsehen mehrere durchgehende Serienrollen, wiederkehrende Episodenrollen und auch Gastrollen. Von 2009 bis 2014 spielte er in der ZDF-Krimireihe Stubbe – Von Fall zu Fall den freischaffenden Fotografen Helge Kleinert, den Lebensgefährten der Stubbe-Tochter Christiane und Vater ihrer Tochter Caroline.[1] Von 2013 bis 2016 war er in der ZDF-Krimireihe Stralsund als Kriminalhauptkommissar Max Morolf zu sehen.[1]

Seit 2014 spielt er in der ZDF-Krimiserie Ein Fall für zwei an der Seite von Antoine Monot, Jr. den Privatdetektiv Leo Oswald.[1][2]

In dem historischen TV-Film Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben (2022) spielte er den „undurchsichtigen“ homosexuellen Kunsthändler Carl Solbach.[3][4] In den beiden Staffeln der österreichischen TV-Serie Tage, die es nicht gab, die im Oktober 2022 und im November 2025 jeweils erstausgestrahlt wurden, spielte er den aus Frankreich stammenden Ehemann der Verlagsangestellten Inès (Jasmin Gerat).[5] Die Rolle des Helge Kleinert übernahm er auch noch einmal im die TV-Reihe abschließenden Stubbe-Special Stubbe – Familie in Gefahr (2025).[6]

Daneben wirkte er in Kinoproduktionen mit, unter anderem in Gloomy Sunday von Rolf Schübel, in Der Pianist von Roman Polański, in Mein letzter Film von Oliver Hirschbiegel und 2007 in Yella[7] an der Seite von Nina Hoss.

Als Theaterschauspieler spielte Mues im April 2007 am Renaissance-Theater in Berlin in der Uraufführung des Stücks Männergespräche von Morten Feldmann.[8] Mues ist außerdem als Sprecher von Hörbüchern[9] tätig.

Mues engagiert sich für den Verein Orang-Utans in Not.[10] Er nutzt seine Prominenz, um auf die Folgen der Klimakrise aufmerksam zu machen. Privat verzichtet Mues sowohl auf das Auto als auch auf Flugreisen.[10]

Er lebt in Berlin, ist geschieden und hat zwei Söhne.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele/Hörbücher

Einzelnachweise

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