Takapuna
Ort in Auckland, Neuseeland
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Takapuna ist ein Vorort im North Shore von Auckland, Neuseeland. Der Vorort liegt auf einer Landenge zwischen der Shoal Bay, einem Arm des Waitematā Harbours, und dem Hauraki Gulf. Im Vorort befindet sich der Lake Pupuke, ein vulkanisches Maar und eine der ältesten Bildungen des Auckland Volcanic Fields. Beim Zensus 2023 hatte Takapuna 11.349 Einwohner; für Juni 2025 wurde die Bevölkerung auf 11.930 geschätzt.
| Takapuna | ||
| Geographische Lage | ||
| Koordinaten | 36° 47′ S, 174° 46′ O | |
| Region-ISO | NZ-AUK | |
| Staat | ||
| Region | Auckland | |
| Distrikt | Auckland Council | |
| Ward | North Shore Ward | |
| Ortsgründung | 1847 | |
| Einwohner | 11 930 (2025) | |
| Postleitzahl | 0622 | |
| Telefonvorwahl | +64 (0)9 | |
| Webseite | www.ilovetakapuna.co.nz | |
| Fotografie des Ortes | ||
Takapuna, North Shore City, Auckland | ||
Takapuna wurde im 13. oder 14. Jahrhundert von Tāmaki Māori besiedelt, die die Ressourcen des Lake Pupuke und einen Pōhutukawa-Hain namens Te Uru Tapu nutzten. 1847 ließen sich die ersten europäischen Siedler nieder. Ab den 1880er Jahren wurde das Gebiet ein beliebtes Ausflugsziel wohlhabender Aucklander Familien; in den 1910er Jahren förderte eine private Straßenbahn die Vorstadtentwicklung, und ab den 1930er Jahren entwickelte sich Takapuna zum Geschäftszentrum des North Shore. Nach der Eröffnung der Auckland Harbour Bridge 1959 gewann der Ort weiter an Bedeutung und wurde zum Verwaltungszentrum des North Shore.
Name
Der Name Takapuna bezieht sich auf eine Quelle bei Maungauika / North Head nördlich des heutigen Torpedo Bay Navy Museum in Devonport.[1] Der Überlieferung nach gab Hoturoa vom Migrationskanu (waka) Tainui der Quelle ihren Namen: Als das waka in der Torpedo Bay anlegte, trank die Besatzung von der Quelle, und Hoturoa benannte sie in Erinnerung an eine Quelle in seiner Heimat Hawaiki (Mangaia).[1] Während puna im Māori eine natürliche Quelle bezeichnet, ist die Bedeutung von taka in diesem Zusammenhang unklar; der Name wurde unter anderem als „Knoll Spring“, „Rock Spring“, „Cliff Spring“ oder „Falling Spring“ gedeutet.[1] Ursprünglich bezog sich der Māori-Name auf eine Süßwasserquelle, die vom Fuß des North Head in einen Sumpf hinter Cheltenham Beach floss.
Mit der Zeit bezeichneten Tāmaki Māori das weitere Gebiet um Maungauika / North Head und den North Shore als Takapuna.[1] Der Entdecker Jules Dumont d’Urville war 1833 der erste Europäer, der den Namen für das Gebiet nördlich von North Head verwendete.[2] In der frühen Kolonialzeit wurde der Name für die Parish of Takapuna verwendet, und der heutige Lake Pupuke hieß von den 1860er bis in die 1940er Jahre Lake Takapuna.[1] Von 1866 bis 1882 war das Gebiet als „Lake District“ bekannt, bevor der Name Takapuna offiziell angenommen wurde.[3] Da die südlich gelegenen Gebiete als Devonport bekannt wurden, war Takapuna schließlich geografisch von seiner namensgebenden Quelle getrennt.[1][2]
Geografie
Takapuna liegt auf einer Landenge zwischen dem Hauraki Gulf und der Shoal Bay, einer langen, schmalen Bucht des Waitematā Harbours.[4] Der Vorort grenzt an Hauraki im Südosten, Northcote im Südwesten, Hillcrest und Wairau Valley im Westen sowie Milford nördlich des Lake Pupuke. Südöstlich von Takapuna erstreckt sich eine etwa sechs Kilometer lange Halbinsel mit den Vororten Belmont und Devonport. Der höchste Punkt des Vorortes liegt 34 Meter über dem Meeresspiegel an der Killarney Street / The Terrace.[4]
Im Osten liegen zwei Strände: der Takapuna Beach im Süden, der über den Rangitoto Channel auf die Insel Rangitoto blickt, sowie weiter nördlich die Thorne Bay mit der Felsformation Black Rock an ihrer Nordspitze. Barrys Point ist eine Landspitze südlich der Esmonde Road, die in die Shoal Bay hineinragt.
Geologie
Der North Shore besteht überwiegend aus gehobenem Sandstein der Waitemata Group, der im frühen Miozän vor etwa 22 bis 16 Millionen Jahren am Meeresboden abgelagert wurde.[5] Im Gebiet von Takapuna liegt der Lake Pupuke, ein vulkanisches Maar und eine der ältesten bekannten Bildungen des Auckland Volcanic Fields, dessen Eruption auf etwa 193.200 Jahre vor heute datiert wird.[6] Westlich des Sees existierte ein kleiner Schlackenkegel, der während der europäischen Besiedlung abgebaut wurde.
Bei der Eruption des Lake Pupuke flossen zwei Lavaströme ostwärts durch das Gebiet, verbrannten die Vegetation und umschlossen die unteren ein bis zwei Meter der Baumstämme mit Lava. Die Lava erstarrte zu Basalt und bildete den Takapuna Fossil Forest, der vor etwa 7000 Jahren durch Küstenerosion freigelegt wurde.[7]
Vor der menschlichen Besiedlung dominierten Pōhutukawa-Bäume die Küstensäume des North Shore, während das Landesinnere ein von Kauri geprägter Mischwald aus Podocarpen und Laubbäumen war. Bis in die 1850er Jahre war Takapuna überwiegend von Mānuka-Buschland bedeckt, mit ausgedehnten, von Harakeke geprägten Küstenbereichen.
Geschichte
Besiedlung durch die Māori
Die Besiedlung der Region Auckland durch Māori begann um das 13. oder 14. Jahrhundert. Das Gebiet von Devonport-Takapuna gehörte zu den am frühesten besiedelten der Region und wird mit dem Tāmaki-Māori-Vorfahren Peretū in Verbindung gebracht. Toi-te-huatahi und seine Gefolgsleute ließen sich nieder und vermischten sich mit diesen frühen Bewohnern.[8]
Um das Jahr 1350 erreichte das Migrationskanu Tainui das Gebiet und legte an der Süßwasserquelle südwestlich von Maungauika / North Head an. Einige Besatzungsmitglieder, darunter Taikehu, blieben dauerhaft und vermählten sich mit den Bewohnern des North Shore.[1] Kāinga (Siedlungen) verteilten sich über das weitere Gebiet von Takapuna, geschützt durch Pā bei Castor Bay (Te Rahopara o Peretū) im Norden sowie Takarunga / Mount Victoria und Maungauika / North Head im Süden. Die Nachkommen dieser Menschen identifizierten sich später als Ngā Oho und Ngāi Tai ki Tāmaki.[8]
Vermutlich im 17. Jahrhundert wanderte der Krieger Maki vom Kawhia Harbour in die Region Auckland und einte zahlreiche Tāmaki-Māori-Stämme als Te Kawerau ā Maki, darunter jene des North Shore. Nach Makis Tod besiedelten seine Söhne verschiedene Gebiete; sein jüngerer Sohn Maraeariki ließ sich am North Shore und an der Hibiscus Coast nieder. Dessen Tochter Kahu ist Namensgeberin des North Shore, Te Whenua Roa o Kahu („Das große Land der Kahu“). Viele Iwi des North Shore – darunter Ngāti Manuhiri, Ngāti Maraeariki, Ngāti Kahu, Ngāti Poataniwha, Ngāi Tai ki Tāmaki und Ngāti Whātua – führen ihre Abstammung auf Kahu zurück.[8]
Im 17. Jahrhundert griff Ngāti Pāoa die Siedlungen am Waitematā Harbour an und vermischte sich später mit den Te Kawerau ā Maki und Ngāi Tai des südlichen North Shore. Während der Stammeskriege mit Ngāpuhi wurde das Pā bei Maungauika / North Head 1793 belagert. In den frühen 1820er Jahren flohen die meisten Māori des North Shore wegen der Bedrohung durch Kriegszüge während der Musketenkriege in die Waikato-Region oder nach Northland.
Lake Pupuke und Mythologie
Der Lake Pupuke war für die Tāmaki Māori des North Shore von großer Bedeutung. Er diente als Süßwasserquelle; sein Name Pupuke Moana („überfließendes Meer“) verweist darauf, dass Süßwasser regelmäßig aus dem See zum Meer hin abfloss. Aus dem See wurden Aale und Muscheln gewonnen, angelockte Vögel gefangen und Harakeke für Textilien geerntet. Am Nordufer befand sich ein Hain aus Karaka-Bäumen, der vermutlich der Nahrung und medizinischen Zwecken diente.[5]
Takapuna ist Schauplatz der Überlieferung Te Riri a Mataaho („Der Zorn des Mataaho“), einer traditionellen Erzählung (pūrākau) der Ngāi Tai ki Tāmaki über die Entstehung des Lake Pupuke und der Felsformationen Ngā Mahanga („Die Zwillinge“) am Takapuna Beach. Zwei Tipua (Kinder des Feuergottes Mataaho), Matakamokamo und seine Frau Matakerepo, lebten auf einem Berg am heutigen Lake Pupuke. Bei einem heftigen Streit erlosch ihr Feuer; Matakamokamo verfluchte die Feuergöttin Mahuika. Erzürnt bat Mahuika den Gott Mataaho um Strafe. Mataaho zerstörte den Berg, an dessen Stelle der See entstand, und ließ zugleich den Berg Rangitoto aufsteigen, auf den das Paar floh. Die Zwillingskinder des Paares wurden zu Stein und blieben als Felsformationen am südlichen Takapuna Beach erhalten.[9]
Nördlich des Takapuna Beach liegt mit Te Uru Tapu ein Wāhi tapu (heilige Stätte) – ein Hain aus Pōhutukawa-Bäumen, der von Tāmaki Māori für Bestattungszeremonien genutzt wurde. Im Rahmen traditioneller Bestattungspraktiken wurden die Toten in Flachsmatten gehüllt sitzend in die Bäume gesetzt und nach dem natürlichen Verwesen bestattet.[10] Anfang der 2000er Jahre errichtete der North Shore City Council einen Steg durch den Hain; im Juni 2018 wurde der Zugang wegen herabfallender Äste gesperrt und nach Beratungen des Auckland Council mit sieben Iwi nicht wieder geöffnet.[10] 2021 vergifteten und fällten Vandalen zahlreiche Bäume des Hains, darunter Karo, Karaka, Nīkau-Palmen und Tōtara; die Pōhutukawa blieben verschont.[11]
Europäische Besiedlung
Die ersten Landkäufe in Takapuna unternahmen Henry Taylor und Alexander Sparks im November 1839. Diese Verkäufe wurden später für ungültig erklärt; am 13. April 1841 erwarb die Krone Takapuna als Teil des Mahurangi-Blocks.[12] 1844 wurden Farmen versteigert, und 1847 trafen die ersten europäischen Farmer ein. Die frühen Siedler stammten überwiegend aus England, Schottland und Irland und legten Farmen rund um den See an. Angebaut wurden unter anderem Weizen, Mais, Gerste, Kartoffeln und Kūmara; die Höfe besaßen kleine Obstgärten mit Pflaumen, Äpfeln und Pfirsichen.
1849 erwarb die katholische Kirche Land in Takapuna, wo Jean-Baptiste Pompallier das St Mary’s College gründete – eine Schule und spätere Priesterseminar für Europäer und Māori.[5]
1852 (nach anderer Quelle 1851) übertrug die Krone dem Ngāpuhi-Häuptling Eruera Maihi Patuone rund 110 Acres Land südlich des Lake Pupuke bei Barry’s Point / Awataha, um Auckland gegen einen möglichen Angriff nördlicher Stämme abzuschirmen. Patuones Leute lebten bis in die 1880er Jahre dort. Er nannte seine Siedlung Waiwharariki („Wasser des Wharariki“) auf der Landzunge an der Shoal Bay, die heute von der Esmonde Road durchquert wird; sie umfasste einen Pfirsichgarten und ein Dorf mit zwanzig Hütten. Viele Ngāpuhi der Siedlung arbeiteten auf den Farmen am Lake Pupuke.[13]
1863 entstanden die ersten Parzellierungen, mit Villen am Ostufer des Lake Pupuke; die Straßen wurden nach berühmten Seen der Welt benannt.[3] Ein Fährdienst verkehrte ab Barry’s Point an der Shoal Bay, und 1863 entstand nahe der Anlegestelle das Takapuna Hotel.[2] Trotz der Langen Depression der 1880er Jahre wuchs die Gemeinde; Schafzucht gewann im Norden an Bedeutung, und Milchfarmen belieferten Auckland. 1880 wurde ein Postamt eingerichtet, 1883 folgte die St Peter’s Church.[5]
Aus Furcht vor einer russischen Invasion entstand in den 1880er Jahren südöstlich des Vorortes das Fort Takapuna. Der Lake Pupuke wurde zur wichtigsten Süßwasserquelle des North Shore: Devonport erhielt in den 1890er Jahren, Northcote 1906 Wasser; 1913 wurde am See ein Pumpenhaus zur Versorgung von Birkenhead errichtet.[5]
Tourismus und Entwicklung zum Vorort
Ab den späten 1880er Jahren entwickelte sich Takapuna zu einem Ausflugsziel, dessen Hauptattraktion zunächst der Lake Pupuke war. Steigender Tourismus veranlasste die Farmer, ihr Land zu parzellieren. Die frühesten Parzellierungen von Ackerland für die Vorstadtentwicklung waren das Anwesen „Hurstmere“ (1886) und das Anwesen „Pupuke“ (1889). Die Gebiete um Takapuna und Milford Beach sowie das Land um den Lake Pupuke wurden zu beliebten Orten für wohlhabende Geschäftsleute, die dort zunächst Sommerhäuser bauten und schließlich dauerhaft hierherzogen und mit der Fähre nach Auckland zur Arbeit pendelten.[5] Um 1900 verlor der See an Bedeutung zugunsten des Takapuna Beach; 1909 brannte das Lake Hotel ab und wurde durch das Mon Desir Hotel an der Strandpromenade ersetzt.[5]
1910 wurde eine private Straßenbahn eingerichtet, die Fahrgäste zur Fähre in Bayswater beförderte. Ortsansässige Geschäftsleute hatten sie zur Steigerung der Grundstückspreise vorgeschlagen und nach der Absage der Auckland Electric Tramways die Takapuna Tramways and Ferry Company Limited gegründet. Die Linie förderte die rasche Vorstadtentwicklung, wurde aber zunehmend unbeliebt und am 26. April 1927 nach 17 Jahren stillgelegt.[5] 1914 eröffnete in der Forester’s Hall an der Anzac Street ein Kino; in den 1920er Jahren legten chinesische Gärtner Marktgärten bei Barrys Point an.
In den 1930er Jahren wandelte sich Takapuna vom Ausflugsziel zum Wohnvorort Aucklands: Sommerhäuser wichen dauerhaftem Wohnraum, und der Ort entwickelte sich zum Geschäftszentrum des North Shore. Aus dieser Zeit stammen mehrere Gebäude wie das Hall’s Building, das Manona Building und die Strand Buildings.[14]
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Küstenbefestigungen angelegt. In den 1950er Jahren entstand bei Barrys Point ein Leichtindustriegebiet, 1953 wurde die Takapuna War Memorial Hall eröffnet, und am 19. Juli 1958 nahm das North Shore Hospital als erstes großes öffentliches Krankenhaus des North Shore den Betrieb auf.[5]
Jüngere Geschichte
Die Eröffnung der Auckland Harbour Bridge 1959 schuf eine Straßenverbindung zwischen dem North Shore und der Stadt Auckland und löste ein starkes Vorstadtwachstum aus.[5] Takapuna wurde Verwaltungszentrum von Takapuna City (1961) und später von North Shore City (1989). Große Einzelhändler – darunter Woolworths, Rendells und Milne & Choyce – zogen ins Geschäftszentrum; es folgte das Einkaufszentrum Shore City Shopping Centre.[5]
1962 wurde Takapuna Landungspunkt des Seekabels COMPAC, das Auckland über Suva (Fidschi) mit Vancouver (Kanada) verband und bis zum 7. Dezember 1984 in Betrieb war. 2000 landete am Takapuna Beach das Internet-Seekabel Southern Cross an, das Neuseeland mit Australien und den USA verbindet; 2021 wurde derselbe Standort für dessen Nachfolger Southern Cross NEXT genutzt.
1996 wurde das Bruce Mason Centre als Veranstaltungsort eröffnet. Ende der 1990er Jahre wurde die ehemalige Farm der Familie Smale zum Geschäftskomplex Smales Farm an der Autobahn umgebaut.[15]
Bevölkerung
Takapuna umfasst 4,55 km² und hatte für Juni 2025 eine geschätzte Bevölkerung von 11.930 Personen, was einer Bevölkerungsdichte von rund 2622 Einwohnern pro km² entspricht.
Beim Zensus 2023 hatte Takapuna 11.349 Einwohner – ein Plus von 12 Personen (0,1 %) gegenüber 2018 und von 801 Personen (7,6 %) gegenüber 2013. Es gab 5355 Männer, 5958 Frauen und 33 Personen anderen Geschlechts in 4707 Wohneinheiten. 13,5 % der Bevölkerung waren jünger als 15 Jahre, 17,6 % zwischen 15 und 29, 44,6 % zwischen 30 und 64 sowie 24,2 % 65 Jahre oder älter.[16]
Bei der ethnischen Zugehörigkeit (Mehrfachnennungen möglich) gaben 64,1 % europäische Abstammung, 5,2 % Māori, 2,3 % Pasifika, 31,7 % asiatische Herkunft, 3,7 % MELAA (Naher Osten, Lateinamerika, Afrika) und 1,7 % Sonstiges an. 46,7 % der Bevölkerung waren im Ausland geboren (landesweit 28,8 %). Englisch sprachen 93,7 %, Māori 0,9 %. Bei der Religion bezeichneten sich 36,4 % als christlich, während 50,9 % keiner Religion angehörten.[16]
Von den mindestens 15-Jährigen besaßen 42,7 % einen Hochschulabschluss; 20,4 % verdienten über 100.000 NZ$ jährlich (landesweit 12,1 %).[16]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2006 | 9.387 |
| 2013 | 10.548 |
| 2018 | 11.337 |
| 2023 | 11.349 |
Verwaltung
Die erste lokale Selbstverwaltung war der 1867 gegründete Lake Highway District (auch Takapuna Highway District). 1889 wurde das Straßengremium aufgelöst und Takapuna dem Waitemata County Council unterstellt.[5] Am 1. Juli 1913 entstand der Borough of Takapuna, nachdem 73 % der Wähler für die Unabhängigkeit vom Waitemata County gestimmt hatten. Erster Bürgermeister war Ewen Alison, zuvor Bürgermeister von Devonport.[17] 1954 wurde Castor Bay eingemeindet.
1961 wurde der Borough zur Takapuna City erhoben. Mit der Auflösung des Waitemata County 1974 kamen ländliche Gebiete wie Glenfield, Albany und Long Bay zu Takapuna City. 1989 ging Takapuna City in der North Shore City auf, die im November 2010 in den Auckland Council eingegliedert wurde.
Innerhalb des Auckland Council gehört Takapuna zum Gebiet Devonport-Takapuna, das vom Devonport-Takapuna Local Board verwaltet wird. Der Vorort liegt im North Shore Ward, der zwei Ratsmitglieder in den Auckland Council entsendet.
Bürgermeister (1913–1989)
Zwischen 1913 und 1989 hatte Takapuna elf Bürgermeister:
- Ewen Alison (1913–1914)
- William Blomfield (1914–1921)
- Arthur Mason Gould (1921–1924)
- James William Hayden (1924–1925)
- John Dugald Morison (1925–1927)
- Julius Williamson (1927–1931)
- John Guiniven (1931–1950)
- Douglas Sheath (1950–1956)
- Bill Henderson (1956–1965)
- Fred Thomas (1965–1986)
- Wyn Hoadley (1986–1989)
Kultur
Der Kurzgeschichtenautor Frank Sargeson zog 1931 in das Ferienhaus seiner Eltern in Takapuna und beherbergte regelmäßig Persönlichkeiten der neuseeländischen Literaturszene. Zu seinen Gästen zählte Janet Frame, die in einer Armeehütte auf seinem Grundstück ihren Debütroman Owls Do Cry (1957) schrieb.[5]
Das Stück The End of the Golden Weather (1960) des Takapuna-Bewohners Bruce Mason spielt in Takapuna und schildert die Ferienkultur der 1930er Jahre; 1991 entstand eine größtenteils vor Ort gedrehte Verfilmung von Ian Mune. Die TVNZ-Serie Go Girls spielte in Takapuna, ebenso die erste Staffel von The Block NZ. Shania Twain drehte 2003 ihr Musikvideo zu When You Kiss Me in Takapuna.
Persönlichkeiten
- Claire Ahuriri-Dunning – Dramatikerin
- Ewen Alison – Politiker, erster Bürgermeister von Takapuna
- William Blomfield – Karikaturist und Lokalpolitiker
- Henry Brett – Journalist und Bürgermeister von Auckland City
- Lisa Chappell – Schauspielerin (* 1968)
- David Goldie – Holzhändler und Bürgermeister von Auckland City
- Lorde – Sängerin (* 1996)
- Bruce Mason – Dramatiker
- Deborah Pullen – Fußballspielerin
- Winston Reid – Fußballspieler
- Frank Sargeson – Schriftsteller
- Keith Sinclair – Historiker
- Harry Sinclair – Filmregisseur
- Stephen Sinclair – Dramatiker und Drehbuchautor
- Pamela Stephenson – Fernsehpersönlichkeit, Psychologin, Komikerin
- Kody Nielson – Musiker und Produzent
Bildung
Die Westlake Boys High School und die Westlake Girls High School sind staatliche, nach Geschlechtern getrennte weiterführende Schulen (Jahrgänge 9–13) mit etwa 2757 bzw. 2301 Schülern (Stand Juli 2025). Die 1958 eröffnete Westlake High School wurde 1962 zur Westlake Girls High School, nachdem die Westlake Boys High School eröffnet worden war.
Das Rosmini College (Jungen, Jahrgänge 7–13, rund 1160 Schüler) und die St Joseph’s School (koedukativ, Jahrgänge 1–6, rund 440 Schüler) sind benachbarte staatlich integrierte katholische Schulen; Rosmini wurde 1962, St Joseph’s 1894 gegründet. Die Takapuna Normal Intermediate (koedukativ, Jahrgänge 7–8, rund 705 Schüler) wurde 1970 eingerichtet. Die Takapuna School (koedukativ, Jahrgänge 1–6, rund 361 Schüler) feierte 2004 ihr 125-jähriges Bestehen. Die wichtigste öffentliche weiterführende Schule der Gegend, die Takapuna Grammar School, liegt im südöstlich benachbarten Belmont.
Sport
Takapuna ist Heimat des Fußballvereins Takapuna AFC, der in der NRFL Division 1 spielt. Der Takapuna Rugby Football Club ist seit 1974 am Onewa Domain im benachbarten Northcote ansässig; zuvor spielte er am Taharoto Park in Takapuna.
Wirtschaft und Infrastruktur
Der Bereich um den Takapuna Beach ist ein Ausgeh- und Einkaufszentrum des North Shore mit zahlreichen Bars, Restaurants, Cafés und Geschäften. Das 1974 eröffnete Shore City Shopping Centre umfasst rund 14.900 m², 826 Parkplätze und 63 Geschäfte, darunter Farmers, New World Metro und Les Mills.
Die Takapuna Library besteht seit 1874; ihr heutiges Gebäude wurde 1989 errichtet. Sie unterhält ein lokalgeschichtliches Archiv mit einem Index lokaler Zeitungen, Fotografien, mündlicher Überlieferungen und historischem Material zu Takapuna.[18]
