Tetrabutylblei

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Tetrabutylblei ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Bleiorganyle.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Tetrabutylblei
Allgemeines
Name Tetrabutylblei
Andere Namen
  • Tetra-n-butylblei
  • Tetrabutylplumban
Summenformel C16H36Pb
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 1920-90-7
EG-Nummer 217-649-2
ECHA-InfoCard 100.016.046
PubChem 15978
Wikidata Q19756561
Eigenschaften
Molare Masse 435,66 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[1] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300310330360Df373410
P: 260301+310320361405501[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Über die Herstellung von Tetrabutylblei wurde 1925 von Richard Danzer berichtet. Im Gegensatz zu Tetramethylblei oder Tetraphenylblei bildet sich bei der Umsetzung der entsprechenden Grignard-Verbindung Butylmagnesiumchlorid mit Blei(II)-chlorid nicht Tetrabutylblei, sondern als Hauptprodukt das Hexabutyldiplumban (H9C4)3Pb—Pb(C4H9)3. Dieses kann durch Zugabe von Brom in Tributylbleibromid überführt und dann mit weiterem Butylmagnesiumchlorid zu Tetrabutylbei umgesetzt werden.[3]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Das 13C-NMR-Spektrum zeigt vier Signale für die Kohlenstoffatome, die mit zunehmendem Abstand vom Zentralatom wie folgt zugeordnet werden: 18,3 / 31,5 / 27,7 und 13,7 ppm. Das 1H-NMR-Spektrum weist für die Methyl-Gruppe ein Signal bei 0,9 und für die CH2-Gruppen Signale bei 1,0 – 2,0 ppm aus.[4]

Chemische Eigenschaften

Wie das homologe Tetraphenylblei reagiert auch Tetrabutylblei mit elementarem Schwefel bei Temperaturen über 125 °C explosionsartig unter Bildung von Dibutylsulfid und Bleisulfid:[5]

Einzelnachweise

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