Thüringer
westgermanischer Stamm ungeklärter Herkunft, wahrscheinlich von der Mittelelbe
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Die Thüringer (lateinisch Thuringi, Tueringi oder Thoringi) waren ein Stammesverband/Volksstamm im Wesentlichen germanischer Stämme, der seit dem Ende des 4. Jahrhunderts belegt ist und der Ende des 5. Jahrhunderts ein ausgedehntes Königreich zwischen Rhein, Elbe und Donau bildete. Auf dieses geht die Gebietsbezeichnung Thüringen zurück.

Etymologisches
Für die Etymologie der Bezeichnung Thüringer gibt es verschiedene Hypothesen. Die lange Zeit übliche Ableitung des Namens von den Hermunduren wie auch die Ableitung von den germanisch-keltischen Turonen wird inzwischen mehrheitlich in Zweifel gezogen.[1]
Heike Grahn-Hoek bringt den Namen der Thüringer in Verbindung mit den ostgermanischen Terwingi. Diese Verbindung zwischen den Namensformen Theruingi/Thuringi weise, so Grahn-Hoek, „genügend Wahrscheinlichkeit“ auf, um bisher ungeklärte Vorgänge zu den Thüringern besser zu verstehen.[2] Zur völkerwanderungszeitlichen Ethnogenese der Thüringer, ihres Königtums im Barbaricum, rekonstruiert Grahn-Hoek die Bildung eines multiethnischen thüringischen Großreiches, das sich vor 534 auf dem Weg befand, „eine Vormachtstellung in der rechtsrheinischen Germania zu gewinnen“.[3] Demnach, so der Mittelalterhistoriker Matthias Kälble, bezeichnete der Name Thüringen im Verlauf des 5. und frühen 6. Jahrhunderts auch Gebiete, deren Bewohner die thüringischen Könige anerkannten, ohne den Thüringern ethnisch zugehörig zu sein.[4]
Die Nachrichten der Autoren des 6. und 7. Jahrhunderts zu der Thoringia, der regio Thoringa, den termini Thoringorum oder der patria Thoringia bezogen sich auf ein großes Gebiet „vom Main und der oberen Donau bis über den Harz hinaus in den Süden des heutigen Niedersachsen und von der Elbe bis an den Rhein“. Der Begriff Thüringen wurde damit laut Heike Grahn-Hoek zu einem ethnographischen Sammelnamen, unter dem diejenigen gentes zusammengefasst wurden, die unter der Herrschaft der Thüringerkönige vereint waren. Die Kernregion der Thüringer hingegen stimmte in etwa bereits mit jenem Gebiet überein, das sich später zur Thuringia des Hochmittelalters entwickeln sollte.[5]
Neben und nach Grahn-Hoek hat Wolfgang Haubrichs auf Basis sämtlicher bekannter Überlieferungen für die Thüringer in der späten Antike und dem frühen Mittelalter eine Deutung vorgenommen.[6] Seine onomastisch-sprachwissenschaftliche Analyse – insbesondere der Schreibweisen mit der zugrundeliegenden Phonologie sowie der Morphologie – ergab, dass die Bezeichnung Thüringer zu einem germanischen Adjektiv thur- ‚stark, machtvoll, groß, reich’ mit einer Ableitung auf ing zu stellen ist. Sie sei damit jenen Völkernamen zuzuordnen, die die Stärke und die Größe der Stammesangehörigen betonten, wie dies auch bei Franken und Alamannen der Fall ist. Auch sei eine Etymologie von der Basis germanisch dur- ‚Hügel, Erhebung’ von Jürgen Udolph[7] sprachwissenschaftlich ebenso wenig möglich wie die vorgeschlagene Verbindung[8] des Namens der Thüringer mit den ostgermanischen Terwingi von Heike Grahn-Hoek.[9]
Zur Entstehung der Thüringer
Die Region nördlich des Thüringer Waldes und Erzgebirges – das Siedlungsgebiet der Naumburger Gruppe (300–60 v. Chr.) – war noch im zweiten Jahrhundert n. Chr. Ptolemaios[10] als „Heim der Teurier“ (Τευριοχαῖμαι, Teuriochaĩmai) bekannt.[11] Die Archäologen vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sehen damit erstmals eine hiesige archäologische Kultur mit einem antiken Volksnamen verbunden.[12]
Mit Beginn der Völkerwanderung tritt in Mitteldeutschland eine Bevölkerung in Erscheinung, die von archäologischer Seite als Niemberger Gruppe bezeichnet wird. Die Bestattungen dieser Gruppe erfolgten auf vorwiegend kleinen Gräberfeldern, auf denen die Toten in Körpergräbern meist einzeln beigesetzt wurden. Der elbgermanische Stamm der Langobarden, der mit den archäologischen Funden der Wahlitzer Gruppe in Verbindung gesetzt wird, siedelte zu dieser Zeit in der heutigen Altmark.
Der Stamm der Thüringer bildete sich vermutlich im dritten oder vierten Jahrhundert durch einen Zusammenschluss verschiedener germanischer Gruppen und Verbände heraus. Als Vorgängerformation wird heute die Haßleben-Leuna-Gruppe angesehen.[13] Es wird traditionell angenommen, dass einzelne Gruppen der Angeln, Warnen und anderer germanischer Stämme in das Gebiet der Mittelelbe einwanderten.[14] Diese Stämme verbündeten sich wahrscheinlich mit den Einheimischen zu einem neuen Stammesverbund der Thüringer, aus dem wohl später das Reich der Thüringer hervorging. Auf die Anwesenheit der Angeln und Warnen in Thüringen weisen der Gauname Engilin im Bereich der Hainleite, der Name der zwischen Saale und Elster liegenden Landschaft Werenofeld sowie die Lex Angliorum et Werinorum hoc est Thuringorum hin, die Karl der Große um 800 aufzeichnen ließ.[14] Auch die sogenannten „Engelsdörfer“ (wie Feldengel, Kirchengel, Holzengel und Westerengel) bei Großenehrich im Kyffhäuserkreis könnten ihren Wortstamm aus dieser Besiedlung erhalten haben.[14] Verschiedene spätantike Quellenberichte sprechen für eine recht enge Verbindung der Warnen mit den Thüringern.[8] Das Siedlungsgebiet dieser ,frühen Thüringer‘ umfasste wahrscheinlich vor allem Teile des heutigen Mitteldeutschlands, d. h. den Raum zwischen Thüringer Wald (Rennsteig), Unterlauf der Werra, Harz und Elbe, in dem ein bis zwei Jahrhunderte zuvor, während der frühen römischen Kaiserzeit, noch Hermunduren bzw. die Träger der Großromstedter Kultur siedelten.
Geschichte

Die Thüringer werden erstmals als Toringi um 400 im Werk Mulomedicina („Maultier-Heilkunde“) des spätantiken Autors Flavius Vegetius Renatus erwähnt, der die Kriegstauglichkeit ihrer Pferde rühmt.[15]
Sidonius Apollinaris[16] berichtet, dass die Thüringer zu Beginn des 5. Jahrhunderts unter die Herrschaft der Hunnen gerieten und thüringische Kontingente auf Seiten Attilas bei der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern im Jahr 451 kämpften.[17] Die Hunnenherrschaft endete bald nach dem Tod Attilas und der Schlacht am Nedao in Pannonien im Jahr 454.
Gregor von Tours berichtet über ein Exil des Frankenkönigs Childerich I. in Thüringen, aus dem ihm Basina folgte, die seine Gemahlin wurde und ihm Chlodwig gebar. Teile der Erzählung weisen sagenhafte Züge auf, was zu Zweifeln daran führte, nicht jedoch an der Ehe mit Basina.[18]
Eugippius und seiner Vita des Severin von Noricum zufolge unternahmen die Thüringer im Verbund mit den Alamannen um 480 Raubzüge gegen Passau und andere Städte an der Donau.[19]
Thüringer Königreich
Der erste namentlich bekannte und historisch gesicherte Thüringerkönig war Bisinus, der um 500 herrschte. Das Thüringer Königreich erstreckte sich wahrscheinlich von der mittleren Elbe nach Süden über den Main hinaus, möglicherweise fast bis zur Donau. Bis zum Beginn des 6. Jahrhunderts lag die ostfränkische Region im Spannungsfeld zwischen Thüringern und Alamannen. Der Geograph von Ravenna schreibt im 7. Jahrhundert, dass die Flüsse Naab und Regen (in der heutigen Oberpfalz) im Land der Thüringer in die Donau münden. Die vermutete Ausdehnung des thüringischen Machtbereichs in die Maingebiete ist allerdings nicht sicher nachzuweisen. In Oberfranken scheinen bis zur Eroberung durch die Franken eher Beziehungen zu böhmischen Kulturgruppen bestanden zu haben. Möglicherweise war hier eine einheimische elbgermanische Bevölkerungsgruppe als Traditionsträger vorherrschend.[20] Heike Grahn-Hoek geht davon aus, dass sich das Thüringerreich auf seinem Höhepunkt im frühen 6. Jahrhundert über weite Teile der rechtsrheinischen Germania erstreckt habe und die Thüringer damit in diesem Raum eine Vormachtstellung ausgeübt hätten.[21]
Gregor von Tours schrieb Ende des 6. Jahrhunderts in seinen Historien von Thoringern, die linksrheinisch und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Franken lebten.[22] Daraus wurde geschlossen, dass um 500 neben dem ostrheinischen Thüringerreich noch ein kleineres linksrheinisches Thüringerreich existiert habe. Ob es jedoch ein solches Thüringerreich am Rhein gegeben hat, ist sehr fraglich. In der neueren Forschung wird die Existenz eines linksrheinischen Thüringerreichs eher abgelehnt, da es sich um eine Fehldeutung Gregors gehandelt habe.[23]
Bei Gregor von Tours werden nach Bisinus als Könige der Thüringer die Brüder Baderich, Herminafried und Berthachar erwähnt. Das Königreich wurde erstmals in einem Schreiben Theoderichs des Großen an Herminafried erwähnt.[24] Baderich wurde eventuell vor Beginn der folgenden fränkischen Invasion getötet, doch ist dies unsicher. Möglicherweise sind er und Berthachar erst während der fränkischen Invasion (531) gefallen. Schließlich blieb nur noch Herminafried als eigenständiger König übrig. Er war wohl schon zuvor der mächtigste der drei Brüder[25] und heiratete die Gotin Amalaberga, eine Nichte des Ostgotenkönigs Theoderich. Mit dem Tod Theoderichs im Jahr 526 endete die bisherige Ausgleichspolitik unter den Germanenreichen im Westen. Noch bevor die Thüringer ihre Herrschaft festigen konnten, setzten die Merowinger ihre aggressive Expansionspolitik fort: Sie nutzten die günstige Gelegenheit, die Thüringer – die nun ohne den Schutz der Amaler waren – anzugreifen. Zudem scheint das Reich der Thüringer bereits durch die vorherigen Bruderkämpfe geschwächt worden zu sein.[26]
In einer Reihe von Schlachten, deren letzte im Jahr 531 an der Unstrut stattgefunden haben soll (siehe Schlacht an der Unstrut), besiegten die merowingischen Franken schließlich das Volk der Thüringer unter König Herminafried. Eventuell wurden die Franken dabei von den Sachsen militärisch unterstützt.[27] Durch Flucht, Deportation und Mord fand die thüringische Königsfamilie ihr Ende. Eine literarische Verarbeitung der Ereignisse um den Untergang des Thüringerreichs und das Ende Herminafrieds ist das Iringlied. Die letzte Angehörige des Königshauses, Radegundis, starb im Jahr 587 im fränkischen Exil und wurde später heiliggesprochen. Die Franken beendeten die Herrschaft der Thüringer und schlossen deren bisheriges Herrschaftsgebiet, das Thüringerreich, dem eigenen Territorium an. Im folgenden Jahr (532) wurde auch das Burgundenreich von den Franken erobert.

Die weitere Entwicklung Thüringens nach dem Reich der Thüringer wird im Artikel Geschichte Thüringens dargestellt.
Zeittafel
- Um 400: Der Name T(h)oringi bzw. T(h)uringi wird erstmals von dem römischen Schriftsteller Flavius Vegetius Renatus im Zusammenhang mit weißen Pferden erwähnt.
- Mitte des fünften Jahrhunderts dienten laut Sidonius Apollinaris thüringische Kontingente dem Hunnenkönig Attila.
- 453: Nach dem Zusammenbruch der Hunnenherrschaft errichteten die Thüringer im Raum zwischen Donau, Main und Elbe einen eigenen Herrschaftsraum, wohl das mächtigste germanische Reich außerhalb der alten römischen Reichsgrenzen.
- 476: Odoaker, laut Suda thüringischer Herkunft (siehe Hunulf) und von Jordanes als König der Thüringer (Torcilingorum rex), Skiren und Heruler bezeichnet, war nach der Absetzung des Romulus Augustulus bis 493 König von Italien (rex Italiae).
- um 480: Im Verbund mit den Alamannen unternahmen die Thüringer Raubzüge gegen Passau und andere Städte an der Donau.
- um 500: Der erste namentlich bekannte und historisch gesicherte Thüringerkönig Bisinus beherrschte um 500 wohl ein Gebiet, das sich nach Süden vermutlich über den Main hinaus möglicherweise fast bis zur Donau erstreckte.
- 502 oder 506: Die Franken unter Chlodwig I. besiegten endgültig die Alamannen (wohl in der Schlacht bei Straßburg) und schlugen außerdem ein Heer der Thüringer.
- Ab 506(?) herrschte König Herminafried nach dem Tod seines Vaters Bisinus (sowie seiner beiden Brüder Baderich und Berthachar allein) über das Thüringer Reich und heiratete Amalaberga, eine Nichte Theoderichs des Großen.
- 30. August 526: Theoderich der Große stirbt, sein minderjähriger Enkel Athalarich trat unter der Regentschaft seiner Mutter Amalasuntha die Nachfolge an. Das ostgotische Reich wurde durch diesen Tod stark geschwächt und wenige Jahre später von Ostrom erobert. Die ostgotischen Verbündeten Burgund und das Reich der Thüringer fielen bald darauf an die Franken.
- 528/29: Eine vermutlich erste Invasion der Franken in Thüringen.
- 531: In einer Schlacht an der Unstrut besiegten die merowingischen Franken die Thüringer unter König Herminafried. Ob dabei auch Sachsen teilnahmen, ist umstritten. Durch Flucht, Deportation und Mord (Herminafrid 534 in Tolbiacum, heute Zülpich) fand die thüringische Königsfamilie ihr Ende. Das Reich der Thüringer wurde zerschlagen und dem Frankenreich einverleibt.
Herrscher
Quellen zu den Thüringern. Ausgaben und Übersetzungen
- Cassiodorus Senator: Variae. In: Theodor Mommsen (Hrsg.): Auctores antiquissimi 12: Cassiodori Senatoris Variae. Berlin 1898 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Johannes Horkel (Übers.): Aus der Römischen Geschichte des Dio Cassius. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. Urzeit. Band 1: Die Römerkriege aus Plutarch. Cäsar. Vellejus. Suetonius. Tacitus. Tacitus Germania. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1884, S. 151–181 (Digitalisat).
- Eugippius: Vita Sancti Severini. In: Hermann Sauppe (Hrsg.): Auctores antiquissimi 1,2: Eugippii Vita sancti Severini. Berlin 1877 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Carl Rodenberg (Übers.): Eugippius, Leben des heiligen Severin. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. Urzeit. Band 4: Eugippius, Leben des heiligen Severin. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1884 (Digitalisat).
- Historia Langobardorum codicis Gothani. In: Ludwig Bethmann, Georg Waitz (Hrsg.): Scriptores rerum Langobardicarum et Italicarum saec. VI–IX. Hannover 1878, S. 7–11 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Lex Thuringorum. In: Georg Heinrich Pertz (Hrsg.): Leges (in Folio) 5: Leges Saxonum. Lex Thuringorum. Edicti Theoderici regis. Remedii Curiensis episcopi capitula. Lex Ribuariorum. Lex Francorum Chamavorum. Lex Romana Raetica Curiensis. Hannover 1875–1889 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Karl August Eckhardt (Ubers.): Lex Angliorum et Werinorum hoc est Thuringorum. Die Gesetze des Karolingerreiches 714—911. Band 2,3: Sachsen, Thüringer, Chamaven und Friesen (=Germanenrechte. Texte und Übersetzungen 2,3). Weimar 1934, S. 35–47.
- Paulus Diaconus, Historia Langobardorum. In: Ludwig Bethmann, Georg Waitz (Hrsg.): Scriptores rerum Langobardicarum et Italicarum saec. VI–IX. Hannover 1878, S. 12–187 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Otto Abel: Paulus Diakonus. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 8. Jh. Band 4: Paulus Diakonus und die übrigen Geschichtschreiber der Langobarden. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1878 (Digitalisat)
- Priskos, Fragmenta historicorum Graecorum. In: Roger C. Blockley (Hrsg./Übers.): The Fragmentary Classicising Historians of the Later Roman Empire (griechischer Text mit englischer Übersetzung). Band 2. Liverpool 1982, S. 222–377.
- Priskos, Fragmenta historicorum Graecorum. In: Karl Müller: Fragmenta historicorum Graecorum. Band 4, Paris 1851, S. 69–110 (Digitalisat; Volltext beim Projekt DFGH, griechisch überlieferter Originaltext und lateinische Übersetzung).
- Ernst Doblhofer: Byzantinische Diplomaten und östliche Barbaren. Aus den Excerpta de legationibus des Konstantinos Porphyrogennetos ausgewählte Abschnitte des Priskos und Menander Protektor (Byzantinische Geschichtsschreiber 4). Graz 1955 (deutsche Auswahlübersetzung der wichtigsten Fragmente).
- Prokopios von Caesarea, Gotenkrieg. In: Georg Wirth: Procopii Caesariensis Opera omnia. Recognovit Jacobus Haury. Editio stereotypa correctior. 4 Bände. Teubner, Leipzig 1962–1964. (maßgebliche Ausgabe des griechischen Textes).
- David Coste: Prokop. Gothenkrieg. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 6. Jh. Band 3: Prokop. Gothenkrieg nebst Auszügen aus Agathias, sowie Fragmenten des Anonymus Valesianus und des Johannes von Antiochia. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1885, S. 1–326 (Digitalisat).
- Gregor von Tours: Gregorii Episcopi Turonensis Historiarum libri decem. In: Bruno Krusch, Wilhelm Levison (Hrsg.): Scriptores rerum Merovingicarum 1,1: Gregorii Turonensis Opera. Teil 1: Libri historiarum X. Hannover 1951 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
- Wilhelm von Giesebrecht (Übers.): Gregor von Tours. Zehn Bücher Geschichten. Buch 1–6. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 6. Jh. Band 4: Zehn Bücher Fränkischer Geschichte vom Bischof Gregorius von Tours. Band 1. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1878, S. 1–267 (Digitalisat).
- Wilhelm von Giesebrecht (Übers.): Gregor von Tours. Zehn Bücher Geschichten. Buch 7–10. In: Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. 6. Jh. Band 5: Zehn Bücher Fränkischer Geschichte vom Bischof Gregorius von Tours. Band 2. Zweite Gesamtausgabe, Leipzig 1878, S. 1–367 (Digitalisat).
- Eike von Repgow, Sachsenspiegel. In: Walter Koschorreck (Hrsg.): Der Sachsenspiegel in Bildern. Frankfurt am Main/Leipzig 1976, ISBN 978-3-458-16044-1.
- Eike von Repgow, Sachsenspiegel. Landrecht. 1, 1. In: Karl August Eckhardt (Hrsg.): Fontes iuris Germanici antiqui, Nova series. 1, 1: Sachsenspiegel. Teil 1: Landrecht. Wiesbaden 1955 (Digitalisat).
- Eike von Repgow, Sachsenspiegel. Lehnrecht 1, 2. In: Karl August Eckhardt (Hrsg.): Fontes iuris Germanici antiqui, Nova series. 1, 2: Sachsenspiegel. Teil 2: Lehnrecht. Wiesbaden 1956 (Digitalisat).
- Suidae Lexicon, In: Ada Adler (Hrsg.): Lexicographi Graeci 1/1–5. Leipzig 1928–1938.
- Flavius Vegetius Renatus, Artis Veterinariae sive Mulomedicinae. In: Ernst Lommatzsch (Hrsg.): P. Vegeti Renati Digestorum Artis Mulomedicinae Libri. Leipzig 1903.
- Venantius Fortunatus, Vita Sanctae Radegundis 1, 27. In: Bruno Krusch (Hrsg.): Auctores antiquissimi 4,2: Venanti Honori Clementiani Fortunati presbyteri Italici Opera pedestria. Berlin 1885, S. 38–49 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Venantius Fortunatus: Vita sanctae Radegundis. Das Leben der heiligen Radegunde, Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-018559-9.
- Venantius Fortunatus, De excidio Thoringiae. In: Friedrich Leo (Hrsg.): Auctores antiquissimi 4,1: Venanti Honori Clementiani Fortunati presbyteri Italici Opera poetica. Berlin 1881, S. 271–275 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat).
- Venantius Fortunatus: Gelegentlich Gedichte. eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Wolfgang Fels. Heidelberg/Stuttgart 2006, ISBN 3-7772-0603-2
- Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae. In: Paul Hirsch, Hans-Eberhard Lohmann (Hrsg.): Widukindi monachi Corbeiensis rerum gestarum Saxonicarum libri tres (= MGH Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi. Band 60). Hahn, Hannover 1935 (Digitalisat).
- Widukind von Corvey, Res gestae Saxonicae. In: Ekkehart Rotter, Bernd Schneidmüller (Übers. und Hrsg.): Widukind von Corvey. Res gestae Saxonicae / Die Sachsengeschichte. Lateinisch-Deutsch. Bibliographisch ergänzte Auflage. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-007699-6.
Literatur
- Günter Behm-Blancke: Gesellschaft und Kunst der Germanen. Die Thüringer und ihre Welt. Verlag der Kunst, Dresden 1973.
- Helmut Castritius u. a. (Hrsg.): Die Frühzeit der Thüringer: Archäologie, Sprache, Geschichte (Ergänzungsband zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde). de Gruyter, Berlin/New York 2009.
- Alfred Franke: Thuringi. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VI A,1, Stuttgart 1936, Sp. 640–646. (Digitalisat: 1 u. 2)
- Heike Grahn-Hoek: Stamm und Reich der frühen Thüringer nach den Schriftquellen. In: Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte 56, 2002, S. 7–90 (PDF).
- Wilhelm Heizmann, Matthias Springer, Claudia Theune-Vogt, Jürgen Udolph: Thüringer. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde (RGA). 2. Auflage. Band 30, Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-018385-4, S. 519–544.
- Werner Mägdefrau: Geschichte Thüringens vom Untergang des Königreiches (531) bis zur Begründung der Landgrafschaft im 12. Jahrhundert. Selbstverlag, Jena 1998.
- Arnold Muhl, Ralf Schwarz: Königsdämmerung – Das frühmittelalterliche Thüringerreich – Dauerausstellung im Landesmuseum Halle (Sachsen-Anhalt) Heft 8. Beier & Beran, Halle (Saale) 2022, ISBN 978-3-948618-50-6.
- Karl Peschel: Thüringen in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Beier & Beran, Wilkau-Haßlau 1994, ISBN 3-930036-03-7.
- Steffen Raßloff: Geschichte Thüringens. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60523-9.
- Berthold Schmidt: Die Thüringer. In: Bruno Krüger (Hrsg.): Die Germanen. Geschichte und Kultur der germanischen Stämme in Mitteleuropa. Ein Handbuch in 2 Bänden. (= Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften der DDR. Band 4). Akademie, Berlin 1976/1983.