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Thallern (Gemeinde Krems)

Ortschaft von Krems an der Donau From Wikipedia, the free encyclopedia

Thallern ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Statutarstadt Krems an der Donau in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 305 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026)[1]. Bis Ende 1970 war Thallern eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Thallern (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Thallern
Thallern (Gemeinde Krems) (Österreich)
Thallern (Gemeinde Krems) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems an der Donau (KS), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Krems an der Donau
Koordinaten 48° 23′ 9″ N, 15° 38′ 45″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 305 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 3,77 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04240
Katastralgemeindenummer 12172
Zählsprengel/ -bezirk Thallern (30101 132)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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305

BW

Geografie

Der zu Krems gehörende Ort liegt südlich der Donau nahe dem Augebiet. Der Ortsname Thallern verweist auf die Lage der Ansiedlung im Tal der Donau.

Geschichte

Der Ort wird 1072 und 1091 urkundlich erwähnt. Laut Gründungsurkunde des Stifts Göttweig schenkte Altmann von Passau dem Kloster mehrere Güter, darunter Thallern.

Im Jahr 1758 wurde bei Thallern ein Braunkohlevorkommen entdeckt und von der k. k. Bergwerksdirektion ein Bergwerk eingerichtet, das erste Kohlenbergwerk in Niederösterreich. Der überwiegende Teil der Braunkohle wurde per Schiff nach Wien geliefert, wo die Kohle etwa in den Ziegeleien am Laaerberg und Wienerberg verheizt wurde. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Bergbau in Thallern privatisiert wurde, erwarb der Wiener Ziegelfabrikant Alois Miesbach große Anteile. Alleine Miesbach beschäftigte 1833 in Thallern 128 Arbeiter. Durch den Bau der Kaiser Ferdinands-Nordbahn und anderer Strecken gelangte vermehrt Steinkohle aus Mähren nach Wien, wodurch die Kohlenförderung in Thallern im späten 19. Jahrhundert aufgegeben wurde. Während des Ersten Weltkrieges wurde zwar erneut mit dem Abbau begonnen, aber nach einem Wassereinbruch wurde das Bergwerk 1922 endgültig stillgelegt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Thallern ein Bäcker, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, ein Maler, ein Milchhändler, eine Milchgenossenschaft und ein Schmied ansässig.[3]

Mit 1. Jänner 1971 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Thallern und Angern nach Hollenburg eingemeindet[2], zwei Jahre später wurde dann Hollenburg nach Krems an der Donau eingemeindet.[4]

Persönlichkeiten

  • Oskar Werner (1922–1984), österreichischer Film- und Bühnenschauspieler, wohnte zeitweise im Ort

Literatur

Einzelnachweise

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