The Bride! – Es lebe die Braut
Film von Maggie Gyllenhaal (2026)
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The Bride! – Es lebe die Braut (Originaltitel The Bride!) ist ein Spielfilm von Maggie Gyllenhaal. Der Film mit Christian Bale, Penélope Cruz, Jessie Buckley und Jake Gyllenhaal in den Hauptrollen verwendet Figuren aus dem Roman Frankenstein von Mary Shelley beziehungsweise dessen Verfilmung Frankensteins Braut von James Whale und kam Anfang März 2026 in die deutschen und die US-Kinos.
| Film | |
| Titel | The Bride! – Es lebe die Braut |
|---|---|
| Originaltitel | The Bride! |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 126 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Maggie Gyllenhaal |
| Drehbuch | Maggie Gyllenhaal |
| Produktion | Maggie Gyllenhaal, Osnat Handelsman-Keren, Talia Kleinhendler, Emma Tillinger Koskoff |
| Musik | Hildur Guðnadóttir |
| Kamera | Lawrence Sher |
| Schnitt | Dylan Tichenor |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Die vor Jahrzehnten verstorbene Schriftstellerin Mary Shelley erklärt aus dem Jenseits, dass sie beim Schreiben von Frankenstein noch so viel mehr hätte sagen wollen. Sie wählt in einem Speakeasy des Jahres 1936 eine junge Frau namens Ida und versucht, sich ihrer zu bemächtigen. Diese wird eine Treppe hinuntergestoßen und stürzt tödlich in die Tiefe.
Inzwischen ist der von Doktor Frankenstein erschaffene Frank in Chicago angekommen und sucht die Wissenschaftlerin Doktor Euphronious auf, die Bücher über „Wiederbelebung“ geschrieben hat, so wie er selbst erschaffen wurde. Der narbengesichtige Frank dürstet nach Liebe und bittet die Ärztin um Hilfe bei der Brautsuche. Durch einen reinen Zufall graben sie die Leiche von Ida aus. Nach ihrer Wiederbelebung hat Ida ihr Gedächtnis verloren und erfährt von Frankenstein, dass sie verlobt seien.
Nach einem Clubbesuch belästigen zwei Männer Ida. Als diese Frankensteins freundliche Ermahnungen ignorieren und Ida vergewaltigen wollen, tötet Frankenstein beide Männer. Das Paar wird von einem Unbeteiligten zufällig fotografiert und muss flüchten.
Als sie mit dem Zug flüchten wollen, werden sie von einem Bahnwärter entdeckt, der Frankenstein aus Angst erschießen möchte. Deswegen stößt Ida den Bahnwärter aus dem Zug, wobei dieser eine tödliche Kopfverletzung erleidet.
Indes werden die beiden von einem Detektiv und seiner angeblichen Sekretärin verfolgt, die die Ermittlungen in Wahrheit leitet und später offiziell übernimmt. Der Sekretärin fällt auf, dass die beiden die Spielorte von Filmen, in denen Frankensteins Vorbild mitspielt, besuchen und dort ins Kino gehen.
Bei einem Kinobesuch fliegen Frankenstein und Ida auf und müssen zu einer Feier fliehen, bei der Frankenstein sein Vorbild entdeckt. Als die Polizei Ida überwältigen will, erschießt diese einen Polizisten.
Später entdecken die Sekretärin und der Detektiv das Paar. Dabei fliegt auf, dass Frankenstein und Ida nicht verlobt sind, und Frankenstein wird angeschossen. In einem Autokino handeln Frankenstein und Ida ihr Verhältnis aus: Ida und Frankenstein lieben sich, aber Ida will ihn nicht heiraten. Dabei wird Frankenstein erschossen. Ida merkt, dass sie „Die Braut“ genannt werden möchte.
Sie bringt Frankenstein zur Ärztin mit der Bitte, ihn wiederzubeleben. Diese leugnet ihre Fähigkeit und klärt die Braut über ihre Bedeutung auf: sie stehe für eine unberechenbare Geometrie. Nachdem die Ärztin dies ausgesprochen hat, erschießen die Polizisten die Braut panisch mit vielen Schüssen.
Die Braut wurde zum Vorbild für Frauen, die sich wehren wollen. Der Film deutet am Ende an, dass die Ärztin die Braut und Frankenstein wiederbeleben kann.[3][4][5]
Produktion
Filmstab
Regie führte Maggie Gyllenhaal, die auch das Drehbuch schrieb. Dabei verwendete sie Figuren aus dem Roman Frankenstein von Mary Shelley beziehungsweise dessen Verfilmung Frankensteins Braut von James Whale.[6][7] Sie war auf einer Party in Los Angeles, als sie ein Tattoo von Elsa Lanchester, Protagonistin des Films von 1935, auf dem Unterarm eines Mannes entdeckte. Da sie Frankensteins Braut noch nie gesehen hatte, schaute sie ihn sich an und war überrascht, festzustellen, dass es in Wirklichkeit um Frankensteins Monster ging, nicht um seine vermeintliche Braut, die erst ganz am Ende auftaucht. „Ich fand das ein interessantes Rätsel“, so Gyllenhaal. Niemand frage die im Film von den Toten Auferweckte, was sie will oder welche Bedürfnisse sie hat. Zu dem frühen Tod der Protagonistin in ihrem Film erklärte die Regisseurin: „Sie ist jemand, der zum Schweigen gebracht wurde, jemand, dem der Mund verboten wurde. Doch als sie zurückkommt, besteht ihre Superkraft darin, dass sie sich nicht zum Schweigen bringen lässt.“[8]
Den Filmschnitt übernahm Dylan Tichenor der zuletzt für Filme wie Barry Seal – Only in America von Doug Liman, Stronger von David Gordon Green, Der seidene Faden von Paul Thomas Anderson und Der denkwürdige Fall des Mr Poe von Scott Cooper tätig war.
Besetzung und Synchronisation
Die Irin Jessie Buckley, die in Gyllenhaals Regiedebüt Frau im Dunkeln neben Olivia Colman in einer der Hauptrollen zu sehen war, spielt in der Titelrolle die Braut. Wie bereits Elsa Lanchester in Frankensteins Braut von 1935 schlüpft sie anfänglich zudem in die Rolle von Mary Shelley.[8] Christian Bale spielt Frankensteins Monster namens Frank.[9] Als Schauspielerin stand Gyllenhaal mit Bale bereits für Christopher Nolans The Dark Knight vor der Kamera. Eine weitere Hauptrolle besetzte die Regisseurin mit ihrem jüngeren Bruder Jake Gyllenhaal, der den Tanz- und Musikstar und Frauenschwarm Ronnie Reed spielt, während sie ihren Ehemann Peter Sarsgaard für die Rolle von Detective Jake Wiles besetzte.[3][10] In weiteren Rollen sind Annette Bening und Penélope Cruz als Doktor Euphronious und Myrna Mallow zu sehen.[9] Das Casting übernahm Douglas Aibel.
Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Klaus Bickert und der Dialogregie von Solveig Duda im Auftrag der Interopa Film GmbH in Berlin.[11]

| Darsteller | Synchronsprecher | Rolle |
|---|---|---|
| Christian Bale | David Nathan | 'Frank' Frankenstein |
| Jessie Buckley | Friederike Walke | Ida / Penelope Rogers / die Braut |
| Annette Bening | Traudel Haas | Dr. Cornelia Euphronious |
| Penélope Cruz | Claudia Lössl | Myrna Malloy |
| Peter Sarsgaard | Timmo Niesner | Detective Jake Wiles |
| John Magaro | Constantin von Jascheroff | Clyde |
| Conor William Wright | Sascha Krüger | Eddie |
| Jeannie Berlin | Irina Wrona | Greta |
| Matthew Maher | Manuel Straube | James |
| Zlatko Burić | Gianluca Vallero | Lupino |
| Louis Cancelmi | Patrick Roche | Officer Goodman |
| Jake Gyllenhaal | Marius Clarén | Ronnie Reed |
| William Hill | Hans Hohlbein | Sergeant |
| Michael Cullen | Sven Brieger | Indiana Sheriff |
Dreharbeiten und Filmmusik
Die Dreharbeiten fanden ab 22. April 2024 auf dem Gelände des Snug Harbor Cultural Center in Livingston statt.[4] Als Kameramann fungierte Lawrence Sher, vor allem bekannt für seine Arbeit an dem Film Joker und dessen Fortsetzung Joker: Folie à Deux.[4]
Die Filmmusik wurde von der isländischen Oscar-Preisträgerin Hildur Guðnadóttir komponiert.[12] Ursprünglich war Jonny Greenwood, ein Mitglied der Rockband Radiohead, für diese Arbeit vorgesehen.[13]
Marketing und Veröffentlichung
Ende September 2025 wurde ein erster Teaser-Trailer vorgestellt, Mitte Januar 2026 ein längerer Trailer.[14][15] Die Premiere fand am 3. März 2026 im Rose Theater Jazz im New Yorker Lincoln Center statt.[16] Am 6. März 2026 kam der Film in die US-Kinos.[17] Dort erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[18] Der Kinostart in Deutschland war am 5. März 2026.[19]
Rezeption
Kritiken
Die Kritiken fielen gemischt aus. Bei Rotten Tomatoes sind 60 Prozent dieser positiv.[20] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 55 von 100 möglichen Punkten.[21]

Matthias Holm schreibt in seiner Kritik für ign.com, die Unterdrückung der Frau werde in The Bride! an jeder Figur, mindestens im Kleinen, durchexerziert. Gerade die anfängliche Dynamik zwischen Frank und Ida sei dabei interessant, da ersterer nie menschliche Nähe erfahren habe, und nachdem er seine Frau nach seinem Willen geformt hat, diese in einer Art Fetisch-Klub die Nacht ihres Lebens hat und hier ganz sie selbst ist. Die Beziehung zwischen Frank und Ida entwickele sich stets ruckartig, was ihr einiges an Authentizität nehme. Die Nebenstränge rund um die Mafia und die Polizisten würden The Bride! ziemlich in die Länge ziehen, wodurch der narrative Fokus fehle. Man merke, dass Maggie Gyllenhaal etwas zu sagen hat, aber es würden so viele Ideen in einen Topf geworfen, dass man als Zuschauer irgendwann nicht mehr richtig wisse, was da eigentlich gerade auf der Leinwand vor sich geht und was das Treiben eigentlich soll. Der Look und die Ausstattung seien jedoch über jeden Zweifel erhaben, ebenso die Musik von Hildur Guðnadóttir.[22]
Auch Owen Gleiberman findet, dass diese feministische Interpretation des Frankenstein-Mythos mehr erzählerische Kraft hätte vertragen können. Gyllenhaals rebellische Parodie sprühe aber doch vor Kühnheit. Der Film sei lebendig, anders als Guillermo del Toros Frankenstein. Gleiberman beschreibt The Bride! als eine Mischung aus verschiedenen Filmen wie Joker: Folie à Deux und Thelma & Louise, der Film sei aber auch ein ausschweifendes Märchen mit Biss. Von dem Moment an, als Frank und Ida an zwei brutale Ganoven geraten, verwandele sich der Film in eine düstere Version einer Outlaw-Liebesgeschichte und damit habe er auch etwas von Sid und Nancy und Natural Born Killers.[10]
Christoph Dobbitsch vom Filmdienst ist von der unbändigen Wut des Filmes und der herausragenden Performance von Jessie Buckley begeistert. Er lobt die Vision, die hinter dem Film steckt, und die Ästhetik, mit der Maggie Gyllenhaal sie umgesetzt hat. Für ihn ist der Film ein klares Echo der MeToo-Bewegung, die gekonnt mit der klassischen Monster-Geschichte verwoben wird. Die Emotionen, vor allem der Zorn der Hauptfigur, stehen dabei stärker im Fokus als die Geschichte selbst. Obwohl er die Nebenhandlungen für ihre Trägheit kritisiert und mit dem Ende nicht zufrieden ist, funktioniert für ihn der Film als explosive Rachegeschichte zwischen Schmerz und Ekstase.[23]
Auszeichnungen
Critics’ Choice Super Awards 2026
- Nominierung als Beste Schauspielerin in einem Horrorfilm (Jessie Buckley)