The Business Council
US-amerikanische Organisation
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The Business Council ist eine US-amerikanische Organisation von Führungskräften aus der Wirtschaft mit Sitz in Washington, D.C. Er veranstaltet mehrmals im Jahr Treffen für politische Diskussionen auf hoher Ebene, bei denen CEOs multinationaler Unternehmen die Möglichkeit haben, sich mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Forschung auszutauschen. Die CEOs erörtern wirtschaftliche und geschäftliche Themen und geben Anregungen zur Regierungspolitik. Im Jahr 2024 bezeichnete die Minnesota Star Tribune den Business Council als „einen der einflussreichsten nationalen Wirtschaftsverbände“.[1]
Geschichte
Der Business Council wurde 1933 unter Präsident Franklin D. Roosevelt von Handelsminister Daniel C. Roper und dem Investmentbanker Sidney Weinberg als Wirtschaftsbeirat des US-Handelsministeriums gegründet. Er beriet und unterstützte während der Großen Depression die National Recovery Administration. Außerdem richtete er Ausschüsse ein, um wichtige Gesetze wie den Securities Exchange Act von 1934, den Banking Act von 1935 und den Social Security Act zu erörtern. Unter Präsident John F. Kennedy wurde sie 1961 in „The Business Council“ umbenannt und als vom Handelsministerium unabhängige Organisation neu gegründet.[2][3] Laut einer Aussage von Barack Obama 2009 haben sämtliche US-Präsidenten den Rat des Business Council gesucht.[4] Während der COVID-19-Pandemie unterstützte der Business Council Unternehmen dabei, die Gesundheitskrise zu bewältigen.[5] Auf dem Höhepunkt der Pandemie veranstaltete die Organisation wöchentliche Telefonkonferenzen für CEOs, zu denen Unternehmensleiter und andere Experten eingeladen wurden, um über COVID-Impfstoffe, Behandlungsmethoden und andere Themen zu diskutieren.[6]
Aktivitäten
Der Business Council versammelt CEOs der wichtigsten amerikanischen Unternehmen und gibt die Möglichkeit, sich mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Forschung auszutauschen und zu vernetzen. Die Mitglieder erörtern Strategien und Innovationen für ihre jeweiligen Unternehmen und bringen sich in die Politikgestaltung der Regierung ein. Die Organisation gibt an, dass diese Aktivitäten dem Wohle der Allgemeinheit dienen sollen[7], wobei Dritte den Business Council oft als Lobbyorganisation für die Interessen der amerikanischen Wirtschaft ansehen. Er fungiert auch als eine Art Brücke zwischen dem Privatsektor und dem Staat, da bis 2016 knapp 50 Mitglieder des Council später in den Staatsdienst eintraten.[2]
Der Business Council veröffentlicht in Zusammenarbeit mit dem Conference Board vierteljährlich den „Measure of CEO Confidence“, für den mehr als 100 CEOs zu den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen und ihren Erwartungen für die Zukunft befragt werden.[8] Die Unternehmensleiter äußern sich zudem zu den Themen Beschäftigung, Personalbeschaffung, Löhne, Investitionsausgaben und anderen Wirtschaftsindikatoren in den USA.[9]
Struktur
Die Organisation bezeichnet sich als streng überparteilich und hat ihren Sitz in Washington, D.C. Die Mitgliedschaft ist auf 250 Geschäftsführer beschränkt, die verschiedene Sektoren der Wirtschaft vertreten. Die Mitgliedschaft ist nur auf Einladung möglich und auf CEOs führender multinationaler Unternehmen beschränkt, die von den Mitgliedern des Business Council persönlich ausgewählt werden. Geleitet wird der Council von einem Exekutivkomitee bestehend aus ca. 20 hochrangigen Mitgliedern. 2025/26 waren z. B. die CEOs von Unternehmen wie Microsoft, Goldman Sachs, Ford, Nasdaq und Amazon im Exekutivrat vertreten. Dem Exekutivrat sitzt ein Vorsitzender (Chairman) vor mit einem Vice Chairman als Vertreter vor. Für die operative Führung des Council ist ein Chief Executive Officer verantwortlich, der kein amtierender CEO eines Großunternehmens, jedoch ebenfalls wirtschaftsnah ist.[7]
Liste der Vorsitzenden
Die bisherigen Chairman des Business Council waren:[7]
- 1933: Gerard Swope, General Electric
- 1934: S. Clay Williams, RJ Reynolds Tobacco Company
- 1934–35: Henry P. Kendall, Kendall Company
- 1936: George H. Mead, Mead Corporation
- 1937–39: W. Averell Harriman, Brown Brothers & Co.
- 1940–41: William L. Batt, War Production Board
- 1942–43: R. R. Deupree, Procter & Gamble
- 1944–45: Thomas B. McCabe, Scott Paper Company
- 1946: George M. Humphrey, National Steel Corporation
- 1947–48: John L. Collyer, Goodrich Corporation
- 1949–50: James S. Knowlson, Stewart-Warner
- 1951–52: Robert T. Stevens, JP Stevens & Company
- 1953: John D. Biggers, Libbey-Owens-Ford
- 1954–55: Harold Boeschenstein, Owens Corning
- 1956–57: Eugene Holman, Standard Oil of New Jersey (ExxonMobil)
- 1958–59: Stephen Bechtel, Jr., Bechtel
- 1960–61: Ralph J. Cordiner, General Electric
- 1961–62: Roger Blough, US Steel
- 1963–64: F. R. Kappel, AT&T
- 1965–66: W.B. Murphy, Campbell Soup Company
- 1967–68: Albert L. Nickerson, Mobil (ExxonMobil)
- 1969–70: Fred J. Borch, General Electric
- 1971–72: William M. Batten, JCPenney
- 1973–74: David Packard, Hewlett-Packard
- 1975–76: Edmund W. Littlefield, General Electric
- 1977–78: John D. deButts, AT&T
- 1979–80: Reginald H. Jones, General Electric
- 1981–82: Walter B. Wriston, Citicorp
- 1983–84: Clifton C. Garvin, Jr., Exxon (ExxonMobil)
- 1985–86: Ruben F. Mettler, TRW
- 1987–88: Stephen Bechtel, Jr., Bechtel
- 1989–90: Roger B. Smith, General Motors
- 1991–92: John F. Welch, Jr., General Electric
- 1993–94: Robert E. Allen, AT&T
- 1995–96: Edgar S. Woolard, Jr., DuPont
- 1997–98: Larry Bossidy, AlliedSignal
- 1999–00: Ralph S. Larsen, Johnson & Johnson
- 2001–02: William T. Esrey, Sprint Corporation
- 2003–04: Charles O. Holliday, Jr., Bank of America
- 2005–06: Jeffrey R. Immelt, General Electric
- 2007–08: W. James McNerney, Jr., Boeing
- 2009–10: James W. Owens, Caterpillar
- 2011–12: Jamie Dimon, JPMorgan Chase
- 2013–14: Andrew Liveris, Dow Chemical Company
- 2015–16: Jeff Bezos, Amazon
- 2017–18: Henry R. Kravis, Kohlberg Kravis Roberts
- 2019–20: John Donahoe, Nike
- 2021–22: Satya Nadella, Microsoft
- 2023–24: Gail K. Boudreaux, Elevance Health
- 2025–26: Brian Cornell, Target Corporation