The Lost Bus
Filmdrama von Paul Greengrass aus dem Jahr 2025
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The Lost Bus ist ein Filmdrama von Paul Greengrass. Der Katastrophenfilm mit Matthew McConaughey, America Ferrera, Yul Vazquez und Ashlie Atkinson basiert auf dem Buch Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire von Lizzie Johnson und feierte Anfang September 2025 beim Toronto International Film Festival seine Premiere. Am 3. Oktober 2025 wurde er in das Programm von Apple TV+ aufgenommen.
| Film | |
| Titel | The Lost Bus |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 129 Minuten |
| Altersempfehlung | ab 12[1] |
| Stab | |
| Regie | Paul Greengrass |
| Drehbuch | Paul Greengrass, Brad Ingelsby |
| Produktion | Jason Blum, Jamie Lee Curtis, Gregory Goodman, Brad Ingelsby |
| Musik | James Newton Howard |
| Kamera | Pål Ulvik Rokseth |
| Schnitt | Peter Dudgeon, William Goldenberg, Paul Rubell |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Kevin McKay wuchs in Paradise auf und ist erst vor kurzem nach dem Tod seines Vaters, zu dem er 20 Jahre lang keinen Kontakt hatte, dorthin zurückgekehrt. Um für seinen 15-jährigen Sohn Shaun und dessen krebskranke Mutter Sherry sorgen zu können, muss Kevin unbedingt Geld verdienen. Er arbeitet als Busfahrer und erhält eines Tages im November 2018 von der Disponentin Ruby einen ungewöhnlichen Auftrag. Er soll eine ganze Grundschulklasse abholen, die von einem Feuer eingeschlossen ist, und sie zu einem sicheren Abholpunkt fahren. Gemeinsam mit der Lehrerin Mary Ludwig versucht Kevin, die Kinder in Sicherheit vor dem Feuer zu bringen.[2][3]
Produktion
Literarische Vorlage und Filmstab
Der Film basiert auf dem Buch Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire von Lizzie Johnson.[3] Der als „Camp Fire“ bekannte Waldbrand, dessen Name sich von seinem Ursprung in der Nähe der Camp Creek Road ableitet und den Johnson beschreibt, gilt als der tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte Kaliforniens und zwang fast die gesamten Gemeinden Magalia, Concow und Paradise zur Flucht.[2]
Regie führte Paul Greengrass. Das auf dem Buch basierende Drehbuch schrieb Greengrass gemeinsam mit Brad Ingelsby.[4]
Besetzung und Synchronisation
Oscar-Preisträger Matthew McConaughey spielt den Busfahrer Kevin McKay und America Ferrera die Lehrerin Mary Ludwig.[5] Eine weitere Hauptrolle wurde mit Yul Vazquez besetzt.[6] Er spielt den Cal-Fire-Bataillonskommandeur Ray Martinez, unter dessen Leitung die Eindämmung des Brandes versucht wurde.[2] McConaugheys Sohn Levi und seine Mutter Kay spielen auch im Film seinen 15-jährigen Sohn Shaun und dessen Großmutter Sherry. Ashlie Atkinson spielt Ruby, die Disponentin des Busdepots.[2] Das Casting übernahm Francine Maisler.

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Tiyam Akbarzadeh im Auftrag der Iyuno Germany GmbH in Berlin.[7]
| Darsteller | Synchronsprecher | Rolle |
|---|---|---|
| Matthew McConaughey | Benjamin Völz | Kevin McKay |
| America Ferrera | Magdalena Turba | Mary Ludwig |
| Yul Vazquez | Bernd Vollbrecht | Chief Martinez |
| Spencer Watson | Fabian Oscar Wien | Elliot Hopkins |
| Sofia Embid | Eva-Gina Berkel | Mutter |
| Danny McCarthy | Hans Hohlbein | Matt McKenzie |
| Ashlie Atkinson | Almut Zydra | Ruby Bishop |
| Tanner Tixier | Levin Jäger | Roadblock Police Officer |
Dreharbeiten und Filmmusik
Als Kameramann fungierte Pål Ulvik Rokseth, mit dem Greengrass bereits für 22. Juli zusammenarbeitete und der zuletzt für Håndtering av udøde von Thea Hvistendahl und Elternabend von Halfdan Ullmann Tøndel tätig war.
Die Filmmusik komponiert James Newton Howard. Er ist bekannt für seine Arbeiten an The Sixth Sense, den Filmen der Die-Tribute-von-Panem-Reihe, der Phantastische-Tierwesen-Reihe und King Kong.[8] Das Soundtrack-Album mit insgesamt 17 Musikstücken wurde am 19. September 2025 von Platoon als Download veröffentlicht.[9]
Marketing und Veröffentlichung
Der erste Trailer wurde Anfang Juni 2025 vorgestellt.[4] Die Premiere des Films war am 5. September 2025 beim Toronto International Film Festival. Am 19. September 2025 kam der Film in die US-Kinos.[10] Ende September, Anfang Oktober 2025 wurde The Lost Bus beim Zurich Film Festival gezeigt.[11] Am 3. Oktober 2025 wurde der Film in das Programm von Apple TV+ aufgenommen.[8][10]
Rezeption
Altersfreigabe und Kritiken
In den USA erhielt der Film ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.[12]
Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 88 Prozent positiv.[13] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 65 von 100 möglichen Punkten.[14]
Chris Schelb schreibt in seiner Kritik für outnow.ch, auch wenn The Lost Bus mit Matthew McConaughey einen echten Star im Zentrum hat, würden ihm die eindrücklichen Feuereffekte glatt die Show stehlen. Regisseur Paul Greengrass feuere bei der Inszenierung aus allen Rohren und schaffe so einen lauten und beunruhigenden Katastrophenfilm, mit dem er wieder etwas Schrecken über die zerstörerische Kraft des Feuers in die Köpfe der Nichtdirektbetroffenen bringt. Auch in The Lost Bus sei Greengrass mit seinem Wackelkamera-Stil am liebsten mittendrin statt nur dabei. Die Kamera, die immer ganz nah bei den Protagonisten ist, die oft auch selbst nicht wissen, wo und wie genau es weitergehen soll, fange so die dadurch entstehende Orientierungslosigkeit für das Publikum ein. Kombiniert mit Drohnenaufnahmen halte der Regisseur die Intensität über die ganze Zeit hoch.[15]
Auszeichnungen
British Academy Film Awards 2026
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte[16][17]
Movies for Grownups Awards 2025
- Nominierung als Bester generationenübergreifender Film[18]
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte (Charlie Noble, David Zaretti, Russell Bowen und Brandon K. McLaughlin)
Visual Effects Society Awards 2026
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte in einem fotorealistischen Spielfilm (Charlie Noble, Gavin Round, David Zaretti, Russell Bowen und Brandon K. McLaughlin)
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte einer Umwelt („The Wildfires of Roe Road“, Jamie Haydock, Francesco Ferraresi, Sergei Konorev und Frederick Vallee)
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte einer Umwelt („Feather River Canyon by the Pulga Bridge“, David Schulz, Mareike Loges, Björn Markgraf und Philipp Hafellner)
- Nominierung für die Besten visuellen Effekte – Simulations („Escape from Hell“, Billy Copley, Mathieu Chardonnet, Chetan Patkar und David Schott)[19]
Literatur
- Lizzie Johnson: Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire.
Weblinks
- The Lost Bus bei IMDb
- The Lost Bus bei crew united
- The Lost Bus – Official Teaser von Apple TV+ bei YouTube (Video, englisch)
- The Lost Bus im Programm des Toronto International Film Festivals (englisch)