Thomas Blevins
US-amerikanischer lutherischer Geistlicher
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Thomas Leslie Blevins (* 18. März 1941 in Butte, Montana; † 11. März 2016 in Billings, Montana) war ein US-amerikanischer lutherischer Geistlicher. Von 1983 bis 1987 war er Bischof der Pacific-Northwest-Synode der Lutherischen Kirche in Amerika.
Biographie
Blevins wuchs in einer irischstämmigen Familie in Montana auf. Er machte eine Ausbildung zum Fleischer und finanzierte sich so den Besuch des College und anschließend des Theologischen Seminars. Nach seinem Abschluss wurde er in der Lutherischen Kirche in Amerika (LCA) zum Pfarrer ordiniert und trat eine Pfarrstelle an der Pilgrim Lutheran Church in Portland an. Später wechselte er an die Messiah Lutheran Church in Billings, Montana. 1981 wurde er zum Assistenten des Bischofs A. G. Fjellman berufen, dem er 1983 im Amt nachfolgte.[1] Als Bischof setzte er sich gegen die Apartheid in Südafrika ein und unterzeichnete gemeinsam mit anderen hochrangigen Geistlichen eine ökumenische Erklärung, die bei den amerikanischen Ureinwohnern der Region um Vergebung für die Zerstörung von indigenen spirituellen Praktiken durch die Kirchen bat.[2]
Als die LCA 1987 in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika aufging, verblieb Blevins nicht im Amt eines Bischofs, sondern wechselte in den Führungsstab der Kirchenregion 1, die seinen alten Zuständigkeitsbereich umfasste. 1991 wurde er vom leitenden Bischof der ELCA Herbert Chilstrom als Direktor der Abteilung für synodale Beziehungen in die Kirchenleitung nach Chicago berufen.[1] Im Folgejahr eröffnete Bischof Lowell Knutson ein Disziplinarverfahren wegen sexuellen Missbrauchs gegen Blevins, nachdem eine erwachsene Frau gegen ihn ausgesagt hatte. Um diesem Verfahren zuvorzukommen, legte Blevins, der jegliches Fehlverhalten leugnete, alle kirchlichen Ämter nieder.[3] Er ging in die Privatwirtschaft zum Camping-Franchise Kampgrounds of America und dort im Jahr 2000 in den Ruhestand.[1]
Blevins heiratete 1959 Judy Hein, mit der er zwei Söhne hatte. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er 2002 erneut. Er starb 2016 in Billings, Montana.[1]