Thomas Ebenstein

österreichischer Opernsänger From Wikipedia, the free encyclopedia

Thomas Ebenstein (geboren 1979 in Feldkirchen in Kärnten[1]) ist ein österreichischer Opernsänger der Stimmlage Tenor. Er gehört seit 2012 dem Ensemble der Wiener Staatsoper an.[1]

Leben und Wirken

Thomas Ebenstein wurde in Feldkirchen in Kärnten geboren und verbrachte dort seine ersten Lebensjahre.[1] Er absolvierte seine Gesangsausbildung bei Helena Łazarska an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.[1] Er besuchte außerdem die Liedklasse von Robert Holl und beendete seine Ausbildung im Jahr 2004 mit Auszeichnung. Der Schwerpunkt seiner Rollen liegt im Fach des Tenorbuffos.

Von 2003 bis 2012 war Ebenstein Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin, seit der Spielzeit 2012/2013 gehört er dem Ensemble der Wiener Staatsoper an. Gastengagements führten ihn unter anderem an die New Yorker Metropolitan Opera, das Teatro alla Scala in Mailand, die Bayerische Staatsoper, die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Dresdner Semperoper, die Staatsoper Hamburg, das Festspielhaus Baden-Baden, die Deutsche Oper am Rhein, das Théâtre des Champs-Élysées, die Opéra de Lyon, das Grand Théâtre de Genève, das Theater an der Wien, die Volksoper Wien, zu den Wiener Festwochen, zur Ruhrtriennale, zum Bergen International Festival, und zum Hongkong Arts Festival. Er sang sowohl bei den Salzburger Festspielen, als auch bei den Salzburger Osterfestspielen.

An der Wiener Staatsoper war er bislang in über 400 Vorstellungen, darunter zahlreiche Premieren, zu hören.[2]

Der Schwerpunkt seiner Rollen liegt im Fach des Tenorbuffos, zu seinen ersten Rollen zählten Pedrillo in Mozarts Die Entführung aus dem Serail, Basilio in Le Nozze di Figaro, Monostatos in Die Zauberflöte und Jaquino in Beethovens Fidelio. Dazu kommen die Rollen in Opern von Richard Strauss wie Salome (Erster Jude), Elektra (Junger Diener und Aegisth), Der Rosenkavalier (Valzacchi), Ariadne auf Naxos (Tanzmeister), Die Frau ohne Schatten (Buckliger) und Capriccio (Monsieur Taupe) und im Wagnerfach der Steuermann im Fliegenden Holländer, David in Die Meistersinger von Nürnberg sowie Mime in Rheingold und in Siegfried. Zu seinem Opernrepertoire zählen auch der Schreiber in Mussorgskis Chowanschtschina, Schujski in Mussorgskis Boris Godunow, die vier Tenorpartien Andrès, Cochenille, Frantz und Pitichinaccio in Offenbachs Les Contes d'Hoffmann, sowie Dott. Cajus in Verdis Falstaff. Auch Opern des 20. (Kudrjaš in Káťa Kabanová, Vítek in Die Sache Makropulos, Marquis in Prokofjews Der Spieler, Truffaldino in Prokofjews Liebe zu den drei Orangen, Andres und Hauptmann in Bergs Wozzeck, Jack O’Brien und Fatty in Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, der Schäbige in Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, Bob Boles in Brittens Peter Grimes, Beichtvater in Poulencs Dialogues des Carmélites und Graf Kent in Reimanns Lear) sowie des 21. Jahrhunderts (Caliban in AdèsThe Tempest, Menelaos in Trojahns Orest und Edgar in der Uraufführung von Stauds Weiden) gehören zu seinem Repertoire.

Ebenstein sang im Rahmen von Konzerten in der Carnegie Hall, im Wiener Musikverein, im Konzerthaus Wien, im Konzerthaus Klagenfurt, im Festspielhaus St. Pölten, im Concertgebouw Amsterdam, im Auditorium die Milano, der Philharmonie Krakau, in der Berliner Philharmonie, in der Kölner Philharmonie, im Konzerthaus Dortmund, in der Laeiszhalle und der Elbphilharmonie Hamburg, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, im Tōkyō Bunka Kaikan sowie bei den Dresdner Musikfestspielen, beim Verbier Festival, beim Lucerne Festival, beim Kammermusikfest Lockenhaus und beim Carinthischen Sommer.

Ebenfalls widmet er sich dem Liedgesang und arbeitet in diesem Bereich mit den Pianisten David Lutz, Charles Spencer und Sarah Tysman zusammen.

Am Richard Wagner Konservatorium in Wien lehrt Ebenstein Sologesang.[3]

Preise

Ebenstein wurde mehrfach ausgezeichnet: 2001 beim Internationalen Dvořak Wettbewerb in Karlsbad (Tschechien), 2003 beim Musica Juventutis Wettbewerb des Wiener Konzerthauses und 2005 beim Internationalen Heinrich Strecker Wettbewerb in Baden bei Wien. 2007 war er Stipendiat der Richard Wagner Stipendienstiftung für die Bayreuther Festspiele.

Einzelnachweise

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