Thorsten Holzhauser

deutscher Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Thorsten Holzhauser (* 1985 in Kaiserslautern[1]) ist ein deutscher Historiker und Politikwissenschaftler,[2] der insbesondere zur Demokratie- und Parteiengeschichte forscht. Er ist seit Januar 2025 Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.[3]

Thorsten Holzhauser, 2025

Leben

Thorsten Holzhauser studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Geschichte, Germanistik und Bildungswissenschaften sowie Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort war er von 2013 bis 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2018 wurde er mit einer Arbeit zur Integrationsgeschichte der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) im vereinten Deutschland mit summa cum laude zum Dr. phil. promoviert.[1] Das Buch mit dem Titel Die „Nachfolgepartei“ wurde vielfach positiv rezensiert und gilt als Standardwerk zur Geschichte der PDS/Linkspartei.[4][5][6][7][8]

Im Jahr 2017 nahm Holzhauser eine Gastdozentur als Teaching Fellow an der University of Glasgow wahr und bearbeitete danach in Mainz ein Post-Doc-Projekt zur Auseinandersetzung mit NS-Belastung und Kollaboration in Westdeutschland, Österreich und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg.[1] Von Januar 2021 bis 2025 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus in Stuttgart. Dort hat er als Kurator unter anderem an der 2023 eröffneten Dauerausstellung „Demokratie als Lebensform“ mitgewirkt. Im Januar 2025 trat er die Nachfolge von Thomas Hertfelder als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Stiftung an. Seit Juli 2025 ist er zudem Kuratoriumsmitglied der Theodor-Heuss-Stiftung.[3][9]

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Demokratie und der politischen Parteien, vor allem der politischen Linken und des Liberalismus. Neben wissenschaftlichen Fachpublikationen veröffentlicht er in Zeitungen und Magazinen wie Zeit Online,[10] Tageszeitung (taz),[11][12] Frankfurter Allgemeine Zeitung,[13] Merkur[14] und Geschichte der Gegenwart.[15] Für deutsche und internationale Medien nimmt er zudem häufiger zur Parteien- und Koalitionspolitik sowie zu demokratiepolitischen Themen Stellung.[16][17][18][19] Er gilt als Experte für die Geschichte und Entwicklung der Parteien Die Linke[20][21] und Bündnis Sahra Wagenknecht.[22]

Publikationen (Auswahl)

Monographien

Herausgeberschaft

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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