Tiefenthal (Gemeinde Großweikersdorf)

Ortschaft im Bezirk Tulln From Wikipedia, the free encyclopedia

Tiefenthal ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großweikersdorf im Bezirk Tulln in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 147 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 war Tiefenthal eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Tiefenthal (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Tiefenthal
Tiefenthal (Gemeinde Großweikersdorf) (Österreich)
Tiefenthal (Gemeinde Großweikersdorf) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Großweikersdorf
Koordinaten 48° 26′ 17″ N, 16° 0′ 5″ Of1
Höhe 204 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 147 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 4,18 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06267
Katastralgemeindenummer 20034
Zählsprengel/ -bezirk Tiefenthal ( 004)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Geografie

Das Dorf südlich von Großweikersdorf liegt in einem linken Seitental der Schmida, das vom Hundsgraben entwässert wird. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 82 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 38 Häusern genannt, das nach Niederrußbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Grafenegg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Grafenegg, Tulln und St. Andrä sowie der Pfarre Niederrußbach.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Tiefenthal ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Pferdehändler, ein Schmied, ein Schuster und mehrere Landwirte ansässig.[5]

Mit 1. Jänner 1971 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Großwiesendorf, Kleinwiesendorf, Ruppersthal und Tiefenthal nach Großweikersdorf eingemeindet.[2]

Persönlichkeiten

  • Hans Schuster (1866–1950), Politiker und Abgeordneter zum Landtag, war hier Lehrer und Schulleiter

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 106 (TiefenthalInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 327.

Einzelnachweise

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