Timur Işık

deutscher Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Timur Işık (* 16. November 1980 in Hamburg) ist ein deutscher[1] Schauspieler.

Leben

Timur Işık wurde als Sohn eines türkischen Zahnarztes und einer deutschen Mutter in Hamburg geboren, wo er auch aufwuchs. Er absolvierte von 2002 bis 2006 eine Schauspielausbildung an der Universität der Künste in Berlin.[2] Direkt im Anschluss ging er in sein erstes Engagement am Münchner Volkstheater, dem er für drei Jahre (2006–2009) als festes Ensemblemitglied angehörte.

Zu Işıks Rollen am Münchner Volkstheater unter der Intendanz von Christian Stückl gehörten u. a.: die Titelrolle in Woyzeck (2006; Regie: Christian Stückl), Moritz Stiefel in Frühlings Erwachen (2006; Regie: Christine Eder), Zettel in Ein Sommernachtstraum (2007; Regie: Christian Stückl), Wahab in Verbrennungen[3] von Wajdi Mouawad (2008; Regie: Christine Eder), Banquo in Macbeth (2008; Regie: Philipp Jescheck), der Koch Kim in Das Fest (2009; Regie: Jorinde Dröse) und Domingo in Don Karlos (2009; Regie: Christian Stückl).

In der Spielzeit 2009/10 trat er am Schauspielhaus Bochum in der Titelrolle des Märchens Der gestiefelte Kater auf; Regie führte Wolf-Dietrich Sprenger.[4] Es folgten Gastengagements am Ballhaus Naunynstraße (2010–2012; 2014), am Heimathafen Neukölln (2011/2012), am Theater unterm Dach (2012, 2014) und an den Freien Kammerspielen Magdeburg. 2013 gastierte er am Stadttheater Bern als Sekretär Antonio in Goethes Schauspiel Torquato Tasso.[5] 2014 trat er am Theater unterm Dach als Woyzeck in einer Inszenierung von Oleg Myrzak auf.[6] In der Spielzeit 2014/15 spielte er Ballhaus Naunynstraße den Abraham in dem Theaterstück Vorhaut von Necati Öziri, unter der Regie von Miraz Bezar.[7] 2019 gastierte er beim Theater unterm Dach mit Robert Schneiders Solo-Stück Dreck.

In dem Kinofilm Ayla (2010) war Işık als jüngerer Bruder, der die Familienehre und die Tradition zu verteidigen sucht, zu sehen. In dem Kriminalfilm Prager Frühling aus der ZDF-Krimireihe Ein starkes Team (2013) verkörperte Işık den nach dem Verlust seines Führerscheins arbeitslos gewordenen Speditionsmitarbeiter Patrick Scholz, der Opfer eines Mordanschlags wird.

In der ZDF-Fernsehreihe Kreuzfahrt ins Glück (2015) übernahm er in der Episode Hochzeitsreise in die Türkei eine der Hauptrollen als erfolgreicher Staatsanwalt türkischer Herkunft, der eine fast 10 Jahre ältere deutsche Rechtsanwältin (Claudia Mehnert) heiratet und dadurch in Konflikt mit seiner türkischen, verwitweten Mutter (Nursel Köse) gerät. In dem ARD-Fernsehfilm Die Informantin (2016) war Işık in einer der Hauptrollen als Fitnessclub-Besitzer und Drogenschmuggler Musab zu sehen. In der 4. Staffel der Krimiserie Morden im Norden (2017) spielte er in einer Episodenhauptrolle den albanischen Stripclub-Besitzer Bojan Vesic, der als V-Mann für die Lübecker Kriminalpolizei arbeitet. In dem Fernsehfilm Ein Sommer in Prag (2017) aus der Ein Sommer in...-Filmreihe des ZDF spielte er, an der Seite von Laura Preiss und Katja Weitzenböck, den Fotojournalisten Raul, der sich in die Tochter der weiblichen Hauptfigur verliebt. In der 18. Staffel der ZDF-Serie SOKO Leipzig (2017) war Işık in einer weiteren Episodenhauptrolle als Fitnesstrainer Ercan Durmuz, der sich als verdeckter BKA-Ermittler herausstellt, zu sehen.

In der 5-teiligen ZDF-Krimiserie Die Protokollantin (2018) mit Iris Berben als Titelfigur spielte Işık in einer durchgehenden Hauptrolle den Berliner LKA-Ermittler Yanik Akbay. In dem TV-Thriller Der Auftrag (2019) verkörperte er den libanesischen Gangsterboss Ahmed Sayed.[8] Im 5. Film der TV-Reihe Der Lissabon-Krimi (2020) spielte Işık den tatverdächtigen katholischen Priester Padre Cristovao Lima, den Initiator und Betreuer eines Straßenkinderprojekts.[9] In der 18. Staffel der ZDF-Serie SOKO Wismar (2021) übernahm er eine dramatische Episodenhauptrolle als tatverdächtiger alleinerziehender Vater, der seinen Sohn gegen Mobbing in der Schule beschützen will.[10] In der 22. Staffel der ZDF-Serie SOKO Leipzig (2021) spielte er eine weitere Episodenhauptrolle als tatverdächtiger ehemaliger Klient eines getöteten Bauunternehmers.[11] Im Kölner Tatort: Schutzmaßnahmen (2023) spielte er Karim Farooq, den neuen Lebensgefährten von Kommissar Schenks Tochter Sonja (Natalie Spinell).[12] Im Tatort (Dresden) gehört er seit 2023 als Staatsanwalt Jakob Klasen zur Stammbesetzung.[13] In der vierten Staffel der Fernsehserie Charité (2024) übernahm er die durchgehende Hauptrolle des Neurotechnologen Dr. Ferhat Williamson.

Işık ist außerdem als Sprecher für Hörspiele, für Features im Rundfunk und Fernsehen und für Werbespots tätig.[14] Im Juni 2005 übernahm er bei der Deutschland-Lesereise von Donna Leon bei ihrem Auftritt im Renaissance-Theater Berlin in Berlin die Lesung der deutschsprachigen Textpassagen aus ihrem Roman Beweise, daß es böse ist. Commissario Brunettis dreizehnter Fall.[15]

Işık lebt in Berlin.[1]

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele

Einzelnachweise

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