To Ornette: Hybrid Identity
Musikalbum des Theo Jörgensmann Quartetts
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To Ornette - Hybrid Identity ist ein Musikalbum des Theo Jörgensmann Quartetts. Die am 27. November 2000 und am 18. Februar 2001 im Vagnsson Studio in Hannover entstandenen Aufnahmen erschienen 2002 auf HatHut Records.
Veröffent-
lichung
Aufnahme
Format(e)
CD, Download
| To Ornette: Hybrid Identity | ||||
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| Studioalbum von Theo Jörgensmann Quartet | ||||
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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52:53 | ||||
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Besetzung |
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Theo Jörgensmann Quartet, Werner X. Uehlinger | ||||
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Studio(s) |
Vagnsson Studio, Hannover | |||
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Hintergrund
To Ornette - Hybrid Identity war – nach Ta eko mo und Snijbloemen – das dritte Album des zweiten Theo Jörgensmann Quartetts, dem der Vibraphonist Christopher Dell, der Bassist Christian Ramond und der Schlagzeuger Klaus Kugel angehörten.
Titelliste
- Theo Jörgensmann Quartet – To Ornette - Hybrid Identity (hatOLOGY – hatOLOGY 576)[1]
- Mr. Vertigo (Christopher Dell) 7:24
- On Unsafe Roads (Ramond, Dell, Kugel, Jörgensmann) 10:15
- Hybrid Identity (Theo Jörgensmann) 4:52
- Poème (Christopher Dell) 5:30
- Rainer Rumpel (Christopher Dell) 7:36
- Sisu (Theo Jörgensmann) 5:42
- Veneta (Ramond, Dell, Kugel, Jörgensmann) 6:46
- Greatings to Ornette (Christopher Dell) 4:48
Rezeption
Steve Loewy verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und meinte, obwohl die Beziehung zwischen Ornette Coleman und Theo Jörgensmann auf den ersten Blick etwas fragil erscheinen mag, würde Peter Niklas Wilson in seinen Liner Notes überzeugend argumentieren, dass der Geist Ornette Colemans im Mittelpunkt dieser Musik steht. Auch wenn ihm das Album gewidmet ist, würde keines seiner Stücke gespielt, und die Instrumentierung weise wenig Ähnlichkeit mit seiner Musik auf. Doch mit dem Fokus auf die Melodie (als Mittel, nicht als Zweck), der Offenheit des Taktes, der Vielfalt der Ansätze innerhalb eines einzigen Liedes und der Bereitschaft, ungewöhnliche, aber logische Wege einzuschlagen, nehme Jörgensmann das Erbe Ornette Colemans auf eine Weise auf, die vielleicht nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Dies sei eine straff vorgetragene Reihe von Kompositionen, in denen die meisterhafte Beherrschung der Klarinette Jörgensmann dazu führe, mit den Grenzen zu flirten, wo Free Jazz auf Hard Bop treffe. Dies könne mitunter komplexe Musik sein, in der sich Leichtigkeit mit abwechslungsreichen Harmonien verbinde, aber auch belebende Kost. Christopher Dells Vibraphon würde die Tonalitäten mit einer zarten Tiefe färben, ohne dass das Ergebnis als „Jazz-Light“ missverstanden werden könnte. To Ornette – Hybrid Identity wirke stellenweise atmosphärisch – aber nicht lange. Durchgehend sei eine Ernsthaftigkeit spürbar, die den Hörenden zur Konzentration auffordere, da es viele geheimnisvolle Schichten zu lüften gelte.[2]
Die Band würde Colemans harmolodische Konzepte bis zu einem gewissen Grad übernehmen, meinte Glenn Astarita (All About Jazz). Die Musiker verfolgten jedoch einen individuellen Spielplan, der von den komplex verwobenen Unisono-Linien Jörgensmanns und des Vibraphonisten Christopher Dell geprägt sei. Die Solisten würden sich kreuzende Themen über den wimmelnden und manchmal kreisförmigen Pulsationen der Rhythmusgruppe verwenden. Jorgensmanns strahlende Überlegungen würden durch seinen Free-Bop-Ansatz und seinen soulgetränkten Swing-Sinn ergänzt. So gebe das Quartett mit dieser hervorragend komponierten Darbietung zusätzliche Hoffnung für den modernen Jazz.[3]