Tommy Mottola
US-amerikanischer Musikmanager, Produzent und Autor.
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Thomas Daniel „Tommy“ Mottola (* 14. Juli 1949 in New York City) ist ein US-amerikanischer Musikmanager, Produzent und Autor. Derzeit ist er Vorsitzender der Mottola Media Group und zuvor fast 15 Jahre lang Vorsitzender und CEO von Sony Music Entertainment, der Muttergesellschaft des Columbia-Labels. Er ist mit der mexikanischen Schauspielerin und Sängerin Thalía verheiratet.
Leben
Mottola studierte an der Hofstra University auf Long Island und war zunächst als Gitarrist und Sänger der Band The Exotics tätig. 1971 heiratete er seine erste Frau, Lisa Clark, mit der er, vor der Scheidung 1990, zwei Kinder bekam, Michael und Sarah. 1993 heiratete er seine zweite Frau, die Musikerin Mariah Carey, das Paar ließ sich jedoch 1998 wieder scheiden.[1] Im Jahr 2000 heiratete er seine dritte Frau, die Sängerin Thalía, mit der er zwei Kinder hat, Sabrina und Matthew.[2]
Tommy Mottola war von 1990 bis 2003 CEO der Sony Music Entertainment USA. Er wurde entlassen, nachdem ein öffentlichkeitswirksamer Streit mit Michael Jackson, der 50 % der Sony/ATV Music Publishing besaß[3], eskaliert war.[4] Jackson hatte ihm vorgeworfen, ein „Rassist und Teufel“ zu sein. Zuvor hatte Jackson kurz vor Veröffentlichung seines Albums Invincible (2001) angekündigt, den Vertrag mit Sony nicht zu verlängern. Daraufhin hatte Mottola sämtliche Werbung für das Album abgebrochen. Anders als beim Vorgängeralbum HIStory (1995), wo in den größten Städten der Welt überlebensgroße Statuen des King of Pop aufgestellt worden waren, wurden für Invincible nicht einmal TV-Spots ausgestrahlt. Das Album verkaufte sich dementsprechend schlecht, wofür Jackson Mottola die Schuld gab.
Nach Sony gründete er seine eigene Firma Mottola Media Group, die Filme, Musik, Theater und auch Mode produziert.[5]
Beziehung zu Jeffrey Epstein
Mottola unterhielt eine persönliche Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. E-Mails, die The Daily Beast im Jahr 2023 von den Behörden der Amerikanischen Jungferninseln über eine Anfrage nach dem Freedom of Information Act erhielt, zeigen mehrere Telefonate zwischen Epstein und Mottola. Damals ließ Mottola über seinen Publizisten verlauten: „Mr. Epstein und ich haben gemeinsame Bekannte und er hat mich mehrmals angerufen, um Konzertkarten zu bestellen, wie es viele Leute tun.“[6] Am 12. Februar 2026 berichtete Page Six jedoch, dass E-Mails aus den Epstein-Akten, die am 30. Januar 2026 vom Justizministerium der Vereinigten Staaten veröffentlicht wurden, eine engere persönliche Beziehung zu Epstein zwischen 2010 und 2018 dokumentieren.[7] Ende 2017 „schlug die #MeToo-Bewegung zu, und Mottola schien verunsichert. In einem Austausch zwischen den beiden Männern diskutierten sie über eine Frau, die einen Anwalt engagiert. Epstein schrieb: ‚Itou [sic] are safe.‘ (‚Du bist sicher.‘) Mottola antwortete: ‘You’re sure?.. I don’t have to do anything just shut up and Lay low.’ (‚Bist du sicher? Ich muss nichts tun, nur die Klappe halten und mich bedeckt halten‘). Ein paar Monate später, nach einem Enthüllungsbericht über Les Moonves im New Yorker, schrieb Epstein an Mottola: ‘did you see the massage section in the monves piece. we should thank our lucky stars.’ (‚Hast du den Massageteil in dem Moonves-Artikel gesehen? Wir sollten unseren Glückssternen danken.’) […] Fast ein ganzes Jahrzehnt lang gab es Dutzende von Mottolas Anrufen, Besuchen und unbeantworteten Anrufen in Epsteins Pariser Wohnung.“[8]