Tornado von Belm
Tornado in Osnabrück und Belm
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Verlauf und Zugbahn
Die Zeit, in der der Tornado auftrat, wird im Allgemeinen zwischen 20:45 und 21:00 Uhr angegeben. Erste Schäden traten im Osnabrücker Stadtteil Schinkel sowie im Widukindland im Bereich der Bremer Straße auf. Von hier aus zog der Tornado in Richtung der angrenzenden Ortslage von Belm, welche sich ohne nennenswerte Bebauungslücken an Osnabrück anfügt. Vor allem der Heideweg, der Marktring und die Ringstraße waren von der Zugbahn betroffen. Insgesamt war die Schneise, welche der Tornado zog, 6 Kilometer lang und 50 Meter breit.[1][2]
Foto des Tornados
Eine Fotografie des Tornados mit dem Schinkelturm im Hintergrund wurde nach dem Ereignis in der Presse abgebildet. Die zu dieser Zeit noch vorherrschende Analogfotografie, gepaart mit dem seltenen Ereignis und guten Fotobedingungen, machte Bilder von Tornados in Deutschland rar.
Aufräumarbeiten
Die Schadensbilder, welche der Tornado verursachte, reichten von ganz oder teilweise abgedeckten Dachpfannen über herausgerissene Dachfenster bis zu weggerissenen Flachdächern. Nicht nur Äste, sondern ganze Bäume wurden mit Wurzelteller umgeworfen oder abgedreht. Abgerissene Dachpappe und Kunststoffrolladenteile verteilten sich sogar kilometerweit vom eigentlichen Schadenszentrum weg über die Landschaft. Die Feuerwehren von Belm und Osnabrück sowie weitere Einheiten aus den Umland waren nach dem Tornado vier Tage mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten beschäftigt. Zufällig fand im Feuerwehrhaus von Belm eine Verbandsversammlung statt, deren Teilnehmer Zeugen des vorbeiziehenden Tornados wurden.[3] Das Technische Hilfswerk war mit schweren Geräten aus den Ortsverbänden Osnabrück, Quakenbrück, Ronneberg und Stadthagen im Einsatz, um Trümmer und Unrat zu beseitigen.[4]
Weitere Tornado-Ergebnisse in der Region
Das Osnabrücker Land wie auch das angrenzende Tecklenburger Land und der Kreis Minden-Lübbecke werden gelegentlich als deutsche Tornado Alley betitelt, da hier mit die größte Dichte an auftretenden Tornados in Deutschland herrscht.[5]
Weitere Tornados in der Region
- 23. August 1995: Hopsten
- 29. Juni 1997: 4× in Bissendorf
- 9. September 1998: Ibbenbüren und Ledde
- 1. Oktober 2001: Remsede und Hilter[6][7]
- 8. November 2001: Hagen a.T.W.[8]
- 23. Februar 2002: Riesenbeck