Triptycen

aromatische organische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Triptycen gehört zur Klasse der aromatischen Kohlenwasserstoffe, deren Grundgerüst aus dem Barrelen besteht. Es ist das formale Produkt einer Diels-Alder-Reaktion von Anthracen mit 1,2-Didehydrobenzol, einem Arin. Die Verbindung besitzt eine Schaufelrad-Konfiguration mit D3h-Symmetrie. Das Kohlenwasserstoffgerüst ist äußerst rigide, so dass Triptycen und Triptycen-Derivate, wie beispielsweise Triptycenchinon,[3] in organischen Verbindungen als molekulares Gerüst in der Synthese bestimmter molekularer Motoren eingesetzt[4] oder als spezielle Ligandensysteme für zum Beispiel Hydrocyanierungsreaktionen[5] eingesetzt werden können.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Triptycen
Allgemeines
Name Triptycen
Andere Namen
  • 9,10-Dihydro-9,10[1’,2’]-benzenoanthracen
  • Tribenzobicyclo[2.2.2]octatrien
  • NSC122926
  • 9,10[1’,2’]-Benzenoanthracen
Summenformel C20H14
Kurzbeschreibung

Farblose Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 477-75-8
EG-Nummer 207-519-3
ECHA-InfoCard 100.006.837
PubChem 92764
ChemSpider 83742
Wikidata Q411264
Eigenschaften
Molare Masse 254,33 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

256 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Paul D. Bartlett und Mitarbeiter publizierten die Synthese 1942 und benannten sie nach „The triptych of antiquity“, übersetzt „Das Triptychon der Antike“, einem Buch bestehend aus drei an einer Achse zusammen befestigten Seiten.

Gewinnung und Darstellung

Die ursprüngliche Synthese des Triptycens verlief über sieben Stufen, beginnend mit Anthracen und p-Benzochinon. Im Labor lässt sich Triptycen aus Anthracen und Anthranilsäure herstellen. Dabei wird mittels Amylnitrit und Anthranilsäure das reaktive und kurzlebige Benzyn hergestellt, welches in situ mit Anthracen nach einer Diels-Alder-Reaktion am zentralen Benzolring des Anthracens zum Triptycen reagiert.

Einzelnachweise

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