Tulpe (Band)
deutsche Rockband
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Tulpe bzw. TULPE ist eine im Jahr 2019 gegründete[1] deutsche Rockband. Sie wurde unter anderem durch den Song Sprengt den Wal! bekannt, mit dem sie im Frühjahr 2026 auf den Medienhype um einen gestrandeten Buckelwal reagierte.
| Tulpe | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Deutschland |
| Genre(s) | Rock |
| Aktive Jahre | ab 2019 |
| Gründungsmitglieder | |
Gesang | Joachim Foerster |
Bass | Christoph Chudaska |
| Aktuelle Besetzung | |
| Joachim Foerster | |
| Christoph Chudaska | |
| Anton Eder | |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre | Ludwig Kociok (2023–2025) |
Bandgeschichte
Joachim Foerster,[2] Christoph Chudaska, Chris Friedl und Nikki Isensee lernten einander in Münster kennen, produzierten ihre ersten Songs und hatten 2022 erste Auftritte.[3] Ihre Gruppe wollten sie zunächst nach Joachim Foerster, dem Sänger der Band, nennen; eine 2016 gegründete[4] Vorgänger-Band, in der ebenfalls schon Chudaska den Bass gespielt hatte, hieß JFFB (Joachim Fucking Förster Band).[5] Die JFFB brachte 2017 ihr Debütalbum Nahsexerfahrung heraus.[4]
Die Musiker ließen sich dann aber durch den Bandnamen Guns N’ Roses inspirieren, nach einem passenden Blumennamen zu suchen. So kam es zu dem Namen „Tulpe“, was im Persischen die Bedeutung „Geliebte“ hat.[3]
Foerster, der auch der Texter der Band ist, singt in deutscher Sprache. Der Stil der Band wird als „eine sehr gelungene Mischung aus traditionellem Deutschrock der 90er Jahre, heutiger Popästhetik und modernen Sounds“[3] bezeichnet, ihre Songs mit den hymnischen Refrains machten Spaß, regten „aber auch zum Nachdenken an“.[3] Sie verbreiteten ein „Lebensgefühl des Aufbruchs“ und stünden „für das Wiegen in unsicheren Zeiten“.[3]
Die ersten Songs der Band waren Deutschland, eine Auseinandersetzung mit der Identitätssuche von jungen Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland mit ihrer schwierigen Geschichte aufwachsen und den Wunsch nach einer Heimat haben, der man sich zugehörig fühlen kann, Amy & Jim, die Geschichte einer toxischen Beziehung, die nur in Verbindung mit Alkohol funktioniert, die Akustiknummer Zu tief über die Bindungsängste der Generation Y, Bis bald, ein Werk, das sich ebenfalls mit dem Verlust von Bindung beschäftigt, und Lala, in dem Berlin eine tragende Rolle spielt.[3]
Enfant Sensible ging vor allem über TikTok viral.[6]
Im Juni 2025 trat die Band bei Rock am Ring auf der Hauptbühne auf. Gitarrist der Band war zu diesem Zeitpunkt Ludwig Kociok,[1] der nach eigener Auskunft von 2023 bis 2025 Mitglied von Tulpe war.[7]
Auf der Single Bleib hier du nervst, die im Oktober 2025 herauskam, sind neben Foerster und Chudaska der Gitarrist David Jürgens sowie die Posaunisten Anton und Edwin Eder zu hören, Anton Eder zusätzlich auch noch am Schlagzeug.[8]
Anfang 2026 ging Tulpe auf eine Tournee und gastierte mit ihrem Programm Könige von Trotzdem in zehn Städten Deutschlands und Österreichs.[9]
Sprengt den Wal!, eine satirische Reaktion auf den Medienrummel um den in der Ostsee gestrandeten Wal „Timmy“ im frühen „Die-Ärzte-Stil“,[10] die Ende April 2026 veröffentlicht wurde, war ein Über-Nacht-Erfolg und löste kontroverse Reaktionen aus. Foerster und seine Bandmitglieder – neben Christoph Chudaska und Anton Eder wirkte an diesem Song auch Fedro Heger mit[11] – fanden es paradox, dass ausgerechnet ein so urtümliches Wesen wie ein Wal für Social-Media-Nutzer ein Anlass gewesen sei, dermaßen viele geschmacklose KI-Songs etc. zu kreieren. Davon setzte sich der Tulpe-Song deutlich ab, in dem vorgeschlagen wurde, das geschwächte Tier, das wochenlang gestrandet am Rande der Ostsee gelegen hatte, einfach zu sprengen und zweckmäßig zu verwerten.[12] Der Song war nur wenige Tage lang aktuell, denn am 2. Mai 2026 wurde „Timmy“ von einer privaten Initiative auf eine Barge verladen. Der Wal wurde darin in die Nordsee geschleppt und dort ausgesetzt.[13] Knapp zwei Wochen später wurde sein Kadaver vor Anholt gefunden.[14] Forscher sprachen von Tierquälerei.[15][16][17][18]