Ty Henderson

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Ty Henderson (* 6. Dezember 1953 in Los Angeles, Kalifornien; † 3. August 2018 ebenda) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Einige Quellen geben als Geburtsdatum den 1. September 1946 an.[1][2][3]

Leben

Henderson wurde 1953 in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien geboren und wuchs in Beverly Hills auf, wo er in seiner Jugend in der Elm Street lebte. Er besuchte die Beverly Hills High School (BHHS), die er 1972 absolvierte. An der High School kam der gläubige Buddhist erstmals mit der Schauspielerei in Berührung und erhielt Schauspielunterricht von John Ingle.[4]

Er starb im Alter von 64 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Er wurde kremiert und eine private Gedenkfeier in Palos Verdes abgehalten. Seine Mutter Mary und seine Großmutter Maude starben vor ihm; er wurde von seinem Bruder Michael überlebt. Über mögliche Kinder oder Partner liegen keine öffentlichen Informationen vor.[4][5]

Karriere

Henderson spielte bereits während seiner Zeit an der Beverly Hills High School verschiedene Rollen auf der Bühne, darunter Puck in A Midsummer Night’s Dream, Simon Stimson in Our Town und 1972 Will Parker in einer JHI-Produktion von Oklahoma![4]

Seine professionelle Schauspielkarriere begann er im Jahr 1969, im Alter von 16 Jahren, in einem nicht genannten Auftritt im Film Alexandria – Treibhaus der Sünde. Seinen Durchbruch hatte er im selben Jahr mit der Rolle des Cleon in der Fernsehserie Room 222, den er bis 1974 in zehn Folgen verkörperte. 1972 trat er in einer Folge der Serie Twen-Police als Walter auf und es folgten mehrere Gastrollen, darunter als Bobby im Fernsehfilm Firehouse, als Michael in Medical Center, als Tommy in Search, als David Campanella im Fernsehfilm It’s Good to Be Alive und in Notruf California. 1973 spielte er zudem Kyle in einer Folge von Shazam! und M. C. in Die Partridge Familie. Im Folgejahr war er in den zwei Kurzfilmen Alcohol: The Choice und It’s My Hobby zu sehen.[1][2][3]

Von 1974 bis 1976 war er als Gary „Aces“ Highman und James Drew in zwei Folgen der Krimiserie Harry-O zu sehen. Weitere Gastrollen hatte er in Dr. med. Marcus Welby, Neu im Einsatz, Nachdenkliche Geschichten und Lucas Tanner. Eine zusätzliche wiederkehrende Rolle hatte er im Jahr 1977, im Alter von 24 Jahren, als Paul Jerome in fünfzehn Folgen der Science-Fiction-Serie Die Weltraum-Akademie – an der Seite von Pamelyn Ferdin als Laura Gentry.[6] Im selben Jahr sprach er Ray Franklin im Fernsehfilm The Fat Albert Christmas Special und trat in einer Folge von Tales of the Unexpected auf. Von 1978 bis 1979 übernahm er seine umfangreichste Animationsarbeit in Tarzan and the Super 7, einer Anthologie-Serie von Filmation, die Tarzan‑Abenteuer mit Superhelden‑Segmenten kombinierte. Er sprach unter anderem Superstretch, Chris Cross und Superstarch in insgesamt 33 Folgen, so 1979 in Superstretch and Microwoman.[1][2][3][7]

1978 spielte er Tony in CHiPs sowie T. J. in Police Story – Immer im Einsatz. 1979 folgten Auftritte als Airman Endo in Mork vom Ork und als Jerry Wilson in Big Shamus, Little Shamus.[8] 1980 war er als Michael Humphries im Film Das große Finale zu sehen und trat in Hart auf Hart sowie Barnaby Jones auf. Zwischen 1982 und 1983 spielte er Barney Wolfe in 15 Folgen der Sitcom Madame’s Place. Außerdem spielte er den Stage Manager in zwei Folgen von Goodnight, Beantown und Jenks in The Paper Chase.[1][2][3]

1984 folgten Rollen im Fernsehfilm Dark Mirror sowie Gastauftritte in Matt Houston und Trapper John, M.D. Zwischen 1985 und 1986 spielte er schließlich Sam Williams in 31 Folgen der Seifenoper California Clan. Zuletzt war er 1986 als Bill im Film Eine total verrückte Formel zu sehen sowie als Zeitungsfotograf in Die Fälle des Harry Fox und als Sitaris in der Fernsehserie What’s Happening Now!. Danach zog er sich aus der Schauspielerei zurück.[1][2][3][9]

Im deutschen Sprachraum wurde Henderson unter anderem von Detlef Bierstedt, Mathias Einert, Charles Muhamed Huber, Mario von Jascheroff, Ulrich Matthes, Frank Röth, Joachim Tennstedt, Udo Wachtveitl und Jens Wawrczeck synchronisiert.[10][11]

Filmografie (Auswahl)

  • 1969: Alexandria – Treibhaus der Sünde
  • 1969–1974: Room 222 (Fernsehserie)
  • 1972: Twen-Police (Fernsehserie)
  • 1973: Firehouse (Fernsehfilm)
  • 1973: Time to Run
  • 1973: Medical Center (Fernsehserie)
  • 1973: Search (Fernsehserie)
  • 1973: Die Straßen von San Francisco (Fernsehserie)
  • 1973–1974: Notruf California (Fernsehserie)
  • 1974: It’s Good to Be Alive (Fernsehfilm)
  • 1974: Shazam! (Fernsehserie)
  • 1974: Apple’s Way (Fernsehserie)
  • 1974: It’s My Hobby (Kurzfilm)
  • 1974: Alcohol: The Choice (Kurzfilm)
  • 1974–1976: Harry-O (Fernsehserie)
  • 1975: Lucas Tanner (Fernsehserie)
  • 1975: Nachdenkliche Geschichten (Fernsehserie)
  • 1975: Neu im Einsatz (Fernsehserie)
  • 1975: Dr. med. Marcus Welby (Fernsehserie)
  • 1977: Tales of the Unexpected (Fernsehserie)
  • 1977: Die Weltraum-Akademie (Fernsehserie)
  • 1977: The Fat Albert Christmas Special (Fernsehfilm)
  • 1978: Police Story – Immer im Einsatz (Fernsehserie)
  • 1978: CHiPs (Fernsehserie)
  • 1978–1979: Tarzan and the Super 7 (Fernsehserie)
  • 1979: Big Shamus, Little Shamus (Fernsehserie)
  • 1979: Mork vom Ork (Fernsehserie)
  • 1980: Barnaby Jones (Fernsehserie)
  • 1980: Hart auf Hart (Fernsehserie)
  • 1980: Das große Finale
  • 1982–1983: Madame’s Place (Fernsehserie)
  • 1983: Goodnight, Beantown (Fernsehserie)
  • 1983: The Paper Chase (Fernsehserie)
  • 1984: Trapper John, M.D. (Fernsehserie)
  • 1984: Dark Mirror (Fernsehfilm)
  • 1984: Matt Houston (Fernsehserie)
  • 1985–1986: California Clan (Fernsehserie)
  • 1986: Die Fälle des Harry Fox (Fernsehserie)
  • 1986: What’s Happening Now! (Fernsehserie)
  • 1986: Eine total verrückte Formel

Einzelnachweise

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