U-Boot-Klasse XVIII
Klasse von nie vollständig Realisierten U-Booten der deutschen Kriegsmarine
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Die U-Boot-Klasse Typ XVIII[3] waren zwei U-Boote mit den Bezeichnungen U 796 und U 797, die durch die Deutschen Werke AG gebaut werden sollten.
Zeichnung der U-Boot-Klasse XVIII | ||||||||||||||
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Er gehörte zu einer neuen Generation von U-Booten, die dazu beitragen sollten, den Verlauf der Zweite Schlacht um den Atlantik zu wenden. Durch den Einsatz von Walters Turbinen mit geschlossenem Kreislauf galten sie auf dem Papier als die leistungsstärksten U-Boote des Zweiten Weltkriegs.[1] In der Praxis handelte es sich jedoch um eine äußerst komplexe und unausgereifte Technologie.
Mit den Arbeiten wurde am 4. Januar 1943 begonnen. Am 14. Dezember 1943 wurden die beiden Boote zur Fertigstellung zur Germaniawerft verlegt, aber zugunsten der U-Boote des ähnlich konstruierten Typs XXI nie fertiggestellt.
Geschichte
Um die Jahreswende 1942/1943 gelang es den Alliierten, in der Zweiten Atlantikschlacht die Oberhand zu gewinnen. Dies war unter anderem auf die Kenntnis der deutschen Verschlüsselungscodes, die wachsenden alliierten Luftstreitkräfte und die Konvoieskorten sowie auf neue Waffen (z. B. Hedgehog) zurückzuführen. Die deutsche Kriegsmarine hingegen erlitt schwere Verluste, und es wurde für sie immer schwieriger, alliierte Schiffe zu versenken. Gegen den immer stärker werdenden Gegner reichten die Leistungen der bisherigen deutschen U-Boote der Typen VII und IX nicht mehr aus. Die deutschen Hoffnungen richteten sich auf die Entwicklung einer neuen U-Boot-Generation, die sich vor allem durch höhere Geschwindigkeit und Reichweite bei der Unterwasserfahrt auszeichnen sollte.[4]
Dazu wurden zwei grundlegende Ansätze erprobt. Der erste war die Entwicklung von U-Booten, die von einer Walter-Turbine mit geschlossenem Kreislauf und Perhydrol als Oxidationsmittel angetrieben wurden. Das mit dem Walter-Antrieb ausgestattete Versuchs-U-Boot V80 erreichte unter Wasser eine Geschwindigkeit von 28 Knoten (zum Vergleich: Das am weitesten verbreitete deutsche U-Boot des Zweiten Weltkriegs, der Typ VIIC, erreichte unter Wasser eine Geschwindigkeit von 7,6 Knoten). Daher begannen die Arbeiten an der militärischen Nutzung des Antriebs für Hochgeschwindigkeits-U-Boote. Zunächst wurden kleinere Küsten-U-Boote des Typs XVII in Auftrag gegeben. Am 4. Januar 1943 wurden zudem zwei wesentlich größere Hochsee-U-Boote des Typs XVIII mit den Bezeichnungen U 796 und U 797 bestellt. Den Auftrag erhielt die Werft Deutsche Werke, die ihn am 14. Dezember 1943 an die Germaniawerft in Kiel weitergab.[1] Der Bau beider U-Boote wurde im Dezember 1943 begonnen, doch keines wurde fertiggestellt. Der Walter-Antrieb stellte nämlich eine unausgereifte und extrem komplexe Technologie dar.[5] Im März 1944 wurde der Bau beider U-Boote daher eingestellt.[1] Die Marine konzentrierte sich auf den Bau konventioneller U-Boote („Elektroboote“), die vor allem dank einer erhöhten Batteriekapazität eine verbesserte Leistung erzielten (Küsten-Typ XXIII und Hochsee-Typ XXI).[6]
Aufbau
Die U-Boote des Typs XVIII ähnelten in Größe und Aussehen stark dem XXI. Ihr Rumpf war als Doppelhüllenbau ausgeführt. Sie sollten mit dem Radar FuMO 61 Hohentwiel-U, den Hydrophonen GHG und Balkon-Gerät sowie den elektronischen Systemen FuMB 3 Bali und FuMB 6 Palau ausgestattet sein. Ihre Bewaffnung bestand aus sechs 533-mm-Torpedorohren, für die insgesamt 23 Torpedos mitgeführt wurden. Die Flugabwehr wurde durch vier 30-mm-Geschütze in Doppelrohr-Türmen auf dem Kommandoturm gewährleistet.[1]
Das Antriebssystem bestand aus zwei MWN-Dieselmotoren mit einer Leistung von 4400 PS, zwei Brückner & Kanis-Walter-Turbinen mit einer Leistung von 15 000 PS sowie zwei SSW-Hilfselektromotoren mit einer Leistung von 380 PS, die zwei Schiffsschrauben antrieben. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 18,5 Knoten über Wasser, 24 Knoten unter Wasser bei Einsatz des Walter-Antriebs und sieben Knoten unter Wasser bei Einsatz der Elektromotoren. Die Reichweite betrug 7000 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von zehn Knoten über Wasser, 202 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von vierundzwanzig Knoten beziehungsweise 350 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von sechzehn Knoten unter Wasser (mit dem Walter-Antrieb) und 45 Seemeilen bei einer Geschwindigkeit von vier Knoten unter Wasser (mit den Elektromotoren). Die operative Tauchtiefe betrug 135 Meter.[1]
