Die Strecke umfasste sieben Etappen durch die Vereinigte Arabische Emirate. Neben vier Flachetappen beinhaltete die Rundfahrt auf der zweiten Etappe ein Einzelzeitfahren, das aufgrund seiner geringen Länge von 12,2 Kilometern keine wesentlichen Zeitunterschiede bringen sollte. Entscheidend für die Gesamtwertung waren die dritte und sechste Etappe, die jeweils mit einer Bergankunft endeten. Trotz der Bergankünfte wurde keine Bergwertung ausgefahren.
Die Flachetappe wurde zunächst aufgrund starker Winde um 26 auf 118km verkürzt. In der ersten Rennhälfte ohne nennenswerte Höhenunterschiede, mussten in der zweiten Rennhälfte wiederholt kleinere Wellen überwunden werden, der letzte Kilometer führte bergan. Nachdem der letzte Ausreißer 28km vor den Ziel eingeholt war, wurde das Rennen im Sprint entschieden, der von sprintstarken Bergfahrern dominiert wurde.[1]
Die zweite Etappe wurde in Form eines Einzelzeitfahrens ausgetragen und führte wie in den Vorjahren 12,2km flach über den Al Hudayriyat Cycle Track auf der Insel Hudayriyat. Weltmeister Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) startete bereits als vierter Fahrer und setzte eine Bestzeit, die von keinem anderen Fahrer unterboten wurde.[2]
Nach 169,5 flachen Kilometern führte die abschließende Steigung nach Jebel Moraba (1226 m). Dabei waren 13,2km mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,1% zu bewältigen. Eine zweiköpfige Spitzengruppe wurde zu Beginn der Steigung eingeholt. Eine frühe Attacke von Felix Gall (Decathlon CGA CGM) wurde durch Antonio Tiberi (Bahrain Victorious) gekontert, der seine Führung bis ins Ziel verteidigte und damit auch die Gesamtführung übernahm. Der bisherige Führende Remco Evenepoel konnte den besten Fahrern nicht folgen und kam mit über zwei Minuten Rückstand ins Ziel.[3]
Die vierte Etappe führte über hügeliges Terrain mit kürzeren Anstiegen über 182km, wobei die letzten ca. 25km kontinuierlich leicht bergab führten. Nach hektischen Rennbeginn formierte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, deren Vorsprung durch die Sprinterteams kontrolliert wurde. Die zwischenzeitlich auf vier Fahrer geschrumpfte Spitzengruppe wurde auf dem letzten Kilometer vom Hauptfeld eingeholt. Den anschließenden Massensprint gewann Jonathan Milan (Lidl-Trek).[4]
Auf der fünften Etappe über 168km waren keine nennenswerten Anstiege zu bewältigen. Eine dreiköpfige Spitzengruppe führte lange das Rennen an, der Abstand wurde von den Sprinterteams kontrolliert und zum Rennende wieder zugefahren. Im Massensprint setzte sich erneut Jonathan Milan durch.[5]
Das Profil der sechsten Etappe ähnelte dem der zweiten Etappe: nach 157 flachen Kilometern endete die Etappe erneut mit einer Bergankunft. Auf dem Weg zum Jebel Hafeet führte über 10,6km mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,7%. Die letzten Fahrer einer siebenköpfigen Spitzengruppe wurde zu Beginn der Steigung eingeholt. Im Anstieg erwies sich Isaac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG) als Stärkster und erreichte als Solist das Ziel. Dabei distanzierte er den bis dahin Gesamtführenden Antonio Tiberi um 31s, womit er auch die Gesamtführung übernahm.[6]
Die letzte Etappe über 149km war erneut flach. Wie auf den bisherigen Flachetappen bildete sich eine Spitzengruppe, die vom Feld kontrolliert und zwei Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde. Im Massensprint des Feldes feierte Jonathan Milan seinen dritten Tageserfolg, womit er sich auch den Gewinn der Punktewertung sicherte. In der Gesamtwertung gab es keine Veränderung mehr.[7]