Ulli Schäfer
deutscher Kommunalpolitiker, Landrat des Landkreises Greiz
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Ulli Schäfer (* 1983 in Gera) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Landrat im Landkreis Greiz.
Leben
Ulli Schäfer wuchs in Münchenbernsdorf auf und lebt auch weiterhin dort. Schäfer hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Zuvor absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung im Krankenhaus und war in leitender Funktion im Personalmanagement in Ostthüringer Krankenhäusern tätig. Der gebürtige Geraer promovierte 2018 auf dem Gebiet der Sozial- und Gesundheitswissenschaften.[1]
Seit 2023 ist er Präsident des DRK-Kreisverbandes Landkreis Greiz e. V., der größten Hilfs- und Hilfsorganisationen im Landkreis Greiz.[2] Zuvor war er sechs Jahre erster Vizepräsident und 15 Jahre Kreisleiter des Jugendrotkreuzes.
Politik
Im Februar 1999 wurde er Mitglied der CDU Greiz und der Jungen Union Greiz. Ehrenamtlich ist er seit 2022 Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Greiz und war zuvor 12 Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender von Martina Schweinsburg.
Von Mai 2004 bis Mai 2024 war er Mitglied im Kreistag vom Landkreis Greiz, davon zehn Jahre CDU-Fraktionsvorsitzender und Ausschussvorsitzender. 2004 war er mit 21 Jahren jüngster Kommunalpolitiker Thüringens, welcher direkt in einen Stadtrat und Kreistag gewählt wurde. Am 9. Juni 2024 gewann er die Wahl zum Landrat im Landkreis Greiz als Nachfolger von Martina Schweinsburg.[3]
Ulli Schäfer setzte im Landkreis Greiz die Arbeitspflicht für Asylbewerber zu 100 Prozent um. Jeder Asylbewerber im Landkreis Greiz muss seither einer gemeinnützigen Arbeit nachgehen.[4]
Im September 2025 forderte Schäfer in einem Brief an Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) die Ausweitung des Arbeitspflicht auch auf Bürgergeldempfänger sowie weitere Sanktionsmöglichkeiten und erarbeitete einen konkreten Gesetzentwurf dazu.[5][6] Der Verfassungsrechtler Boehme-Neßler bewertet diese Forderungen als grundgesetzwidrig sowie als Verstoß gegen die europäische Menschenrechtskonvention.[7]