Union des Francophones
Parteienkoalition in der belgischen Provinz Flämisch-Brabant
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Die Union des Francophones (UF, „Vereinigung der Französischsprechenden“) ist eine Parteienkoalition in der belgischen Provinz Flämisch-Brabant. Sie tritt als Interessenvertretung für die französischsprachige Minderheit auf.
| Union des Francophones | |
|---|---|
| Parteivorsitzender | Maxime Timmerman (DéFI) (2024) |
| Gründung | Oktober 1994 |
| Ausrichtung | Interessenpartei der französischsprachigen Minderheit im Umland von Brüssel |
| Farbe(n) | Türkis |
| Website | uniondesfrancophones.be |
Geschichte
Die Partei entstand im Gefolge der vierten Staatsreform 1993, die Belgien in einen Bundesstaat aus den drei Einheiten Flandern, Wallonien und der Hauptstadtregion Brüssel umwandelte. In diesem Zuge wurde die Provinz Brabant in zwei Provinzen – Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant – aufgeteilt. Die erstgenannte Provinz umfasste die Peripherie der Hauptstadtregion Brüssel, in der zahlreiche frankophone Belgier lebten.
Um dieser Minderheit eine parlamentarische Stimme zu verleihen, gründete sich im Vorfeld der Provinzrat-Wahlen vom Oktober 1994 die Union des Francophones als gemeinsame Wahlliste verschiedener frankophoner Parteien. Die konstituierenden Parteien waren die Parti Social Chrétien (PSC, ab 2002 Centre Démocrate Humaniste, CDH, 2022 in Les Engagés umbenannt), die Front démocratique des francophones (FDF, seit 2015 Démocrate Fédéraliste Indépendant, DéFi), der Parti Réformateur Libéral (heute Teil des Mouvement Réformateur, MR) und der Parti Socialiste (PS). Bei den Wahlen gewann die UF 7,1 % der Stimmen in Flämisch-Brabant und 5 (6,7 %) der 75 Sitze im Provinzrat.[1][2] Bei den Wahlen zum Flämischen Parlament 1995 kandidierte die UF erneut, allerdings nur in der Provinz Flämisch-Brabant.
Seither kandidierte die UF bei den flämischen Parlamentswahlen, den Provinzwahlen in Flämisch-Brabant und in verschiedenen Gemeinden im Brüsseler Umland.
Bei der flämischen Parlamentswahl 2024 bestand die UF aus DéFI, MR, PS und Les Engagés sowie einigen parteilosen Personen und wurde von Maxime Timmerman (DéFI) angeführt.[3]
Wahlergebnisse
Flämisches Parlament
Das Parlament Flanderns hat 124 Abgeordnete.
| Wahl | Stimmen | Prozent | Mandate | |
|---|---|---|---|---|
| Fl.-Brabant | Flandern | |||
| 21. Mai 1995 | 44.053 | 6,96 % | 1,17 % | 1 |
| 13. Juni 1999 | 36.683 | 5,64 % | 0,94 % | 1 |
| 13. Juni 2004 | 43.391 | 6,52 % | 1,07 % | 1 |
| 7. Juni 2009 | 47.319 | 7,00 % | 1,15 % | 1 |
| 25. Mai 2014 | 34.741 | 5,01 % | 0,8 % | 1 |
| 26. Mai 2019 | 28.804 | 4,10 % | 0,7 % | 0 |
| 9. Juni 2024 | 20.452 | 2,82 % | 0,47 % | 0 |
Provinzrat von Flämisch-Brabant

Die Zahl der Mitglieder im Provinzrat änderte sich mehrfach.