Unter Stellerhöhe
Europaschutzgebiet im Bregenzerwaldgebirge in Vorarlberg
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Das Europaschutzgebiet Unter Stellerhöhe ist ein Natura-2000-Gebiet im österreichischen Bundesland Vorarlberg.[1][2][3]
Unter Stellerhöhe | ||
In der Bildmitte die felsige Region mit den steilen Wäldern ist das Europaschutzgebiet Unter Stellerhöhe | ||
| Lage | Österreich, Vorarlberg, Bezirk Bregenz, Egg | |
| Fläche | 28,93 ha | |
| WDPA-ID | 555789898 | |
| Natura-2000-ID | AT3429000 | |
| FFH-Gebiet | 28,93 ha | |
| Geographische Lage | 47° 24′ N, 10° 2′ O | |
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| Meereshöhe | von 850 m bis 1300 m | |
| Einrichtungsdatum | 2015 | |

Lage
Politisch liegt das Schutzgebiet in der Gemeinde Egg im Bezirk Bregenz. Regional gehört es zum Subersachtal in der Region Bregenzerwald, gebirgsgeographisch liegt es im Osten des Winterstaudenkamms. Das Gebiet umfasst die steilen Ost- und Südosthänge der Stellerhöhe hinunter zur Subersach.
Beschreibung
Das Gebiet ist weit abgelegen von Siedlungen und Touristenorten. Es ist nicht über öffentliche Straßen oder Seilbahnen erreichbar. Die steilen Hänge sind bedeckt von Steinen, Feinschutt und feiner Erde. Auf diesem Untergrund haben sich naturnahe Mondviolen-Ahornwälder und Hirschzungen-Ahornwälder mit einer farnreichen Krautschicht, Moosen und Flechten gebildet. Durch Lawinen verändert sich die Natur ständig. Alt- und Totholz sind häufig und bieten eine gute Grundlage für die Artenvielfalt.[4] Der obere Teil ist Teil des Biotops Stellerhöhe, hier gibt es unter anderem Auerhühner.[5] Der untere Teil ist Teil des Biotops Subersach Egg.[6] Besonders schön sind die seltenen Wilden Mondviolen in der Blütezeit. Diese benötigen nährstoff-, basen- und feinerdereiche Steinschuttböden. Das Grüne Besenmoos oder Grüne Gabelzahnmoos (Dicranum viride) wächst in feuchten Wäldern epiphytisch auf Borken von Laubbäumen und auf morschem Holz. Es ist dabei auf alte Laubbäume als Substrat angewiesen und benötigt eine lange Kontinuität des Lebensraumes. Es kommt deshalb nur in Wäldern vor, die nie entwaldet wurden. Es kann sich nur vegetativ vermehren und daher kaum neue Standorte besiedeln. Deshalb handelt es sich um ein sogenanntes Urwaldrelikt.[7]
Schutzgüter und Erhaltungsziele
Die offiziellen gebietsspezifischen Schutzgüter sind die Schlucht- und Hangmischwälder nach der FFH-Richtlinie RL 92/43/EWG, EU-Code 9180 und das seltene Grüne Gabelzahnmoos (Dicranum viride) nach derselben Richtlinie, Code 1381.[4]
Tourismus
Ein Wander- und Mountainbikeweg quert das Gebiet von Nord nach Süd, von der Vorderen Stellenalpe zur Vorderen Leugehralpe. Dieser Weg ist auch ein Güterweg für die Land- und Forstwirtschaft. Sonst gibt es keine Wege im Schutzgebiet.[8][9][10] Es besteht ein Wegegebot. Blumen pflücken ist verboten. Für Hunde besteht Leinenpflicht.
Die nächstgelegene Ortschaft ist Sibratsgfäll, zu Fuß über Wanderwege dauert es rund zwei Stunden.[9] Die Mountainbikestrecke vom Ortszentrum Egg bis zum Ortszentrum Sibratsgfäll ist rund 20 km lang.[10]

