Unterneuhüttendorf
Gemeindeteil von Ludwigsstadt
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Unterneuhüttendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Ludwigsstadt im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).[2]
Unterneuhüttendorf Stadt Ludwigsstadt | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 30′ N, 11° 22′ O |
| Höhe: | 411 m ü. NHN |
| Einwohner: | 11 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96337 |
| Vorwahl: | 09263 |
Geographie
Der Weiler liegt im tief eingeschnittenen Tal der Loquitz. Es mündet innerorts die Taugwitz als linker Zufluss der Loquitz. Der Ort ist allseits von bewaldeten Anhöhen des Frankenwaldes umgeben, dem Schwarzen Berg im Osten (625 m ü. NHN), dem Mösseberg im Süden (578 m ü. NHN) und eine namenlose Erhebung im Westen (681 m ü. NHN). Die Bundesstraße 85 führt nach Lauenstein (1,1 km nördlich) bzw. nach Oberneuhüttendorf (0,8 km südöstlich). Die Kreisstraße KC 1 führt nach Ebersdorf (2 km südwestlich).[3]
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterneuhüttendorf 6 Anwesen (1 Kupferhammer bestehend aus Hammerwerk, Wohnhaus und Bräuhaus, 2 Häuser, 2 Mahl- und Schneidmühlen, 1 Ölmühle). Das Hochgericht übte das bayreuthische Amt Lauenstein aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft hatte das Kastenamt Lauenstein inne mit Ausnahme des Kupferhammers, über das das Bergamt Naila die Vogtei hatte.[4]
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Lauenstein. Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterneuhüttendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Lauenstein und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Lauenstein zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde Unterneuhüttendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ludwigsstadt eingegliedert.[5]
Baudenkmäler
Am Kupferhammer 4: Gasthaus Kupferhammer
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Nikolaus (Lauenstein) gepfarrt.[4]
Literatur
- Tilmann Breuer: Landkreis Kronach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 19). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 450619354, S. 260.
- Johann Kaspar Bundschuh: Neuhüttendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 758 (Digitalisat).
- Helmut Demattio: Kronach – Der Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 32). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1998, ISBN 3-7696-9698-0.
- Georg Paul Hönn: Neuhutendorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 277 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 721–722.
Weblinks
- Unterneuhüttendorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 15. Dezember 2021.
- Unterneuhüttendorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 19. August 2020.
- Unterneuhüttendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 19. August 2020.