Untersteinbach an der Haide
Gemeindeteil der Stadt Roth
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Untersteinbach an der Haide (fränkisch: Undaschdahnba[2]) ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Roth im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).[3] Untersteinbach liegt in der Gemarkung Belmbrach.[4]
Untersteinbach an der Haide Kreisstadt Roth | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 13′ N, 11° 5′ O |
| Höhe: | 355 m ü. NHN |
| Einwohner: | 101 (2. Jan. 2018)[1] |
| Postleitzahl: | 91154 |
| Vorwahl: | 09171 |
Geographische Lage
Durch das Dorf fließt der Steinbach, ein rechter Zufluss der Rednitz. Im Südwesten grenzt das Flurgebiet Mühläcker an, im Südosten das Flurgebiet Elm und im Norden das Waldgebiet Brunnfeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 2 (1,2 km nördlich), zur Kreisstraße RH 6 (1,4 km westlich), nach Obersteinbach an der Haide (0,8 km östlich) und nach Wernsbach (3,2 km südlich).[5]
Geschichte
Aus einer auf ca. 1190 zu datierenden Lehenurkunde des Bamberger Domkapitels, die das Amt Roth beschreibt, geht hervor, dass Untersteinbach im Gebiet dieses Amtes gelegen haben muss.[6] 1345 wurde der Ort als „Niderstainbach“ erstmals urkundlich erwähnt.[7] Laut dem Urbar für das burggräfliche Amt Roth, das ca. 1380 aufgestellt wurde, hatte das Amt einen Anspruch auf 4 Huben, 2 Lehen und 1 Gereut. Im Urbar des markgräflichen Amtes Roth von 1434 waren 6 Güter, 4 Reutäcker und 2 Reutwiesen verzeichnet.[8] 1562 starben 33 Menschen an der Pest. 1673 fiel der Ort einem Brand zum Opfer. Gemäß den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen von 1732 gab es in Untersteinbach 8 Anwesen (6 Höfe und 2 Gütlein), die alle das Kastenamt Roth als Grundherrn hatten.[9]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Untersteinbach 11 Anwesen (3 Ganzhöfe, 6 Halbhöfe, 1 Gut mit Zapfenwirtschaft, 1 Gütlein) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Roth.[10] 1802 gab es im Ort 14 Anwesen.[11]
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Untersteinbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Belmbrach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Belmbrach zugeordnet. Am 1. Juli 1971 wurde der Ort im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Roth eingegliedert.[12][13]
Baudenkmäler
In Untersteinbach gibt es fünf Baudenkmäler:[14]
- Kreuzstein
- Bernloher Weg 5: Bauernhof
- Hopfenstr. 1: erdgeschossiges Bauernhaus
- Hopfenstr. 3: Bauernhaus
- Wallesauer Str. 3: dazugehöriger Backofen
Einwohnerentwicklung
Religion
Untersteinbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Zu unserer lieben Frau (Roth) gepfarrt.[10][9] Die Katholiken sind nach Maria Aufnahme in den Himmel (Roth) gepfarrt.[24][27]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untersteinbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 651 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Georg Paul Hönn: Unter-Steinbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 380 (Digitalisat).
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 248.
- Eberhard Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1969, DNB 457000937, S. 76–77.
Weblinks
- Ortsteile > Untersteinbach an der Haide. In: stadt-roth.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Untersteinach a.d.Haide in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 20. November 2021.
- Untersteinbach a.d.Haide in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 23. September 2019.
- Untersteinbach a.d.Haide im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. November 2021.