Ustina Dubitsky
deutsche Dirigentin
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Ustina Dubitsky (* in München) ist eine deutsche Dirigentin.
Leben
Ustina Dubitsky wuchs in München auf und sang dort im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper.[1] Dabei wirkte sie in Inszenierungen von Opern wie La Bohème, Carmen, Faust, Tosca und Hänsel und Gretel mit.[2] Ab dem Alter von vier Jahren erhielt sie Violinunterricht und wirkte später als Konzertmeisterin in verschiedenen Jugendsinfonieorchestern wie dem Bayerischen Landesjugendorchester und dem Odeon-Jugendsinfonieorchester München, unter anderem unter der Leitung von Robin Ticciati und Mariss Jansons.[1][3]
Ein ursprünglich angestrebtes Violinstudium musste sie aufgrund von Beschwerden in den Handgelenken aufgeben. Stattdessen studierte Dubitsky zunächst Schulmusik an der Hochschule für Musik und Theater München und schloss dieses mit dem ersten Staatsexamen ab.[2] Während dieses Studiums machte sie ihre erste Erfahrung am Dirigierpult und wandte sich ab 2014, im Alter von 24 Jahren, vollständig dem Dirigieren zu.[4]
Auf Anraten eines Professors absolvierte sie ein Studium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.[2] Während ihrer Zeit in Weimar besuchte sie Meisterkurse bei Péter Eötvös, David Zinman und Paavo Järvi und dirigierte die Jenaer Philharmonie. Von 2015 bis 2017 war sie zudem künstlerische Leiterin des Collegium Musicum Weimar. In der Spielzeit 2018/2019 war sie Stipendiatin der Bergischen Symphoniker.[4]
Wegweisend für ihre weitere Karriere war im Anschluss ein Masterstudium bei Johannes Schlaefli an der Zürcher Hochschule der Künste. Während dieses Studiums dirigierte sie unter anderem die Meininger Hofkapelle, die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und das Musikkollegium Winterthur. Sie schloss das Studium im September 2021 ab.[4]
Wirken als Dirigentin
Von Januar 2022 bis Juli 2023 war Ustina Dubitsky als Assistenzdirigentin beim Orchestre Victor Hugo tätig. Außerdem wirkte sie von 2022 bis 2024 als musikalische Assistentin von François-Xavier Roth beim Gürzenich-Orchester in Köln.[2] Zudem assistierte sie Roth 2022 bei der Neuproduktion von Lohengrin an der Bayerischen Staatsoper sowie bei Mozarts Die Zauberflöte mit dem Ensemble Les Siècles am Théâtre des Champs-Élysées in Paris.[5]
Im Februar 2024 hatte Dubitsky ihr Debüt beim Odense Symfoniorkester in Dänemark.[1] Im April desselben Jahres debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper mit den Werken Lucrezia von Ottorino Respighi und Der Mond von Carl Orff.[6] Im August 2025 leitete sie die Junge Norddeutsche Philharmonie im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.[7]
Mit dem auf historisch informierte Aufführungspraxis spezialisierten Ensemble Les Siècles unternahm Dubitsky eine Tournee nach Paris, Antwerpen, Genf, Bern und Zürich. Im September 2025 leitete sie auch einen Auftritt des Ensembles mit Isabelle Faust bei den Berliner Festspielen.[8] Im Januar 2026 folgte ihr Debüt bei den Düsseldorfer Symphonikern.[9] Im Mai desselben Jahres dirigierte Dubitsky das Bayerische Landesjugendorchester beim Eröffnungskonzert des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert.[10]
Zu den weiteren Klangkörpern, die Ustina Dubitsky dirigierte, zählen das SWR Symphonieorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre de Paris, das Ensemble Modern, das Ensemble intercontemporain, die Dresdner Philharmonie, die Bochumer Symphoniker, die Münchner Symphoniker, das Orchester der Opéra National de Lyon, das Münchner Rundfunkorchester, die Deutsche Kammerakademie Neuss sowie das Ensemble Reflektor.[11]
Auszeichnungen
- 2022: Preis der Orchestermusiker und Stipendium der Akademie[5]
Weblinks
- Website von Ustina Dubitsky (englisch)
- Profil bei Artists Management Company