V.N. Automóveis
Portuguese carmaker
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V.N. Automóveis (auch VN Automóveis) war ein Automobil- und Nutzfahrzeughersteller mit Sitz in Vendas Novas, Portugal.
Geschichte
V.N. Automóveis entstand aus dem Montagebetrieb des Unternehmens Francisco Batista Russo & Irmão, der nach dessen Insolvenz 1995 zu VN Montagem e Reparação de Automóveis Batista Russo, Lda. wurde. Im Jahr 2000 wurden Fahrzeuge der Marke UMM gefertigt.[1]
Nach einem Wechsel in eine andere Unternehmensgruppe wurde aus V.N. Automóveis eine Aktiengesellschaft. Im Jahr 2006 begann V.N. Automóveis mit der Montage von Isuzu-Fahrzeugen.[2] Neben der Montage und dem Umbau der Fahrzeuge war die Montage von Automobilkomponenten ein weiteres Geschäftsfeld.
Im Jahr 2011 belief sich der Umsatz auf 2.832.750 Euro.[2]
Zeitweise soll V.N. Automóveis rund 500 Mitarbeiter gehabt haben.[3] In den Jahren 2011 und 2012 wurde die Belegschaft von 127 auf 99 Mitarbeiter reduziert.[4] Ein Jahr später kündigte Isuzu eine Verlagerung der Montage nach Italien an.[3] Vor diesem Hintergrund entließ V.N. Automóveis 33 von rund 80 verbleibenden Arbeitnehmern.[5][6]
Hergestellt wurden die Serie N und die neue Serie F.[2] Für ihre Aufbauten aus hochfestem Stahl erhielt V.N. Automóveis im Rahmen des Swedish Steel Prize 2005 eine ehrenvolle Erwähnung.[7]
Im Juli 2015 wurde das Insolvenzverfahren für das Unternehmen eröffnet.[3]
Produktion
Die Produktionszahlen von 2006 bis 2012 schwankten stark.[8] Von den im Jahr 2008 produzierten Einheiten gingen 2671 in den Export.[2]
| Jahr | Exemplare |
|---|---|
| 2006 | 2214 |
| 2007 | 3168 |
| 2008 | 2862 |
| 2009 | 670 |
| 2010 | 1536 |
| 2011 | 1331 |
| 2012 | 1573 |
| 2013 | 1230[9] |
V.N. Automóveis war zeitweise das kleinste Automobilwerk Portugals bzw. das zweitkleinste vor Toyota Caetano Portugal mit einem Anteil an der Inlandsproduktion von 0,7 % (2011) bzw. 0,9 % (Januar bis November 2013).[10][11] Mehr als die Hälfte der Produktion ging nach Großbritannien, während sich der Rest auf Spanien, Portugal, Belgien und Zypern, aber auch Deutschland verteilte.[2][4][12] Eine Produktion des Pkw-Modells D-Max kann (trotz entsprechender Bebilderung einer Quelle[4]) nicht nachgewiesen werden.
Literatur
- Ana Carolina Soares de Carvalho: Estudo da sustentabilidade da indústria automóvel em Portugal. Aveiro 2009 (handle.net [abgerufen am 3. Oktober 2018]).