Valinol

From Wikipedia, the free encyclopedia

Valinol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der chiralen 1,2-Aminoalkohole. Valinol kann aus der Aminosäure Valin gewonnen werden, weshalb es zumeist, wie auch Valin, enantiomerenrein in der (S)-Konfiguration vorliegt. Das Enantiomer (R)-Valinol und das racemische (RS)-Valinol besitzen nur geringe Bedeutung.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von (S)-Valinol
(S)-Valinol
Allgemeines
Name Valinol
Andere Namen
  • 2-Amino-3-methyl-1-butanol
  • L-Valinol
Summenformel C5H13NO
Kurzbeschreibung

weiße bis blass gelbe Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 217-975-5
ECHA-InfoCard 100.016.342
PubChem 640993
ChemSpider 556322
Wikidata Q7911716
Eigenschaften
Molare Masse 103,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

30–32 °C[2]

Siedepunkt

81 °C bei 10 hPa[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319
P: 264280302+352337+313362+364332+313[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

(S)-Valinol kann durch Reduktion von (S)-Valin mit Lithiumaluminiumhydrid oder Dimethylsulfidboran hergestellt werden.[3] Alternativ kann Natriumborhydrid/Iod verwendet werden.[4]

Optisch reines (ee > 99 %) Valinol kann durch die Umsetzung des prochiralen Hydroxyketons mit ω-Transaminasen (ω-TA) mit einem Aminodonator (bspw. Isopropylamin) in organischen Lösungsmitteln, wie MTBE, erhalten werden.[5] Beste Ergebnisse erzielen ω-TAs aus Arthrobacter.[6]

Verwendung

(S)-Valinol kann in der Synthese von enantiomerenreinen Oxazolin-Katalysatoren[7] und Imidazolidinon-Auxiliaren für asymmetrische Aldol-Reaktionen verwendet werden.[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI