Vanessa Matz
belgischer Politiker
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Vanessa Matz (* 12. August 1973 in Lüttich[1]) ist eine belgische Politikerin (LE). Seit 2025 ist sie Ministerin für Modernisierung der Verwaltung in der Regierung De Wever.

Leben und Wirken
Matz studierte Rechtswissenschaften an der Universität Lüttich, wo sie 1996 ihren Abschluss machte. Bereits während ihres Studiums war sie in den Gemeinderat von Aywaille gewählt worden. Dort war sie von 1998 bis 2000 Stadträtin für öffentliche Arbeiten und Sauberkeit, von 2001 bis 2006 Stadträtin für Stadtplanung, Umwelt und Information und von 2006 bis 2012 Stadträtin für Raumplanung, Stadtplanung, Umwelt, Abfallwirtschaft, Information und Chancengleichheit.
Nach ihrem Studienabschluss arbeitete sie als juristische Mitarbeiterin in der CSP-Fraktion im föderalen belgischen Senat. Von März 2000 bis Dezember 2003 war sie persönliche juristische Mitarbeiterin von William Ancion, dem damaligen Ersten Beigeordneten von Lüttich. Im Oktober 2004 wurde sie politische Sekretärin der CSP-Fraktion im wallonischen Parlament, wo sie im November 2006 politische Direktorin wurde. Von Januar bis April 2008 war sie Kabinettschefin des damaligen föderalen Arbeitsministers Josly Piette. Schließlich war sie von September 2008 bis September 2011 erneut politische Sekretärin der cdH. Parallel dazu war sie kooptierte Senatorin im belgischen Senat, bis sie im Juli 2009 als Nachfolgerin von Anne Delvaux reguläre Senatorin wurde. Hier war sie unter anderem Mitglied der Ausschüsse für Finanzen und Wirtschaft, Justiz sowie Auswärtige Angelegenheiten und Nationale Verteidigung. Von Oktober 2009 bis Mai 2010 war sie Vorsitzende des Beratenden Ausschusses des Bundes für Europaangelegenheiten.
Bei den Parlamentswahlen 2014 wurde Matz im Wahlkreis Lüttich in die Belgische Abgeordnetenkammer gewählt. Hier war sie ständiges Mitglied des Ausschusses für Inneres, Allgemeine Angelegenheiten und Öffentlichen Dienst und nach ihrer Wiederwahl bei der Wahl 2019 der Ausschüsse für Justiz und Inneres, Sicherheit, Migration und Verwaltungsangelegenheiten. Nach der erneuten Wiederwahl bei den Wahlen 2024 übernahm sie den Vorsitz ihrer Parlamentsfraktion.[2] 2024 war sie ebenfalls erneut in den Gemeinderat von Aywaille gewählt worden, nachdem sie 2018 nicht angetreten war, nahm aber auch 2024 die Wahl nicht an.[3]
Stattdessen war sie als eine der Hauptverhandlerinnen ihrer Partei bei der Bildung der Regierung De Wever tätig. Diese kam im Februar 2025 zustande und Matz selbst wurde als Ministerin für Modernisierung der Verwaltung in die Regierung aufgenommen.[4] Entsprechend dem Zuschnitt ihres Ministeriums initiierte sie eine Reorganisation der föderalen Behörden,[5] unternahm Anstrengungen zur Verbesserung der Chancengleichheit[6] und kündigte einen vollständig digitalen Identitätsnachweis an.[7] Gleichwohl sollen trotz Digitalisierungsbestrebungen der Europäischen Union ihrem Vorhaben entsprechend Verwaltungsverfahren auch künftig auf nicht-digitalem Weg möglich bleiben.[8] Im Zuge der Kontroversen um den Chatbot Grok im Januar 2026 unternahm Matz in Belgien Maßnahmen, um die Erstellung von Deepfake-Bildern mit sexuellem Inhalt zu verhindern.[9]
Weblinks
- Vanessa Matz bei democrats.eu
- Vanessa Matz bei der belgischen Regierung
- Vanessa Matz beim belgischen Senat