Veenendaal

Stadt und eine Gemeinde in den Niederlanden From Wikipedia, the free encyclopedia

Veenendaal (anhören/?) ist ein Ort und eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Utrecht.

Schnelle Fakten
Gemeinde Veenendaal
Flagge der Gemeinde Veenendaal
Flagge
Wappen der Gemeinde Veenendaal
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Utrecht
Bürgermeister Gert-Jan Kats (parteilos)[1]
Sitz der Gemeinde Veenendaal
Fläche
 – Land
 – Wasser
19,72 km²
19,42 km²
0,3 km²
CBS-Code 0345
Einwohner 70.799 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 3590 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 2′ N,  33′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E35 N233
Vorwahl 0318
Postleitzahlen 3901–3907
Website veenendaal.nl
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Veenendaal, moderner Turm in der Straße (2012)

Lage und Wirtschaft

Veenendaal liegt zwischen Amersfoort und dem einige Kilometer östlich gelegenen Ede, an der Autobahn A12 (UtrechtArnheim). Es verfügt über zwei Bahnhöfe an der Eisenbahnlinie Utrecht–Rhenen. Die Gewerbegebiete im Norden des Ortes liegen nahe dem Bahnhof Veenendaal-De Klomp an der Bahnstrecke Amsterdam–Arnheim. Dieser wurde mit dem Jahresfahrplan 2008 deutlich aufgewertet, seitdem halten dort halbstündlich Intercity-Züge.

Am Westrand des Ortes liegt das Waldgebiet Utrechtse Heuvelrug, das für Wanderungen geeignet ist und viele Touristen anzieht.

Zum Ausgleich der verschwundenen Arbeitsplätze in der Woll- und Zigarrenindustrie ließen sich vor allem Unternehmen im IT-Bereich sowie Werbeagenturen und Großhandelsunternehmen mit Hilfe staatlicher Subventionen ansiedeln. Arbeit bieten zudem die zahlreichen Pflegeanstalten und Schulen des Ortes. Veenendaal ist ein Kultur- und Einkaufszentrum für die ganze Region.

Geschichte

Veenendaal entstand im 16. Jahrhundert als ein Torfstecherdorf im Moorgebiet im Süden der „Geldersche Vallei“, auf der Grenze zwischen dem Bistum Utrecht und dem Herzogtum Geldern. Entlang des Torfkanals Grift und dessen Seitenkanäle wurden die ersten Häuschen gebaut. Im 18. Jahrhundert blühte die Hausweberei und der Tabakanbau.

Veenendaal war von etwa 1870 bis 1970 ein wichtiger Industrieort. Es wurden zum einen Textilien herstellt, vor allem Wolle – Scheepjeswol (Schiffchenwolle) zum Selbststricken und zum Sockenstopfen und 3 Suisses waren bekannte Marken aus Veenendaal – und zum anderen Zigarren. Beide Branchen unterlagen der ausländischen Konkurrenz. Die letzte Zigarrenfabrik, Ritmeester, schloss im Januar 2005 ihre Tore.

Sehenswürdigkeiten und Events

  • Die Kirche am Marktplatz wurde 1568 erbaut.
  • Das Theater „De Lampegiet“ ist von überregionaler Bedeutung.
  • Südlich des Ortes kann man schöne Spaziergänge im Wald machen.
  • Jährlich findet ein internationales Straßenradrennen unter dem Namen Veenendaal-Veenendaal statt.

Politik

Bei der Kommunalwahl am 18. März 2026 gewann zum zweiten Mal die Lokalpartei ProVeenendaal und konnte damit ihren Wahlsieg aus dem Jahr 2022 verteidigen.

Gemeinderat

Kommunalwahl am 18. März 2026[3]
Wahlbeteiligung: 57,84 %
 %
20
10
0
17,74
17,36
16,72
15,27
9,18
8,05
7,03
6,03
2,62
keine
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
−2,63
+8,78
−2,55
−0,33
+0,42
+0,13
−0,46
+1,91
−0,84
−4,43
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a ProVeenendaal
b Lokaal Veenendaal
g 2022 als eigenständige Wahllisten
j JouwVeenendaal 0 % (–2,42 %), DENK 0 % (–2,01 %)

Der Gemeinderat von Veenendaal wird seit 1982 wie folgt gebildet:

Weitere Informationen Partei, Sitze a ...
ParteiSitze[3] a
198219861990199419982002200620102014201820222026
ProVeenendaal3476
Lokaal Veenendaal332336
ChristenUnie7788876
SGP333334445466
CDA8910666543333
VVD643457563533
GroenLinks b2334221112
PvdA46444363211
D6602532024212
SP112111
DENK10
RPF43567
GPV
Progressieve Partij Dialoog b22
Gesamt272729313133333333333335
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Sitzverteilung im Gemeinderat von Veenendaal 2026[3]
1
2
2
6
6
3
3
6
6
1 2 2 6 6 3 3 6 6 
Insgesamt 35 Sitze

Nach der Wahl 2022 wurde eine Koalition aus ProVeenendaal, ChristenUnie, SGP und VVD eingegangen. Sie verfügen über 23 der 33 Sitze.[4]

Anmerkungen
a 
Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b 
Zur Kommunalwahl 1990 ging die Progressieve Partij Dialoog in die örtliche GroenLinks-Fraktion auf.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter des Ortes

Commons: Veenendaal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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