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Vegetationsbrand im Hohen Venn 2026

Großbrand von Wald- und Vegetationsflächen im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Vegetationsbrand im Hohen Venn 2026 ist ein Großbrand von Wald- und Vegetationsflächen im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel. Der Brand im Hohen Venn brach am 14. August 2026 auf belgischer Seite nahe der deutschen Stadt Monschau aus. Bis zum Mittag des 16. August breitete sich der Flächenbrand auf etwa 3000 Hektar aus.[1] Medienberichten zufolge handle es sich um den größten Flächenbrand in Belgien seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei auf einen Brand 2011 als bisherigem „Rekordbrand“ (rund 1300–1400 ha) Bezug genommen wird.[2] Jedoch waren bereits von einem Brand im Hohen Venn im Jahr 1911 3900 ha betroffen.[3] Es handelt sich vor allem um eine Hochmoor- und Heidelandschaft.[4]

Großbrand im Hohen Venn 2026
Rauchverhangener Himmel in Trier aufgrund des Brands im Hohen Venn

Verlauf

Das Feuer brach am Freitag, 14. August 2026 gegen Mittag auf dem Gebiet der Gemeinde Baelen in der Provinz Lüttich aus. Gegen Abend hatte es sich auf etwa 100 Hektar ausgebreitet. Etwa 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr aus den Zonen Deutschsprachige Gemeinschaft, Warche-Amblève-Lienne und Vesdre, Hoëgne & Plateau waren zu diesem Zeitpunkt zusammen mit zwei Hubschraubern der Föderalen Polizei im Einsatz.[5]

Am Morgen des 15. August waren nach Angaben der Provinz Lüttich noch 800 Hektar betroffen,[6] bei dem letzten großen Brand im Jahr 2011 waren es insgesamt 1200–1400 Hektar gewesen.[7] Auf belgischer Seite wurde am Nachmittag desselben Tages von der Gemeinde Weismes eine teilweise Evakuierung des Ortes Sourbrodt veranlasst. Zum gleichen Zeitpunkt begann die Evakuierung der Orte Küchelscheid und Leykaul durch die Gemeinde Bütgenbach. Insgesamt sind 600 Einwohner betroffen, in Malmedy wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Zwei Chinook-Hubschrauber der niederländischen Streitkräfte mit sogenannten Bambi Buckets sind ebenfalls im Einsatz. Weitere Einsatzkräfte aus den Niederlanden, Tschechien und Schweden sollen laut EU-Kommissarin Hadja Lahbib zum Brand entsendet werden.[8] Auch Einsatzkräfte aus Deutschland wurden angefordert;[9] die Bundeswehr wird zwei Hubschrauber des Typs NH90 für mindestens sieben Tage in die Gegend entsenden.[10]

Am Abend des 15. August wurden auf deutscher Seite die Bewohner von Ruitzhof, Leyloch, Vennhof, Haus Sonnentau und Plattevenn von der Stadt Monschau auf eine Evakuierung vorbereitet, weil das Feuer über die Grenze überzugreifen drohte.[6][11]

Am 15. August 2026 führten die Rauchschwaden des Brandes sogar im rund 150 km entfernten Saarland „zu einer erheblichen Rauchentwicklung und zu teils starkem Brandgeruch“.[12] In den Folgetagen zog der Rauch auch in andere Bundesländer – unter anderem bis in den Ortenaukreis in Baden-Württemberg – und führte zu Hinweisen der Warn-App NINA in diesen Gebieten.[13]

Am späten Abend des 16. August hatte sich das Feuer Monschau so weit genähert, dass in der Nacht per Warn-App NINA sowie durch ein Cell Broadcast die sofortige Evakuierung der Monschauer Bereiche Ruitzhof und Geisberg in Kalterherberg angeordnet wurde.[14]

Siehe auch

Commons: Vegetationsbrand im Hohen Venn 2026 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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