Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein

Verbandsgemeinde im Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein ist eine Gebietskörperschaft im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Städte Lauterecken und Wolfstein sowie 39 weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in Lauterecken, in Wolfstein befindet sich eine zweite Verwaltungsstelle.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 39′ N,  36′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Fläche: 238,14 km²
Einwohner: 17.653 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: KUS
Verbandsschlüssel: 07 3 36 5008
Verbandsgliederung: 41 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Schulstraße 6 a
67742 Lauterecken
Website: www.vg-lw.de
Bürgermeister: Andreas Müller (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein im Landkreis Kusel
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Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen

Die Verbandsgemeinde wurde zum 1. Juli 2014 aus dem Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein neu gebildet.[2]

Verbandsangehörige Gemeinden

Weitere Informationen Ortsgemeinde, Stadt, Fläche (km²) ...
Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Adenbach 2,94 146
Aschbach 4,45 304
Buborn 2,86 123
Cronenberg 2,65 149
Deimberg 2,12 102
Einöllen 4,89 400
Eßweiler 8,09 380
Ginsweiler 3,99 267
Glanbrücken 4,65 472
Grumbach 3,32 460
Hausweiler 1,56 43
Hefersweiler 7,20 559
Heinzenhausen 2,22 254
Herren-Sulzbach 2,92 157
Hinzweiler 5,32 295
Hohenöllen 5,17 358
Homberg 10,89 206
Hoppstädten 6,24 287
Jettenbach 10,24 737
Kappeln 7,67 193
Kirrweiler 6,34 158
Kreimbach-Kaulbach 9,05 719
Langweiler 4,16 209
Lauterecken, Stadt 8,89 1.990
Lohnweiler 4,94 364
Medard 5,99 458
Merzweiler 2,27 165
Nerzweiler 2,13 107
Nußbach 8,12 554
Oberweiler im Tal 4,71 159
Oberweiler-Tiefenbach 3,21 268
Odenbach 7,94 763
Offenbach-Hundheim 7,84 1.006
Reipoltskirchen 7,48 332
Relsberg 3,81 180
Rothselberg 8,74 622
Rutsweiler an der Lauter 4,32 374
Sankt Julian 14,07 1.046
Unterjeckenbach 7,38 65
Wiesweiler 3,32 387
Wolfstein, Stadt 13,74 1.835
VG Lauterecken-Wolfstein 237,82 17.653
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(Einwohner am 31. Dezember 2024)[1]

Geschichte

Die beiden bisherigen Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein waren 1971 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform entstanden. Zuvor galten im damaligen Regierungsbezirk Pfalz im Wesentlichen die aus der Pfalz (Bayern) (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.

Am 28. September 2010 wurde das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ erlassen mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Für Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen. Ansonsten sollen sie bis zur Kommunalwahl 2014 mit benachbarten Verbandsgemeinden zusammengelegt werden. Die sogenannte Freiwilligkeitsphase endete am 30. Juni 2012.[3]

Aufgrund der Beschlüsse der beiden Verbandsgemeinderäte und annähernd aller 41 Ortsgemeinderäte schlossen im Juni 2012 die Bürgermeister Michael Kolter (Verbandsgemeinde Wolfstein) und Egbert Jung (Verbandsgemeinde Lauterecken) einen Fusionsvertrag.[4]

Im „Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein“ vom 22. November 2013 wurde festgelegt, dass der Sitz der neuen Verbandsgemeinde die Stadt Lauterecken ist und es in der Stadt Wolfstein eine zweite Verwaltungsstelle geben wird.[2]

Das Land gewährt der neuen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein aus Anlass ihrer freiwilligen Bildung eine einmalige einwohnerbezogene Zuweisung in Höhe von 1.019.700 Euro. Darüber hinaus erhält die Verbandsgemeinde eine Zuweisung in Höhe von 2.000.000 Euro zur Reduzierung ihrer Verbindlichkeiten.[2]

Als Name für die neue Verbandsgemeinde war auch „Pfälzer Bergland“ vorgeschlagen worden.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][6]

JahrEinwohner
181513.474
183517.903
187120.428
190522.950
193921.885
195024.008
JahrEinwohner
196123.670
197023.386
198721.504
199722.040
200520.753
202417.653

Politik

Verbandsgemeinderat

Der Verbandsgemeinderat Lauterecken-Wolfstein besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDCDUFDPLinkeFWGGesamt
202491031032 Sitze[7]
201910932832 Sitze[8]
201412922732 Sitze
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  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein e. V.

Bürgermeister

Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 8. Juni 2014 Egbert Jung (parteilos) gewählt. Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014. Egbert Jung starb am 17. Dezember 2017 im Alter von 60 Jahren.[9] Andreas Müller (SPD) wurde in einer Stichwahl am 6. Mai 2018 mit einem Stimmenanteil von 52,2 % zum neuen Bürgermeister gewählt, nachdem bei der Direktwahl am 15. April 2018 keiner der ursprünglich drei Bewerber eine ausreichende Mehrheit erreicht hatte.[10] Nach seiner achtjährigen Amtszeit tritt Andreas Müller mit dem 31. Mai 2026 seinen Ruhestand an.[11] Bei der Direktwahl am 22. März 2026 zur Bestimmung seiner Nachfolge konnte sich keiner der drei Bewerber durchsetzen. Daher kan es am 12. April zu einer Stichwahl zwischen Philipp Gruber (FWG, 46,8 % im ersten Wahlgang) und Christian Sauer (parteiunabhängiger Einzelbewerber, 36,6 %),[12][13] bei der sich Philipp Gruber mit 59,0 % durchsetzen konnte. Sein Amtsantritt ist für den 30. Mai 2026 vorgesehen.[14]

Einzelnachweise

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