Lohnweiler
Ortsgemeinde im Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz, Deutschland
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Lohnweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 38′ N, 7° 36′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kusel | |
| Verbandsgemeinde: | Lauterecken-Wolfstein | |
| Höhe: | 190 m ü. NHN | |
| Fläche: | 4,94 km² | |
| Einwohner: | 359 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 73 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67744 | |
| Vorwahl: | 06382 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KUS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 36 060 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Schulstraße 6a 67742 Lauterecken | |
| Website: | www.vg-lw.de | |
| Ortsbürgermeister: | Markus Müller | |
| Lage der Ortsgemeinde Lohnweiler im Landkreis Kusel | ||
Geographie
Der Ort liegt im Lautertal im Nordpfälzer Bergland. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Lauterecken, Hohenöllen, Heinzenhausen, Wolfstein, Offenbach-Hundheim und Wiesweiler.
Geschichte
Ortsgeschichte
Das heutige Gebiet der Lohnweilerer Gemarkung war bereits in früherer Zeit bewohnt; zahlreiche historische Funde aus der Römer- und Keltenzeit bezeugen dies. 1884 wurden unweit der Gemarkungsgrenze zu Wolfstein vier Keltengräber entdeckt. Unter den Funden waren Hals-, Arm- und Fußringe, die sich mittlerweile im Historischen Museum in Speyer befinden. Ebenso wurden römische Ziegelstücke, Krugreste und Bronzemünzen mit dem Kaiserbildnis ausgegraben.
Die erste urkundliche Ersterwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1326.
Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Lauterecken eingegliedert. 1815 gehörte Lohnweiler zunächst zu Österreich. Nach dem Wiener Kongress wurde er ein Jahr später dem Bayern zugeschlagen. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde weiterhin dem Kanton Wolfstein an und war Bestandteil des Landkommissariats Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.
1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Jettenbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Lohnweiler 1972 Bestandteil der Verbandsgemeinde Lauterecken. Seit 2014 gehört der Ort zur Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein.
Ortsname
Der Ortsname variierte im Laufe der Jahrhunderte wie folgt:[2]
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Der Ursprung des Ortsnamens ist umstritten. Er leitet sich mutmaßlich aus den Flurnamen „Loh(n)“ und der angehängten Siedlungsbezeichnung „Weiler“ ab.
Die Vorsilbe „Lohn“ kann aus dem althochdeutschen lô bzw. loh in der Bedeutung ‚Wald‘, ‚Hain‘, ‚Holz‘, ‚Gehölz‘, Gebüsch herrühren. Als Lohe werden die zum Gerben verwendete Rinde und auch Blätter bezeichnet. Ein weiterer Ursprung des Namens könnte in dem im Wappen gezeigten Symbol eines Lohns liegen. Die bis in die Gegenwart sehr große Waldfläche der Gemarkung lässt den Wald – die sogenannte Lohhecke – als Namensgeber wahrscheinlicher werden.
Die Beinhaltung eines Flurnamens lässt darauf schließen, dass das heutige Gemarkungsgebiet vermutlich erst ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt und mit einem Flurnamen bezeichnet wurde und später eine kleine Siedlung, ein „Weiler“, entstand.
Kulturdenkmäler

In Lohnweiler stehen zwei Objekte unter Denkmalschutz:
Das Gebäude Rathausstraße 3 ist die ehemalige Schule, die inzwischen als Bürgerhaus genutzt wird. Sie ist ein von dem aus Kusel stammenden Architekten Johann Schmeisser entworfener aufgesockelter Putzbau aus dem Jahr 1837. Der Giebelreiter stammt von 1872. Im Turm hängen zwei Glocken; eine – um 1400 – wird Otto von Speyer zugeschrieben, die zweite Glocke – um 1500 – wurde vermutlich im Kloster Disibodenberg gegossen.
Das Objekt Römerweg 2 ist das Fundament einer in Teilen ergrabenen römischen Villa, die auf die Zeit um 79 nach Christus datiert wird. Das Fundament wurde bei Bauarbeiten entdeckt. Entsprechend enthielt das Gebäude einen kleinen römischem Kellerraum mit Treppen, Lichtschächten und Wandnischen sowie eine Hypokaustenheizung.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Lohnweiler besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]
Bürgermeister
Markus Müller wurde am 22. August 2024 Ortsbürgermeister von Lohnweiler.[4] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 59,2 % gegen den Amtsinhaber durchgesetzt.[5]
Sein Vorgänger Thomas Knecht hatte das Amt am 9. August 2019 übernommen.[6] Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Bewerber angetreten war,[7] erfolgte die anstehende Wahl des Bürgermeisters gemäß Gemeindeordnung durch den Rat. Dieser wählte einstimmig Thomas Knecht für das Amt. Sein Vorgänger war Walter Scherer.[6]
Wappen
| Blasonierung: „Das Wappen ist von schwarz und gold schrägrechts geteilt (von rechts oben nach links unten).
Das vordere Feld (rechts unten) zeigt, in schwarz dargestellt, vermutlich einen Achsnagel (mundartlich Lünse, Lohn, Lunen, veraltet Lonse). Dieser findet sich auch schon auf Grenzsteinen aus dem 18. Jahrhundert. Das hintere Feld links oben zeigt als Wappentier den Pfälzer Löwen in Gold.“ | |
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Lohnweiler befindet sich ein Haltepunkt Lautertalbahn. Er verfügte anfangs über Vorarbeiterwohnungen. Vom 1. November 1917 bis 1. Oktober 1918 musste er wegen Personalmangels während des Ersten Weltkrieges vorübergehend aufgegeben werden. Bereits 1922 gab es Bestrebungen, den Halt für den Personenverkehr mangels Rentabilität erneut zu schließen, was jedoch durch Proteste in der Bevölkerung verhindert wurde.
Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 270.
Tourismus
Touristen bietet sich auf ihrem Weg die PWV-Hütte Lohnweiler an, die sich trotz ihres Namens inzwischen nicht mehr im Besitz des Pfälzerwald-Vereins befindet. Durch die Gemeinde verläuft der Pfälzer Höhenweg.
Persönlichkeiten
- Johann Adam Steininger, Mitglied der Wetterauer Bande
Literatur
- Literatur über Lohnweiler in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

