Verbellabach
Fließgewässer in Österreich
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Verbellabach ist ein Gebirgsbach und rechter Zufluss zur Ill im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Sein Tal ist das unbewohnte Verbellatal, ein Seitental des Montafons. Die Bezeichnung Verbellatal wird meist nur für den oberen Bereich des Baches verwendet. Der untere Bereich des Verbellabachs wird Ganifer genannt mit den Maisäßen Außerganifer und Innerganifer.[1]
| Verbellabach | ||
|
Verbella Alpe und Verbellabach | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | AT: 812272 | |
| Lage | Verwall
| |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Ill → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | rund 300 m südwestlich des Jöchligrats 47° 0′ 13″ N, 10° 9′ 6″ O | |
| Quellhöhe | 2430 m ü. A. | |
| Mündung | in die Ill in Partenen 46° 57′ 49″ N, 10° 4′ 31″ O | |
| Mündungshöhe | 1098 m ü. A. | |
| Höhenunterschied | 1332 m | |
| Sohlgefälle | 13 % | |
| Länge | 10,4 km | |
| Einzugsgebiet | 33 km² | |
| Linke Nebenflüsse | Brüllender Seebach, Pfannenseebach, Wißseelibach, Zeinisbach, Vallülabach | |
| Gemeinden | Gaschurn, Ortschaft Partenen | |


Geographie
Lage
Lage bezüglich Gebirge
Der Verbellabach trennt im Oberlauf den Valschavielkamm von der Fluhgruppe des Verwalls. Nach der Einmündung des Zeinisbaches trennt er den Verwall von der Silvretta, hier die Vallülagruppe.[1]
Lage politisch
Das Einzugsgebiet des Verbellabachs liegt zur Gänze in der Gemeinde Gaschurn, Region Montafon, Bezirk Bludenz, Vorarlberg, Österreich.[1]
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet beträgt 33 km2. Die Umgrenzung erfolgt grob von Norden her im Uhrzeigersinn entlang der Linie Scheidseen – Neue Heilbronner Hütte – Verbellner Winterjöchli – Jöchligrat – Grüner Grat – Schaftälispitz – Schrottenkopf – Fädnerspitze – Zeinisjoch – Ballunspitze – Vallüla – Flamjöchle – Kleine Vallüla – Bieler Spitze – Schattenkopf – Zaferna – hinterste Teil von Partenen – Versalspitze – Jöchli – Tafamunter Augstenberg – Furkla – Verbellakopf – Westlicher Valschavielberg – Östlicher Valschavielberg – Stritkopf.[1]
Zuflüsse
Von links münden der Brüllende Seebach, der Pfannenseebach, der Wißseelibach, der Zeinisbach und der Vallülabach in den Verbellabach.[1]
Seen im Einzugsgebiet
Im Gebiet des Verbellabachs befinden sich zahlreiche kleine Gebirgsseen, die meisten davon sind namenlos. Benannt sind:
- Stausee Kops
- Kopssee
- Zeinissee
- Wiegensee
- Vallülasee
- Dunkler See
- Brüllender See
- Pfannensee[1]
Naturschutz
Der Oberlauf gehört zum Europaschutzgebiet Verwall und auch das Europaschutzgebiet Wiegensee gehört zum Einzugsgebiet.[1]
Das Großraumbiotop Tafamunt – Wiege – Versal gilt als der vielfältigste und biologisch-ökologisch interessanteste Biotopkomplex des Montafons außerhalb des Rätikons und auch als einer der charakteristischsten montan-hochalpinen Lebensräume Vorarlbergs.[2]
Das Großraumbiotop Valülatäler ist seit der Auflassung der Alpwirtschaft sehr naturbelassen. Die Beendigung der Alpwirtschaft führte hier zu keinen negativen ökologische Folgen.[3][1]
Freizeit und Erholung
Mountainbiken
Vom Zentrum Partenen bis zur Neuen Heilbronner Hütte via Verbella Alpe sind es 14,3 km und 1257 Höhenmeter.[4] Im Europaschutzgebiet ist Mountainbiken nur zwischen dem 15. Juni und dem 15. Oktober in der Zeit von 7:00 – 20:00 Uhr erlaubt und nur auf den ausgewiesenen Wegen.[5][1]
Wandern
Vom Speicher Kops bis zur Neuen Heilbronner Hütte geht man laut Wegweiser 2 1/4 Stunden.[6][1]
Siehe auch
Verbellatal: Wortbedeutung, Geschichte, Bergbau, Wandern und Mountainbiken sind da näher erläutert
