VfL Wolfsburg (Frauenfußball)

Frauenfußballmannschaft vom VfL Wolfsburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Frauenfußballabteilung des VfL Wolfsburg ist Teil der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, einem Fußballunternehmen aus Wolfsburg. Die Gesellschaft wurde am 23. Mai 2001 gegründet.[2] Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem 1. Juli 2003.[2] Die erste Mannschaft spielt in der Bundesliga. In der Saison 2012/13 gewann sie das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

Schnelle Fakten Fußballunternehmen, Erste Mannschaft ...
VfL Wolfsburg
Frauenfußball
Logo-VfL-Wolfsburg
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Fußballunternehmen
Vorlage:Infobox Fußballunternehmen/Wartung/Kein Bild
Name VfL Wolfsburg-Fußball GmbH
Sitz Wolfsburg, Niedersachsen
Gründung 12. September 1945
(VfL Wolfsburg e. V.)
16. Januar 2001
(VfL Wolfsburg-Fußball GmbH)
1. Juli 2003
(VfL Wolfsburg-Frauenfußballabteilung)
Farben Grün-Weiß
Gesellschafterin 100 %: Volkswagen AG
(über die Volkswagen Group Services GmbH)
Geschäftsführung Michael Meeske
Tim Schumacher
Website vfl-wolfsburg.de/teams/frauen
Erste Mannschaft
Cheftrainer Stephan Lerch
Spielstätte AOK Stadion
Plätze 5200[1]
Liga Bundesliga
2025/26 2. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich
Schließen

Geschichte

1973 gründete der VfR Eintracht Wolfsburg eine Frauenfußballabteilung. Der größte Erfolg dieser Mannschaft war der Einzug in das Pokalfinale 1984, das mit 0:2 gegen die SSG 09 Bergisch Gladbach verloren wurde. 1990 gehörte der VfR Eintracht zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga und spielte in den folgenden Jahren in der Staffel Nord. 1997 wurde die Qualifikation zur eingleisigen Bundesliga verpasst. Da der Verein vor dem Konkurs stand, wechselten die Fußballerinnen zum Wendschotter SV und traten als WSV Wolfsburg in der Regionalliga an. Mit 21 Siegen und nur einer Niederlage sowie einem überragenden Torverhältnis von 121:1 – das einzige Gegentor bedeutete zugleich die einzige Saisonniederlage – wurde die Mannschaft bereits in der ersten Saison überlegen Meister der Nord-Staffel und setzte sich schließlich auch souverän in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga durch.

2003 wechselte die Abteilung geschlossen zum VfL Wolfsburg. Im Jahre 2005 musste die Mannschaft als Tabellenletzter den Gang in die 2. Bundesliga Nord antreten. Der sofortige Wiederaufstieg wurde geschafft – nicht zuletzt dank Martina Müller, die mit 36 Saisontoren einen bis heute gültigen Ligarekord aufstellte.

In der Saison 2012/13 erreichte der VfL Wolfsburg ein Triple die Mannschaft gewann die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal (nach einem 3:2-Sieg im Finale gegen 1. FFC Turbine Potsdam) sowie die UEFA Women’s Champions League (durch ein 1:0 gegen Vorjahressieger Olympique Lyon).

Eine Saison später (2013/14) verteidigte der VfL als erste deutsche Mannschaft seinen Champions-League-Titel (durch ein 4:3 im Finale gegen Tyresö FF). Auch die Meisterschaft konnte verteidigt werden. In derselben Saison wurden mit insgesamt 32.261 Zuschauern sowie durchschnittlich 2933 Zuschauern pro Spiel zwei neue Liga-Bestmarken erreicht. Auch das entscheidende Spiel um die deutsche Meisterschaft am letzten Spieltag gegen den 1. FFC Frankfurt war mit 12.464 Zuschauern das bestbesuchte Spiel der Geschichte der Liga.[3]

Am 1. Mai 2015 gewann der VfL zum zweiten Mal den DFB-Pokal. Im Endspiel besiegte man den 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:0. Diesen Erfolg wiederholte man im darauf folgenden Jahr mit einem 2:1-Sieg gegen den SC Sand. Mit demselben Ergebnis gegen denselben Finalgegner gelang den Frauen 2017 das Double, wobei die Saison jedoch mit einem Missklang endete, da der Frauenmannschaft von der Vereinsführung wegen der prekären Lage der Bundesliga-Herren, die sich gleichzeitig in der Relegation befanden, der traditionelle Empfang im Rathaus verweigert wurde.[4]

Zum Saisonende 2016/17 trat Ralf Kellermann vom Traineramt zurück, um neuer Sportdirektor des Vereins zu werden. Sein Nachfolger war der bisherige Co-Trainer Stephan Lerch.[5] Mit Ablauf seines Vertrages zum 30. Juni 2021 verließ Lerch den VfL Wolfsburg;[6] an seiner Stelle übernahm Tommy Stroot den Trainerposten.[7]

In der Saison 2022/23 gewann der VfL seinen zehnten DFB-Pokal-Titel und schlug im Finale den SC Freiburg mit 4:1.[8] In der Bundesliga und in der Champions League wurde der Verein jeweils Zweiter. Mit zwei Punkten Vorsprung gewann der FC Bayern München die Meisterschaft. Das Finale der Champions League verloren die "Wölfinnen" gegen den FC Barcelona 2:3.[9]

Es folgten als letzter großer Titel der insgesamt elfte DFB-Pokalsieg 2023/24 im Endspiel gegen den FC Bayern München sowie drei weitere Vizemeisterschaften 2024, 2025 und 2026.[10]

Spielort

Austragungsstätte der Heimspiele war bis Ende 2014 das VfL-Stadion am Elsterweg. Seit 2015 ist das AOK Stadion die neue Spielstätte der „Wölfinnen“.[11]

Reservemannschaften und Nachwuchs

Neben der Bundesligamannschaft gibt es zwei weitere Frauenmannschaften. Die zweite Frauenmannschaft spielt mit einer kurzen Unterbrechung zur Saison 2024/25 seit 2013 in der 2. Bundesliga. Im Nachwuchsbereich hat der VfL zwei Mädchenmannschaften, die beide in Jungenligen der jeweils nächstjüngeren Altersstufe antreten.

Sonstiges

Im Juni 2023 gab der Streamingdienst DAZN bekannt, eine 60-minütige Doku namens Wölfinnen – Die Jagd nach dem Triple produziert zu haben, welche über die DAZN-App sowie über den linearen Frauensportsender DAZN RISE abrufbar ist.[12]

Erfolge

Titel

Weitere Erfolge

Kader der Saison 2025/26

Stand: 31. Juli 2025[13]
(Sortierung nach Trikotnummer)

Weitere Informationen Tor, Abwehr ...
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01Stina JohannesDeutschlandDeutschland
12Nelly SmolarczykDeutschlandDeutschland
21Martina TufekovićDeutschlandDeutschland
22Christina SchönwetterOsterreichÖsterreich
02Thea BjeldeNorwegen
03Caitlin DijkstraNiederlandeNiederlande
04Sophia KleinherneDeutschlandDeutschland
15Janou LevelsNiederlandeNiederlande
16Camilla KüverDeutschlandDeutschland
20Guro BergsvandNorwegen
24Joelle WedemeyerDeutschlandDeutschland
33Judit PujolsSpanienSpanien
35Karla BrinkmannDeutschlandDeutschland
39Sarai LinderDeutschlandDeutschland
05Ella PeddemorsNiederlandeNiederlande
06Janina MingeDeutschlandDeutschland
08Lena LattweinDeutschlandDeutschland
10Svenja HuthDeutschlandDeutschland
13Luca PappUngarn
14Smilla VallottoSchweiz
18Justine KiellandNorwegen
07Sharn FreierAustralienAustralien
09Lineth BeerensteynNiederlandeNiederlande
11Alexandra Popp (C)ein weißes C in blauem KreisDeutschlandDeutschland
19Kessya BussyFrankreichFrankreich
25Vivien EndemannDeutschlandDeutschland
28Cora ZicaiDeutschlandDeutschland
Schließen

Bekannte ehemalige Spielerinnen

Deutsche Nationalspielerinnen, die früher beim VfL Wolfsburg bzw. seinen Vorgängern spielten:

Darüber hinaus standen etliche ausländische Nationalspielerinnen in Wolfsburg unter Vertrag:

Ewa Pajor im Trikot des VfL Wolfsburg (2019)

Statistik

Saisonbilanzen

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaPlatzSUNTorePunkteDFB-PokalEuropapokalerfolgreichste Torschützin
2003/04Bundesliga8. 831135:5527Achtelfinalenicht qualifiziertClaudia Müller (16)
2004/05Bundesliga12. 521526:5817Viertelfinalenicht qualifiziertMartina Müller (10)
2005/062. Bundesliga Nord 1. 174180:2155Achtelfinalenicht qualifiziertMartina Müller (36)
2006/07Bundesliga8. 831120:4927Viertelfinalenicht qualifiziertMartina Müller (11)
2007/08Bundesliga6. 104842:48342. Rundenicht qualifiziertShelley Thompson (16)
2008/09Bundesliga8. 831153:4827Halbfinalenicht qualifiziertMartina Müller (21)
2009/10Bundesliga5. 114745:4037Viertelfinalenicht qualifiziertMartina Müller (14)
2010/11Bundesliga7. 1021052:4632Achtelfinalenicht qualifiziertMartina Müller (20)
2011/12Bundesliga2. 172362:1853Achtelfinalenicht qualifiziertConny Pohlers (20)
2012/13Bundesliga1. 172371:1653Sieger SiegerConny Pohlers (23)
2013/14Bundesliga1. 174168:1655Achtelfinale SiegerMartina Müller (16)
2014/15Bundesliga2. 174167:0455Sieger HalbfinaleAlexandra Popp (13)
2015/16Bundesliga2. 152756:2247Sieger FinaleAlexandra Popp (6)
2016/17Bundesliga1. 173256:1454Sieger ViertelfinaleAlexandra Popp (8)
2017/18Bundesliga1. 182256:0856Sieger FinalePernille Harder (17)
2018/19Bundesliga1. 192194:1159Sieger ViertelfinaleEwa Pajor (24)
2019/20Bundesliga1. 202093:0862Sieger FinalePernille Harder (27)
2020/21Bundesliga2. 192171:1759Sieger ViertelfinaleZsanett Jakabfi (11)
2021/22Bundesliga1. 192182:1659Sieger HalbfinaleTabea Sellner (13)
2022/23Bundesliga2. 190375:1757Sieger FinaleAlexandra Popp (16)
2023/24Bundesliga2. 172367:1953Sieger 2. RundeEwa Pajor (18)
2024/25Bundesliga2. 163357:1851Viertelfinale ViertelfinaleLineth Beerensteyn (16)
2025/26Bundesliga2. Finale Viertelfinale
Anmerkung: Grün unterlegte Platzierungen kennzeichnen einen Aufstieg, rot unterlegte Platzierungen einen Abstieg.
Schließen

Europapokalbilanz

Weitere Informationen Saison, Wettbewerb ...
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2012/13UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Polen RTP Unia Racibórz11:205:1 (A)6:1 (H)
Achtelfinale Norwegen Røa IL5:24:1 (H)1:1 (A)
Viertelfinale Russland FK Rossijanka4:12:1 (H)2:0 (A)
Halbfinale England Arsenal Women FC4:12:0 (A)2:1 (H)
Finale Frankreich Olympique Lyon1:0in London
2013/14UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Estland Pärnu JK27:0014:0 (A)13:0 (H)
Achtelfinale Schweden LdB FC Malmö5:22:1 (A)3:1 (H)
Viertelfinale Spanien FC Barcelona5:03:0 (H)2:0 (A)
Halbfinale Deutschland 1. FFC Turbine Potsdam4:20:0 (A)4:2 (H)
Finale Schweden Tyresö FF4:3in Lissabon
2014/15UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Norwegen Stabæk Fotball3:11:0 (A)2:1 (H)
Achtelfinale Osterreich SV Neulengbach11:004:0 (H)7:0 (A)
Viertelfinale Schweden FC Rosengård(a)4:4(a)1:1 (H)3:3 (A)
Halbfinale Frankreich Paris Saint-Germain2:30:2 (H)2:1 (A)
2015/16UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Serbien ŽFK Spartak Subotica4:00:0 (A)4:0 (H)
Achtelfinale England Chelsea FC Women4:12:1 (A)2:0 (H)
Viertelfinale Italien ACF Brescia6:03:0 (H)3:0 (A)
Halbfinale Deutschland 1. FFC Frankfurt4:14:0 (H)0:1 (A)
Finale Frankreich Olympique Lyon1:1 n. V.
(3:4 i. E.)
in Reggio nell’Emilia
2016/17UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale England Chelsea FC Women4:13:0 (A)1:1 (H)
Achtelfinale Schweden Eskilstuna United8:15:1 (A)3:0 (H)
Viertelfinale Frankreich Olympique Lyon1:20:2 (H)1:0 (A)
2017/18UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Spanien Atlético Madrid15:203:0 (A)12:2 (H)
Achtelfinale Italien AC Florenz7:34:0 (A)3:3 (H)
Viertelfinale Tschechien Slavia Prag6:15:0 (H)1:1 (A)
Halbfinale England Chelsea FC Women5:13:1 (A)2:0 (H)
Finale Frankreich Olympique Lyon1:4 n. V.in Kiew
2018/19UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Island Þór/KA3:01:0 (A)2:0 (H)
Achtelfinale Spanien Atlético Madrid10:004:0 (H)6:0 (A)
Viertelfinale Frankreich Olympique Lyon3:61:2 (A)2:4 (H)
2019/20UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Kosovo KF Trepça Mitrovica15:0010:0 (A)5:0 (H)
Achtelfinale Niederlande FC Twente Enschede7:06:0 (H)1:0 (A)
Viertelfinale Schottland Glasgow City FC9:1in San Sebastián
Halbfinale Spanien FC Barcelona1:0in San Sebastián
Finale Frankreich Olympique Lyon1:3in San Sebastián
2020/21UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale Serbien FK Spartak Subotica7:05:0 (A)2:0 (H)
Achtelfinale Norwegen Lillestrøm SK Kvinner4:02:0 (H)2:0 (A)
Viertelfinale England Chelsea FC Women1:51:2 (A)0:3 (H)
2021/22UEFA Women’s Champions League 2. Qualifikationsrunde Frankreich Girondins Bordeaux5:53:2 (H)2:3 n. V. (A)
Gruppenphase England Chelsea FC Women7:33:3 (A)4:0 (H)
Schweiz Servette FC Chênois Féminin8:05:0 (H)3:0 (A)
Italien Juventus Turin2:42:2 (A)0:2 (H)
Viertelfinale England Arsenal Women FC3:11:1 (A)2:0 (H)
Halbfinale Spanien FC Barcelona3:51:5 (A)2:0 (H)
2022/23UEFA Women’s Champions League Gruppenphase Osterreich SKN St. Pölten12:204:0 (H)8:2 (A)
Tschechien Slavia Prag2:02:0 (A)0:0 (H)
Italien AS Rom5:31:1 (A)4:2 (H)
Viertelfinale Frankreich Paris Saint-Germain2:11:0 (A)1:1 (H)
Halbfinale England Arsenal Women FC5:42:2 (H)3:2 n. V. (A)
Finale Spanien FC Barcelona2:3in Eindhoven
2023/24UEFA Women’s Champions League 2. Qualifikationsrunde Frankreich Paris FC3:53:3 (A)0:2 (H)
2024/25UEFA Women’s Champions League 2. Qualifikationsrunde Italien AC Florenz12:007:0 (A)5:0 (H)
Gruppenphase Italien AS Roma6:20:1 (A)6:1 (H)
Frankreich Olympique Lyon0:30:2 (H)0:1 (A)
Turkei Galatasaray Istanbul10:005:0 (A)5:0 (H)
2025/26UEFA Women’s Champions League Ligaphase Frankreich Paris Saint-Germain4:04:0 (H)
Norwegen Vålerenga Oslo2:12:1 (A)
Frankreich OL Lyonnes1:31:3 (A)
England Manchester United5:25:2 (H)
Spanien Real Madrid0:20:2 (A)
England Chelsea FC Women-:--:- (H)
Schließen
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 105 Spiele, 69 Siege, 17 Unentschieden, 19 Niederlagen, 311:91 Tore (Tordifferenz +220)

Commons: VfL Wolfsburg (Frauenfußball) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI