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TSG 1899 Hoffenheim (Frauenfußball)

Frauenfußballmannschaft aus Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die TSG 1899 Hoffenheim (offiziell: Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e. V.) ist ein Sportverein, der aus dem Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim stammt. Die Frauenfußballabteilung besteht seit 2007. Die erste Mannschaft stieg im Jahre 2013 in die Bundesliga auf. Heimspielstätte ist das Dietmar-Hopp-Stadion.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
TSG 1899 Hoffenheim
Frauenfußball
Logo der TSG 1899 Hoffenheim
Basisdaten
Name Turn- und Sportgemeinschaft
1899 Hoffenheim e. V.
(Hauptverein)
Sitz Sinsheim, Baden-Württemberg
Gründung 2007 (Gründung der Abteilung)
Farben blau-weiß
Vorstand André Kreuzwieser (Erster Vorsitzender)
Florian Beil (Zweiter Vorsitzender)
Frank Engelhardt (Dritter Vorsitzender)
Website tsg-hoffenheim.de
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger
Spielstätte Dietmar-Hopp-Stadion
Plätze 6.350
Liga Bundesliga
2025/26 4. Platz
Heim
Ausweich
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Geschichte

Im Jahre 2000 gründeten die Vereine 1. FC Mühlhausen und der VfB St. Leon eine Spielgemeinschaft im Mädchenbereich. Mit dem Gewinn von zahlreichen Meisterschaften und Pokalsiegen stieg diese Spielgemeinschaft schnell zu den Spitzenvereinen im badischen Mädchenfußball. Zur Saison 2006/07 stellte die Spielgemeinschaft unter dem Namen SG Hoffenheim/St. Leon erstmals eine Frauenmannschaft unter der Leitung von Holger Obländer und Udo Metz, die in der badischen Landesliga antrat und prompt Meister wurde. Am Ende der Saison wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst und sämtliche Mannschaften wurden von der TSG 1899 Hoffenheim übernommen. Grund hierfür war, dass Spielgemeinschaften nicht in den oberen Spielklassen erlaubt sind. Aus demselben Grund traten die B-Juniorinnen der Spielgemeinschaft schon 2005/06 als 1. FC Mühlhausen und 2006/07 als VfB St. Leon in der Oberliga Baden-Württemberg, der damals höchsten Spielklasse, an.[1]

Gleich in der ersten Saison als TSG 1899 Hoffenheim wurde die erste Mannschaft unter Trainer Holger Obländer und Udo Metz überlegen Meister der Verbandsliga Baden und erzielte dabei in 20 Spielen 152 Tore. Darüber hinaus sorgten die Hoffenheimerinnen für ein Novum, da sich im badischen Pokalfinale die erste und die zweite Mannschaft des Vereins gegenüberstanden. Die erste Mannschaft gewann das Spiel mit 8:2. Auch in der folgenden Spielzeit kam es im badischen Pokalfinale zu einem vereinsinternen Duell. Da die badischen Pokalendspiele nur noch Trainingsspielcharakter hatten, darf als Folge seit der Spielzeit 2009/10 jeder Verein nur noch mit seiner ersten Mannschaft am Landespokal teilnehmen. Durch den Landespokalsieg qualifizierte sich die TSG für den DFB-Pokal, wo die Mannschaft in der ersten Runde erst nach Elfmeterschießen gegen den damaligen Zweitligisten Bayer 04 Leverkusen unterlag.

Auch in der Oberligasaison 2008/09 sicherten sich die Hoffenheimerinnen überlegen und mit mehr als 100 erzielten Toren die Meisterschaft und stiegen in die drittklassige Regionalliga Süd auf. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2009/10 besiegte die TSG den Zweitligisten FV Löchgau mit 2:0 unterlag anschließend dem VfL Sindelfingen mit 0:1. Auch die Regionalligasaison 2009/10 beendete die Mannschaft als Meister und schaffte mit dem vierten Aufstieg in Folge den Sprung in die 2. Bundesliga Süd. Dort wurden die Hoffenheimerinnen zunächst Dritte und ein Jahr später Zweite.

In der Zweitligasaison 2012/13 lieferte sich die TSG ein spannendes Titelrennen mit dem 1. FC Köln. Am letzten Spieltag kam es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Titelanwärter in Hoffenheim. Vor 3.050 Zuschauern, ein neuer Rekordwert für die Liga, trennten sich beide Mannschaften mit 3:3 Toren, wodurch die Hoffenheimerinnen den Aufstieg schafften. Während der Saison absolvierte die deutsche Rekordnationalspielerin Birgit Prinz einige Einsätze für die TSG.[2]

In der Folge gelang es Hoffenheim, sich in der Bundesliga zu etablieren. Nach Platz 9 im Aufstiegsjahr wurde die TSG in der Spielzeit 2014/15 Sechster. In der Saison 2019/20 konnte Hoffenheim erstmals den dritten Platz in der Bundesliga erreichen. Der 3. Platz in der Saison 2020/21 bedeutete gleichzeitig die erstmalige Qualifikation zur Champions League. In der Gruppenphase schieden sie als drittplatziertes Team hinter Barcelona und Arsenal London aus.

Statistik

Grün unterlegte Spielzeiten markieren einen Aufstieg, rot unterlegte Spielzeiten einen Abstieg.

Weitere Informationen Saison, Liga ...
SaisonLigaPlatzSUNTorePunkteDFB-Pokal
2007/08Verbandsliga Baden1.1910152:758–
2008/09Oberliga Baden-Württemberg1.1901113:10571. Runde
2009/10Regionalliga Süd1.151257:17462. Runde
2010/112. Bundesliga Süd3.134546:2243Achtelfinale
2011/122. Bundesliga Süd2.153456:2648Achtelfinale
2012/132. Bundesliga Süd1.182273:2356Viertelfinale
2013/14Bundesliga9.651139:61232. Runde
2014/15Bundesliga6.751029:40262. Runde
2015/16Bundesliga8.841033:3328Achtelfinale
2016/17Bundesliga7.931023:2330Achtelfinale
2017/18Bundesliga8.811322:3225Achtelfinale
2018/19Bundesliga6.96748:2933Halbfinale
2019/20Bundesliga3.161567:2449Viertelfinale
2020/21Bundesliga3.142654:2344Viertelfinale
2021/22Bundesliga5.125556:3241Achtelfinale
2022/23Bundesliga4.153455:2548Viertelfinale
2023/24Bundesliga5.104843:3534Viertelfinale
2024/25Bundesliga6.1201049:3036Halbfinale
2025/26Bundesliga4.144848:3046Achtelfinale
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Europapokalbilanz

Weitere Informationen Saison, Wettbewerb ...
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2021/22UEFA Women’s Champions League 1. Qualifikationsrunde (Halbfinale) Island Valur Reykjavík1:01:0 in Zürich
1. Qualifikationsrunde (Finale) Italien AC Mailand2:02:0 in Zürich
2. Qualifikationsrunde Schweden FC Rosengård6:33:0 (A)3:3 (H)
Gruppenphase Danemark HB Køge7:15:0 (H)2:1 (A)
England Arsenal Women FC4:50:4 (A)4:1 (H)
Spanien FC Barcelona0:90:4 (A)0:5 (H)
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Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 10 Spiele, 6 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, 20:18 Tore (Tordifferenz +2)

Aktuelle Mannschaften

Erste Mannschaft

Kader Saison 2026/27

(Stand: 17. Juli 2026)[6]

Weitere Informationen Nr., Nat. ...
Nr.Nat.Name
Tor
01DeutschlandDeutschlandLaura Dick
28BelgienLisa Lichtfus
31DeutschlandDeutschlandRomy Bräutigam
Abwehr
04DeutschlandDeutschlandLisann Kaut
13NiederlandeNiederlandeWiëlle Douma
14NiederlandeNiederlandeLisa Doorn
18NiederlandeNiederlandeIlse Kemper
20DeutschlandDeutschlandLaura Gloning
22DeutschlandDeutschlandSara Ritter
25NiederlandeNiederlandeJonna van de Velde
30DeutschlandDeutschlandNadine Bitzer
34DeutschlandDeutschlandSvenja Vöhringer
36DeutschlandDeutschlandLeni Wilescheck  II
Mittelfeld
6DeutschlandDeutschlandVanessa Diehm (C)ein weißes C in blauem Kreis
10BelgienValesca Ampoorter
16DeutschlandDeutschlandMilena Röder
17DeutschlandDeutschlandFranziska Harsch
21SpanienSpanienLaia Martret
23DeutschlandDeutschlandChiara Hahn
24BelgienFéli Delacauw
26DeutschlandDeutschlandJanna Grimm
36DeutschlandDeutschlandVivien Thomann  II
Angriff
7SchweizNaomi Luyet
9DeutschlandDeutschlandMarie Steiner
11OsterreichÖsterreichLinda Natter
15NorwegenMartine Fenger
19SchweizSvenja Fölmli
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II 
auch im Kader der U20

Transfers der Saison 2026/27

Stand: 17. Juli 2026

Aus der eigenen U20 wechselten zu Beginn der Saison 2026/2027:

  • Romy Bräutigam
  • Milena Röder
  • Svenja Vöhringer

Aktueller Trainerstab

(Stand: 17. Juli 2026)

Seit Januar 2026 ist Eva-Maria Virsinger Cheftrainerin der Frauenmannschaft der TSG 1899 Hoffenheim.[21][22] Sie wechselte vom VfL Wolfsburg, wo sie viereinhalb Jahren als Co-Trainerin arbeitete. Ihr Vorgänger Theodoros Dedes war bis November 2025 im Amt.[23] Zwischenzeitlich hatte Co-Trainer Thomas Johrden die Mannschaft als Interimstrainer übernommen.

Weitere Informationen Nat., Name ...
Nat.NameFunktionseit
DeutschlandDeutschlandEva-Maria VirsingerCheftrainerin1/2026
DeutschlandDeutschlandThomas JohrdenCo-Trainer(in)7/2025
DeutschlandDeutschlandMirella Junker7/2024
DeutschlandDeutschlandOtmar RöschAthletiktrainer7/2023
DeutschlandDeutschlandJulian Tschuschke7/2026
DeutschlandDeutschlandBenjamin Wunder Torwart-Trainer7/2025
DeutschlandDeutschlandNadine NiliusIndividual-Trainerin7/2021
DeutschlandDeutschlandPatrick WaltenbergerSpiel- und Videoanalyst7/2026
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Trainerhistorie

Weitere Informationen Nat., Name ...
Nat. Name[24] von bis Erfolge
DeutschlandDeutschlandUdo Metz07/200606/2008Aufstieg in die Oberliga Baden-Würrtemberg
DeutschlandDeutschlandHolger Obländer
DeutschlandDeutschlandJürgen Ehrmann07/200806/2020Aufstieg in die Regionalliga Süd, 2. BL Süd & 1. BL
DeutschlandDeutschlandGabor Gallai07/202012/2022Qualifikation zur Champions League
DeutschlandDeutschlandNadine Rolser12/202203/2023
DeutschlandDeutschlandStephan Lerch03/202306/2024Qualifikation zur Champions League
GriechenlandGriechenlandTheodoros Dedes07/202411/2025DFB Pokal Halbfinale
DeutschlandDeutschlandThomas Johrden11/202501/2026
DeutschlandDeutschlandEva-Maria Virsinger01/2026
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Die SG Hoffenheim / St. Leon trat in der Saison 2006/2007 erstmals mit einer Frauenmannschaft an, die von Holger Obländer und Udo Metz trainiert wurde. Das Team wurde in dieser Saison Meister der badischen Landesliga und stieg auf in die Verbandsliga Baden.[25]

Da in den oberen Spielklassen keine Spielgemeinschaften erlaubt waren, wurde die SG aufgelöst und von der TSG 1899 Hoffenheim übernommen. Holger Obländer und Udo Metz waren damit die ersten Trainer in der Geschichte der Mannschaft. In der folgenden Saison gelang ihnen der Durchmarsch in die Oberliga Baden-Württemberg.[25]

Anschließend übernahm Jürgen Ehrmann das Team für 12 Jahre. Unter seiner Führung gelang direkt der nächste Durchmarsch in die Regionalliga Süd (2008/2009) und anschießend auch in die 2. Bundesliga Süd (2009//2010). In den nächsten 3 Spielzeiten setze man sich oben in der 2. Bundesliga Süd fest (3. Platz, 2. Platz und 1. Platz) und spielte ab der Saison 2013/2014 in der 1. Bundesliga. Jürgen Ehrmann trainierte die Mannschaft sieben Jahre in der 1. Bundesliga, ehe er am Ende der Saison 2019/2020 nach insgesamt 12 Jahren als Trainer in die Position des Sportlichen Leiters wechselte.[26]

Auf ihn folgte im Juli 2020 Gabor Gallai, der mit der Mannschaft in der Saison 2021/2022 die Qualifikation für die Champions League schaffte. Anschließend übernahm die Co-Trainerin Nadine Rolser als Interimstrainerin, die an Stephan Lerch übergab. Auch er schaffte mit der Mannschaft die Qualifikation für die Champions League.

Zu Beginn der Saison 2024/2025 übernahm Theodoros Dedes die Mannschaft als Cheftrainer[27]. Im DFB-Pokal der Frauen 2024/25 traf die Mannschaft im Viertelfinale auf den VfL Wolfsburg. Mit einem 1:0 wurde die beeindruckende Serie der Wölfinnen von 10 Pokalsiegen in Folge beendet. Im Halbfinale in München brachte die Mannschaft den FC Bayern München an den Rande einer Niederlage, verlor aber trotz früher 0:2-Führung am Ende knapp mit 3:2.

Im November 2025 trennten sich Trainer und Verein[23]. Co-Trainer Thomas Johrden übernahm die Mannschaft als Interimstrainer. Er übergab im Januar 2026 an die neue Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger, die bis dahin Co-Trainerin beim VfL Wolfsburg war[22].

Ehemalige Spielerinnen

Zweite Mannschaft

Die zweite Frauenmannschaft wurde 2007 angemeldet und wurde in der Saison 2007/08 wie schon die erste Frauenmannschaft im Jahr zuvor Meister der Landesliga. In der nachfolgenden Saison wurde ebenso der Meistertitel in der Verbandsliga gewonnen. Für den Aufstieg in die drittklassige Regionalliga Süd brauchte die zweite Mannschaft nur drei weitere Jahre, wo sie im Jahre 2013 auf Anhieb Vizemeister wurde. In der Saison 2013/14 folgte schließlich der Meistertitel und der letzte Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga. Dies stellt die höchste Spielklasse für zweite Mannschaften dar. In der Süd-Staffel wurde die Mannschaft von 2016 bis 2018 dreimal in Folge Meister.

In der ab 2018 eingleisigen 2. Bundesliga konnte der Verein an diese Erfolge jedoch nicht anknüpfen und stieg in der Saison 2023/24 als Letztplatzierter in die Regionalliga ab. Nachdem in der folgenden Saison der direkte Wiederaufstieg noch knapp verpasst wurde[29], gelang er in der Saison 2025/2026: Mit insgesamt 54 Punkten und 10 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten SV 67 Weinberg sicherte sich die Mannschaft die Meisterschaft der Regionalliga Süd und damit auch den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga.[30][31]

Die zweite Mannschaft trägt ihre Spiele in St. Leon-Rot auf dem Sportplatz des VfB St. Leon aus.

Weitere Mannschaften

Die B-Juniorinnen spielten bis zur Umstrukturierung des Ligasystems 2024 in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Größter Erfolg des Hoffenheimer Nachwuchses war die deutsche Meisterschaft im Jahr 2012. Darüber hinaus erreichte die weibliche B-Jugend zweimal das Endspiel um die deutsche Meisterschaft: 2010 gewann der 1. FFC Turbine Potsdam mit 3:1 und im Jahr 2024 setzte sich Borussia Mönchengladbach mit 1:0 durch. Meisterinnen der Bundesliga-Süd-Staffel wurde Hoffenheim 2015/16 und 2023/24.

Einzelnachweise

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