Viehhofen

Gemeinde im Bezirk Zell am See, Land Salzburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Viehhofen ist eine Fremdenverkehrsgemeinde mit 598 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) und eine Ortschaft im Salzburger Land im Bezirk Zell am See in Österreich.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Viehhofen
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Viehhofen
Viehhofen (Österreich)
Viehhofen (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Land Salzburg Salzburg
Politischer Bezirk: Zell am See
Kfz-Kennzeichen: ZE
Fläche: 38,62 km²
Koordinaten: 47° 22′ N, 12° 43′ O
Höhe: 856 m ü. A.
Einwohner: 598 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 15 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5752
Vorwahl: 06542
Gemeindekennziffer: 5 06 25
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Viehhofen Nr. 31
5752 Viehhofen
Website: www.viehhofen.at
Politik
Bürgermeisterin: Caroline Supersberger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2024)
(9 Mitglieder)
6
3
6 3 
Insgesamt 9 Sitze
Lage von Viehhofen im Bezirk Zell am See
Lage der Gemeinde Viehhofen im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)Bramberg am WildkogelBruck an der GroßglocknerstraßeDienten am HochkönigFusch an der GroßglocknerstraßeHollersbach im PinzgauKaprunKrimmlLendLeogangLoferMaishofenMaria Alm am Steinernen MeerMittersillNeukirchen am GroßvenedigerNiedernsillPiesendorfRaurisSaalbach-HinterglemmSaalfelden am Steinernen MeerSankt Martin bei LoferStuhlfeldenTaxenbachUnkenUttendorfViehhofenWald im PinzgauWeißbach bei LoferZell am SeeSalzburg (Bundesland)
Lage der Gemeinde Viehhofen im Bezirk Zell am See (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Viehhofen talauswärts

Die Gemeinde liegt im Pinzgau im Salzburger Land im Glemmtal zwischen Zell am See und Saalbach. Aufgrund der zahlreichen unverbauten Wildbäche wurde Viehhofen in jüngster Zeit, insbesondere in den Jahren 1995, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006 und 2007 von schweren Vermurungen heimgesucht, die den Ort zeitweilig von der Außenwelt abschnitten. Der höchste Berg in Viehhofen ist der Obere Gernkogel mit einer Höhe von 2175 m.[1]

Die Gemeindefläche hat eine Größe von fast vierzig Quadratkilometer. Davon sind 58 Prozent bewaldet, ein Drittel sind Almen und nur acht Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[2]

Nachbargemeinden

Leogang Saalfelden am Steinernen Meer
Saalbach-Hinterglemm Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Maishofen
Piesendorf Zell am See

Geschichte

Die frühe Geschichte Viehhofens ist geprägt vom Kupferbergbau, der von 1000 bis 700 vor Christus seine Hochblüte erreichte.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1211, wo das Rotenbachlehen genannt wird.

Eine erste Kapelle wurde 1767 erbaut, aber keine zwanzig Jahre später von einem Hochwasser zerstört. 1796 errichtete der Kitzbühler Maurermeister Andrä Huber eine einfache Kirche, die der Saalfeldener Dechant 1797 dem hl. Josef weihte. Im Jahr 1891 wurde Viehhofen zur Pfarre erhoben.

Den ersten Schulunterricht hielt 1798 der Schuster Hans Erlinger in seiner Werkstatt. Im Jahr 1840 wurde die Badestube des Oberwirtshauses zu einem Klassenzimmer umgebaut. Darin saßen 60 Schüler aller acht Schulstufen. Dieser Bau wurde 1930/31 um eine zweite Klasse vergrößert, ein Schulneubau erfolgte 1983.

Das Jahr 1912 brachte nach heftigen Regenfällen ein Hochwasser, das den ganzen Talboden überschwemmte. Es unterspülte auch den Moränenhügel, auf dem die Kirche steht, und riss Teile des Friedhofes mit sich.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Viehhofen: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
339
1880
 
393
1890
 
418
1900
 
333
1910
 
366
1923
 
349
1934
 
415
1939
 
386
1951
 
388
1961
 
406
1971
 
442
1981
 
537
1991
 
557
2001
 
635
2011
 
584
2021
 
589
2025
 
598
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 76,7 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
67,5 %
(−10,2 %p)
32,5 %
(+10,2 %p)
20192024
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 9 Mitglieder.


 Mandate 
024681020042009201420192024FPÖÖVPSPÖ

Bürgermeister

  • 1994–2004 Johann Streitberger (SPÖ)[7]
  • 2004–2024 Reinhard Breitfuss (ÖVP)[8]
  • seit 2024 Caroline Supersberger (ÖVP)[9]

Wappen

Das Wappen wurde der Gemeinde 1978 verliehen und ist folgendermaßen blasoniert: „In goldenem Schild auf rotem Dreiberg ein rotbewehrter schwarzer Eber, mit beiden Vorderbeinen einen roten Ringe haltend, der unten mit einem Kreuzlein besetzt ist.“

Der Eber steht für den Namen der Gemeinde, der sich von „Viehhof“ ableitet, wie der Ort schon im 14. Jahrhundert genannt wurde. Der Dreiberg und die bergmännischen Zeichen Schlägel und Eisen symbolisieren den in der Geschichte wichtigen Kupferbergbau.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 24 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden neun im Haupt-, dreizehn im Nebenerwerb und zwei von juristischen Personen geführt. Diese beiden bewirtschafteten 28 Prozent der Flächen, die Haupterwerbsbauern vierzig Prozent. Im Produktionssektor waren zwanzig Erwerbstätige in der Bauwirtschaft tätig. Der größte Arbeitgeber im Dienstleistungssektor war der Bereich Beherbergung und Gastronomie mit 23 Arbeitnehmern.[11][12][13]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 24 26 26 21
Produktion 8 6 29 34
Dienstleistung 49 31 101 75
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 288 Erwerbstätige in Viehhofen. Davon arbeiteten 88 in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus, blieben jedoch überwiegend im Bezirk Zell am See.[14]

Fremdenverkehr

Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 167.000 im Jahr 2010 auf 214.000 im Jahr 2019. Die Hauptsaison ist der Winter mit einer Spitze von 37.000 Übernachtungen im Februar, aber auch die Monate Juli und August bringen jeweils über 24.000 Nächtigungen (Stand 2019).[15]


 Arbeitsmarkt 
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Commons: Viehhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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