Viktor Christian Konstantin von Solms-Sonnenwalde
preußischer Landrat
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Viktor Christian Konstantin Graf von Solms-Sonnenwalde, häufig Constantin zu Solms-Sonnenwalde, (* 8. Juli 1815 in Kotitz bei Weißenberg und Bautzen, heute zu Weißenberg, Oberlausitz; † 10. März 1890 in Sonnewalde) war ein preußischer Landrat im Kreis Luckau (1851–1870).
Leben
Herkunft
Constantin Graf von Solms-Sonnenwalde entstammte einer in Brandenburg begüterten Nebenlinie der hessischen Uradelsfamilie zu Solms mit regionalen niederlausitzischen Stammsitz in Sonnewalde und weiteren Gütern in Hillmersdorf und Proßmarke, sowie vor allem Pouch (Anhalt). Der Besitz der Standesherrschaft Sonnewalde gewährte eine Virilstimme auf der Herrenbank der Provinziallandtage der Kurmark Brandenburg und der Niederlausitz sowie einen erblichen Sitz im Preußischen Herrenhaus.
Constantin Graf von Solms-Sonnenwalde war Sohn des Theodor zu Solms-Sonnenwalde (1787–1859) und der Clementine Constantia Gräfin von Breßler (1790–1872). Der ebenso in Kotitz 1825 geborene kgl. preuß. Oberstleutnant, Wirkliche Geheime Rat und Botschafter a. D. Eberhard zu Solms-Sonnenwalde-Pouch war sein jüngerer Bruder. Alfred zu Solms-Sonnenwalde und Theodor zu Solms-Sonnenwalde waren seine älteren Brüder, auch aus Kotitz stammend. Kotitz war Besitz der Grafen von Breßler, Graf Hans von Breßler war sein Onkel.[2]
Werdegang
Constantin Graf von Solms-Sonnenwalde war teils mit seinem Bruder Besitzer der Lehnsrittergüter Alt- und Neupouch mit Friedersdorf und Schmerz im Kreis Bitterfeld. Ab 1851 bis 1870 amtierte er als Landrat in Luckau, Provinz Brandenburg. Zudem wirkte er als Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Eisenbahngesellschaften. In den Jahren 1852 bis 1858 und erneut 1866 bis 1868 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses.[3]
Constantin zu Solms-Sonne(n)walde wurde bereits 1842, u. a. mit Woldemar von Glasenapp, Ritter des Königlich Preußischen St. Johanniter-Orden, mit folgender Übernahme als Ehrenritter[4] des Johanniterordens 1852. Als Gutsbesitzer war er zudem Kirchenpatron in Pouch.[5]
Familie
Er heiratete Frau Alwine Marie Henriette Agnes von Langenn-Kittlitz (* 1. Februar 1816; † 14. August 1888). Sie war die Tochter des Rittergutsbesitzers auf Kittlitz bei Lübbenau, Hauptmann a. D. Friedrich Wilhelm Ernst von Langenn-Kittlitz (* 3. Februar 1782; † 25. Februar 1860) und dessen Ehefrau Henriette geb. von Braun-Mittelhausen (* 7. Oktober 1791; † 7. März 1858). Das Heimatgut Kittlitz übernahmen die Nachfahren des Bruders Gustav von Langenn und Marie geb. von Watzdorff.[6] Agnes` Onkel Heinrich August Sigismund von Langenn, Fideikommissherr zu Birkholz (Neumark), erhielt 1820 die Genehmigung zur Namensführung von Langenn-Steinkeller.
Über eigene Kinder der Familie zu Solms-Sonnenwalde gibt es verschiedene genealogischen Überlieferungen, in jüngeren Gotha`s werden keine Kinder erwähnt, in einer älteren Gotha-Ausgabe:
- die 1843 in Kittlitz geborene Tochter Katharina, verstorben 1895 in Sonnewalde, verheiratet mit Peter zu Solms-Sonnenwalde
- die 1845 geborene Margarethe, verstorben Teplitz 1858
- der 1847 in Beutel geborene Sohn Georg Clemens Heinrich, gestorben 1871 in Berlin infolge an den in Mars-la-Tour erlittenen Wunden
Literatur
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1855. Jahrgang 28, Justus Perthes, Gotha 1854, S. 771.
- Gothaischer Genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistischem Jahrbuch. 1898. Jahrgang 135, Justus Perthes, Gotha 1897, S. 235.
- Bärbel Holtz: Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Band 4/II. In: BBAW (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 648.
Weblinks
- Constantin zu Solms-Sonnenwalde-Pouch bei Geneall.net