Viçosa (Minas Gerais)
Gemeinde im Bundesstaat Minas Gerais, Brasilien
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Viçosa ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Sie liegt in der Zona da Mata und ist vor allem als bedeutendes Hochschul- und Forschungszentrum bekannt. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 80.000 geschätzt.[3]
| Município de Viçosa Viçosa | |||
|---|---|---|---|
Stadtzentrum | |||
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| Koordinaten | 20° 45′ S, 42° 53′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 30. September 1871 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Minas Gerais | ||
| ISO 3166-2 | BR-MG | ||
| Região intermediária | Juiz de Fora (seit 2017) | ||
| Região imediata | Viçosa (seit 2017) | ||
| Höhe | 648 m | ||
| Klima | tropisches Hochlandklima | ||
| Fläche | 299,4 km² | ||
| Einwohner | 79.517 (2025[2]) | ||
| Dichte | 265,6 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.vicosa.mg.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 2.234.763 Tsd. R$ 29.239 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,775 (2010) | ||
Hauptgebäude der Universidade Federal de Viçosa | |||
Geografie und Klima
Viçosa liegt im Südosten von Minas Gerais auf einer Höhe von etwa 648 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Flusses Turvo Sujo.
Das Klima ist tropisches Hochlandklima mit milden Temperaturen und ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 13 und 29 °C.[4]
Geschichte
Die Kolonisierung dieser Region begann im Jahr 1800. Die Ortschaft entstand unter dem Namen Santa Rita rund um eine Einsiedelei zu Ehren der Heiligen Rita von Casci. Der Distrikt Santa Rita do Turvo wurde 1832 gegründet, die Gemeinde 1871. Die Ortschaft ist seit 1923 unter dem heutigen Namen Viçosa bekannt.[5][6] Die Entwicklung war eng mit landwirtschaftlichen Aktivitäten verbunden, insbesondere mit dem Anbau von Kaffee.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch die Ankunft der Eisenbahn und die Gründung von Bildungseinrichtungen, insbesondere der Universidade Federal de Viçosa 1922, zu einem bedeutenden akademischen Zentrum.
Demografie
Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 80.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung ist jung und wird durch zahlreiche Studenten geprägt. Ethnisch bestand die Bevölkerung laut Volkszählung 2022 aus Weißen (45,2 %), gefolgt von Farbigen und sonstigen (38,2 %) sowie Afrobrasilianern (16,6 %).[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 51.658 |
| 2000 | 64.854 |
| 2010 | 72.220 |
| 2022 | 76.430 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
Die Wirtschaft von Viçosa basiert auf Dienstleistungen, insbesondere im Bildungs- und Forschungssektor, sowie auf Landwirtschaft im Umland. Die Präsenz der Universität prägt die wirtschaftliche Struktur der Stadt maßgeblich. 2011 wurde ein mit der Universität verbundener Technologiepark eingeweiht.[8]
Religion
Viçosa gehört zum römisch-katholischen Erzbistum Mariana. Neben der katholischen Kirche sind auch evangelische Gemeinden vertreten.

