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Wahlkreis Görlitz 4

Wahlkreis in Sachsen From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Wahlkreis Görlitz 4 (Wahlkreis 60, bis 2014: Löbau-Zittau 2) ist ein Landtagswahlkreis in Sachsen. Er umfasst die Städte Seifhennersdorf, Zittau und die Gemeinden Bertsdorf-Hörnitz, Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Oybin im Landkreis Görlitz.[1] Wahlberechtigt waren bei der letzten Landtagswahl (im Jahr 2019) 48.538 Einwohner. Frühere Bezeichnungen des Wahlkreises waren Wahlkreis Sächsische Oberlausitz 2 (1994 und 1999) und Wahlkreis Löbau-Zittau 2 (2004 und 2009).

Wahlkreisnummer 60
Wahlberechtigte 45.313
Schnelle Fakten Görlitz 4, Staat ...
Wahlkreis 60: Görlitz 4
Staat Deutschland
Bundesland Sachsen
Wahlkreisnummer 60
Wahlberechtigte 45.313
Wahldatum 1. September 2024
Wahlbeteiligung 72,1 %
Wahlkreisabgeordneter
Name Hajo Exner
Partei AfD
Stimmanteil 38,4 %
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Wahlkreisgebiet

Das zunächst Wahlkreis Sächsische Oberlausitz 2 bezeichnete Wahlkreisgebiet wurde 1994 aus dem kompletten früheren Zittau I und Teilen des früheren Wahlkreises Görlitz, Land II – Zittau II – Löbau III gebildet. Grundlage für die anfängliche Bezeichnung war die Gründung des Sächsischen Oberlausitzkreises zum 1. August 1994. Allerdings gab es gegen diese Bezeichnung Widerspruch, so dass der namensgebende Landkreis bereits zum 1. Januar 1995 in Landkreis Löbau-Zittau umbenannt wurde. Die Wahlkreisbezeichnung wurde dann erst zur Landtagswahl 2004 in Wahlkreis Löbau-Zittau 2 geändert. Zur Landtagswahl 2014 wurden die bis dahin 5 bestehenden Landtagswahlkreise in der Oberlausitz aus demographischen Gründen in 4 neue Wahlkreise umgebildet. Der Wahlkreis Löbau-Zittau 2 behielt als einziger der vorigen fünf Wahlkreise sein Gebiet, wurde nun in Wahlkreis Görlitz 4 umbenannt.

In der folgenden Tabelle sind die Veränderungen des Wahlkreisgebietes zwischen 1994 und 2019 dargestellt.

Weitere Informationen Wahljahr, Städte und Gemeinden ...
Wahljahr Städte und Gemeinden Zugang Abgang Wahlberechtigte
2019 Bertsdorf-Hörnitz, Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Oybin, Seifhennersdorf, Zittau 48.538
2014 Bertsdorf-Hörnitz, Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Oybin, Seifhennersdorf, Zittau 51.692
2009 Bertsdorf-Hörnitz, Großschönau, Hainewalde, Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Oybin, Seifhennersdorf, Zittau (Eingemeindung von Hirschfelde) Ostritz (Wahlkreis Niederschlesische Oberlausitz 2) 56.285
2004 Bertsdorf-Hörnitz, Großschönau (Eingemeindung von Waltersdorf), Hainewalde, Hirschfelde (Eingemeindung von Dittelsdorf), Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Ostritz, Oybin, Schlegel, Seifhennersdorf, Zittau 61.853
1999 Bertsdorf-Hörnitz, Dittelsdorf, Großschönau, Hainewalde, Hirschfelde (Eingemeindung von Wittgendorf) , Jonsdorf, Leutersdorf (Eingemeindung von Spitzkunnersdorf), Mittelherwigsdorf, Oderwitz, Olbersdorf, Ostritz, Oybin, Schlegel, Seifhennersdorf, Waltersdorf, Zittau (Eingemeindung von Hartau) Schönau-Berzdorf a. d. Eigen (Wahlkreis Niederschlesische Oberlausitz 2) 62.343
1994 Bertsdorf-Hörnitz, Dittelsdorf, Großschönau, Hainewalde, Hartau, Hirschfelde, Jonsdorf, Leutersdorf, Mittelherwigsdorf, Niederoderwitz, Olbersdorf, Ostritz, Oybin, Schlegel, Schönau-Berzdorf a. d. Eigen, Seifhennersdorf, Spitzkunnersdorf, Waltersdorf, Wittgendorf, Zittau 63.936
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Wahl 2024

Sächsische Landtagswahl 2024
 %
40
30
20
10
0
37,2 %
35,1 %
11,0 %
3,8 %
2,4 %
2,3 %
2,1 %
1,7 %
1,3 %
3,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+4,6 %p
−0,8 %p
+11,0 %p
−1,6 %p
−2,5 %p
+2,3 %p
−6,1 %p
−1,1 %p
+1,3 %p
−6,1 %p

Die Landtagswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[2]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Thomas Krusekopf CDU 34,9 35,1
Hajo Exner AfD 38,4 37,2
Susanne Kapron Die Linke 2,7 2,1
Steve Grundig GRÜNE 1,8 2,4
Ralf Hofmann SPD 2,8 3,8
Michel Kretschmer FDP 3,0 0,9
Rico Hertrampf Freie Wähler 3,5 1,7
– Die Partei – 0,6
– Piraten – 0,2
– ÖDP – 0,1
– BüSo – 0,0
– Tierschutz hier! – 1,3
Niels Reszies dieBasis 0,5 0,3
– Bündnis C – 0,1
Klaus Reepen Bündnis Deutschland 0,9 0,3
Andreas Manfred Herrmann BSW 9,7 11,0
– Freie Sachsen – 2,3
– V-Partei3 – 0,1
– WU – 0,4
Frank Gottfried Ebermann Einzelbewerber 1,7 –
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Wahl 2019

Sächsische Landtagswahl 2019
Zweitstimmen im Wahlkreis 60 (Görlitz 4)
 %
40
30
20
10
0
36,9 %
32,6 %
8,2 %
5,4 %
4,9 %
3,7 %
2,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−0,9 %p
+19,9 %p
−9,9 %p
−5,5 %p
+0,5 %p
−0,5 %p
−0,1 %p

Amtliches Endergebnis der Landtagswahl am 1. September 2019 im Wahlkreis 60 – Görlitz 4:[3]
(Ergebnisse in Prozent)

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
DirektkandidatParteiDirektstimmenListenstimmen
Stephan MeyerCDU43,336,9
Tuomo NeumannDie Linke9,48,2
Andreas HerrmannSPD4,05,4
Christian SiegertAfD34,032,6
Marie MühlichGRÜNE4,84,9
–NPD–0,6
Hans GrünerFDP4,53,7
–Freie Wähler–2,8
–Tierschutz–1,8
–Piraten–0,2
–Die PARTEI–1,2
–BüSo–0,1
–ADPM–0,1
–Blaue Partei–0,4
–KPD–0,1
–ÖDP–0,2
–Die Humanisten–0,1
–PDV–0,1
–Gesundheitsforschung–0,5
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Wahlberechtigte48.538
Wahlbeteiligung65,1 %

Wahl 2014

Amtliches Endergebnis der Landtagswahl am 31. August 2014 in Sachsen[4]
im Wahlkreis 060 Görlitz 4 (Ergebnisse in Prozent)
Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Stephan Meyer CDU 41,0 37,8
Jens Thöricht Die Linke 18,0 18,1
Christian Lange SPD 9,4 10,9
Matthias Böhm GRÜNE 4,7 4,4
Hans Grüner FDP 3,6 4,2
Antje Hiekisch NPD 5,5 5,8
– Tierschutz – 1,2
Manfred Stöckert Piraten 1,0 0,8
– BüSo – 0,2
– DSU – 0,2
Hans-Gerd Hübner AfD 12,4 12,7
– pro Deutschland – 0,3
Rico Hertrampf FREIE WÄHLER 4,3 2,9
– DIE PARTEI – 0,4
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Wahl 2009

Amtliches Endergebnis der Landtagswahl am 30. August 2009 in Sachsen[5]
im Wahlkreis 060 Löbau-Zittau 2 (Ergebnisse in Prozent)
Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Stephan Meyer CDU 44,9 40,9
Hans-Wilhelm Kröger Die Linke 20,9 19,6
Christian Pieruschka SPD 7,6 8,8
Antje Hiekisch NPD 7,4 6,8
Sven Bäsler FDP 11,0 10,5
Ulla Petersen-Cassö GRÜNE 5,9 4,5
– Tierschutz – 2,7
– PBC – 0,3
– BüSo – 0,3
– DSU – 0,2
– REP – 0,2
– Freie Sachsen – 2,2
– FP Deutschlands – 0,2
– Humanwirtschaft – 0,2
– Piraten – 1,6
Marion Kelz SVP 1,3 1,0
Regina Rausch Gerechtigkeit 1,0 –
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Wahl 2004

Die Landtagswahl 2004 hatte folgendes Ergebnis[6]:

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Heinz Eggert CDU 45,1 41,2
Winfried Bruns PDS 26,2 24,1
Frank Gäbler SPD 6,9 7,2
Manfred Wobst GRÜNE 7,8 4,2
– NPD – 8,9
Wolf-Stephan Goßler FDP 7,6 6,5
Thomas Lacher DSU 6,4 1,2
– PBC – 0,5
– GRAUE – 1,5
– BüSo – 0,7
– AUFBRUCH – 0,9
– DGG – 0,7
– Tierschutz – 2,4
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Wahl 1999

Die Landtagswahl 1999 fand am 19. September 1999 statt und hatte folgendes Ergebnis für den Wahlkreis Sächsische Oberlausitz 2[7]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Heinz EggertCDU65,058,9
Anke FranzeSPD10,708,1
Juliane WünschePDS21,321,0
GRÜNE02,0
Wolfgang HoffmannF.D.P.03,001,2
BüSo00,1
DSU00,4
GRAUE00,5
REP00,9
-FP Deutschlands-00,0
-pro DM-04,3
-KPD-00,0
NPD02,0
-Forum-00,2
-PBC-00,4
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Es waren 62.343 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,3 %. Von den abgegebenen Stimmen waren 1,6 % ungültig. Als Direktkandidat wurde Heinz Eggert (CDU) gewählt. Er erreichte 65,0 % aller gültigen Stimmen.

Wahl 1994

Die Landtagswahl 1994 fand am 11. September 1994 statt und hatte folgendes Ergebnis für den Wahlkreis Sächsische Oberlausitz 2:[8]

Weitere Informationen Direktkandidat, Partei ...
Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Heinz EggertCDU65,262,0
SPD09,813,4
F.D.P.05,201,9
GRÜNE03,203,4
DSU00,7
REP01,9
Forum-00,8
PDS15,215,5
SPS-00,5
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Es waren 65.191 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,8 %. Von den abgegebenen Stimmen waren 1,4 % ungültig. Als Direktkandidat wurde Heinz Eggert (CDU) gewählt. Er erreichte 65,2 % aller gültigen Stimmen.

Einzelnachweise

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