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Waldbrand im Hürtgenwald 2026

größter Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Erfassungsbeginn 1991 From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Waldbrand im Hürtgenwald 2026 war der größte Waldbrand im Land Nordrhein-Westfalen seit Beginn der amtlichen Datenerfassung 1991. Er brach am 13. August 2026 im Hürtgenwald im Kreis Düren aus[1] und dehnte sich auf etwa 300 Hektar aus. Aufgrund der Gefahr für die Bevölkerung wurden in der Nacht auf den 14. August die etwa 1800 Einwohner des Ortes Gey in der Gemeinde Hürtgenwald evakuiert.[2]

Luftaufnahme des Brandes, von Düren-Derichsweiler aus aufgenommen

An der Brandbekämpfung waren neben hunderten Einsatzkräften der Feuerwehr auch Hubschrauber der Bundeswehr, der Landes- und Bundespolizei, Bergepanzer der Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, die Experten von @fire sowie weitere Hilfsorganisationen und Landwirte beteiligt.[3][4] In der Spitze befanden sich rund 1800 Menschen im Einsatz, am Nachmittag des 17. war ihre Anzahl auf etwa 400 gefallen.[5][6]

Verlauf

Waldbrand im Hürtgenwald
Zwei Löschhubschrauber während der Löscharbeiten

Zunächst war am 13. August ein Feuer zwischen Großhau und der Wehebachtalsperre ausgebrochen, das gegen 16 Uhr unter Kontrolle gebracht werden konnte. Anschließend brach ein weiteres Feuer in der Nähe der Bundesstraße 399 bei Gey aus, die Ursache dafür ist unklar.

Verband von Einsatzfahrzeugen im Rahmen der überörtlichen Hilfeleistung auf Anfahrt durch Düren-Birgel

Der erste Löschhubschrauber erreichte noch am Abend die Einsatzstelle.[7] Gegen 4 Uhr wurde entschieden, die etwa 1800 Einwohner aus Gey zu evakuieren. Sie wurden zunächst in eine Grundschule in den Nachbarort Straß sowie ein Sportheim evakuiert, später jedoch aufgrund der Lage in eine Förderschule in Düren gebracht.[8] Am Abend des 14. August trafen mit insgesamt 46 Einsatzfahrzeugen weitere 200 Einsatzkräfte unter anderem aus Leverkusen, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis ein.[9]

Die Bundeswehr war im Rahmen der Amtshilfe mit zwei Bergepanzer 2 der Technischen Schule des Heeres und zwei Bergepanzer Büffel des Versorgungsbataillons 7 am Boden im Einsatz, um Schneisen für die Feuerwehrkräfte in den Wald zu schlagen. Außerdem kamen je zwei Hubschrauber der Typen NH-90 und Sikorsky Sea Stallion des Transporthubschrauberregimentes 10 und des Hubschraubergeschwaders 64 der Luftwaffe als Löschhubschrauber zum Einsatz.[10]

Die Löscharbeiten waren durch im Waldgebiet verbliebene Kampfmittel aus der Schlacht im Hürtgenwald im Zweiten Weltkrieg erschwert. In der Nacht zum 14. August explodierte nach Angaben des Landrats Munition auf der Brandfläche. Wegen der Gefährdung konnten Einsatzkräfte Teile des Gebietes nicht zu Fuß betreten.[11]

Am frühen Abend des 15. August war der Brand so weit unter Kontrolle, dass die evakuierten Einwohner in ihre Häuser zurückkehren durften. Bis zu 1800 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Tückisch waren hierbei Glutnester, die im Untergrund viel größer waren, als sie an der Erdoberfläche erschienen, deren Ablöschung dauerte an.[12]

Bei dem Brand wurden fünf Menschen verletzt.[13]

Siehe auch

Commons: Waldbrand im Hürtgenwald 2026 – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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