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Walter E. Lemcke

deutscher Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Walter E. Lemcke (* 19. August 1891 in Prellwitz, heute Przelewice bei Człopa; † 1955 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer.

Leben

Adlerkopf am Platz der Luftbrücke

Walter E. Lemcke studierte an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin Bildhauerei. Nach dem Ersten Weltkrieg betrieb er in Berlin ein kleines eigenes Atelier. Mit weiblichen Aktfiguren machte er in den späten 1920er Jahren auf sich aufmerksam. Einige Arbeiten stellte er auf Kunstausstellungen in Berlin und Düsseldorf aus. Sein bekanntestes Werk ist die Olympiaglocke, die er nach einem Entwurf von Ernst Sagebiel modellierte. Von Lemckes monumentaler, rund fünf Meter hoher Adlerstatue, die sich bis 1962 auf dem Eingangsgebäude des Flughafens Tempelhof befand, ist heute noch das Kopffragment erhalten. Es wurde 1985 von der US-Luftwaffe am Rand des Platzes der Luftbrücke aufgestellt.[1]

Das Berliner Adressbuch verzeichnete Lemcke 1943 in der Cecilienallee 4.

Leistungen

Lemckes künstlerisches Werk steht im Spannungsfeld dreier politischer Epochen: Weimarer Republik, Drittes Reich und Nachkriegszeit im zerstörten Berlin. Er erlebte erste Erfolge um 1930 mit modern anmutenden Aktfiguren. Zunehmend stellte er sich ab Mitte der 1930er Jahre in den Dienst der Nationalsozialisten. Er war u. a. 1939 und 1943 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München vertreten.

Nach dem Krieg trat er künstlerisch kaum mehr in Erscheinung.

Werke

Figur im Heldenhain auf dem Bornstedter Friedhof

Literatur

Einzelnachweise

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